NukeNews No. 13 - GERMAN

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*           NukeNews #13 - Anti-Atom-Infodienst            *
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0.  Vorwort
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Dieses Mal wird es eine kurze Ausgabe des NukeNews Newsletters. In der
aktuellen Nummer 13 des mehrsprachigen Newslettersystems des Nuclear
Heritage Network behandeln wir vor allem Anti-Atom-Aktivitäten in
Polen und bringen einige Updates und Informationen aus Finnland,
BRD, Österreich und der Tschechischen Republik.

Nach einer beeindruckenden Zahl von Anti-Atom-Aktivitäten im
Zusammenhang mit dem Fukuhsima-Tag im März erwarten wir viele Aktionen
zum Jahrestag des zweiten traurigen Ereignisses einer atomaren
Katastrophe - zum Tschernobyltag am 26. April. Schicke uns kurze
Berichte über eure Veranstaltungen sowie eine Vorschau geplanter
Kampagnen deiner Gruppe oder in deiner Region für die nächsten
NukeNews. Mehr zu Deadline und Format der Newsletter-Artikel gibt es
am Ende dieser Mail.

Wenn du dir einen Eindruck der Anti-Atom-Ereignisse rund um den
Fukushima-Tag vom März (nur ein Auszug) verschaffen möchtet, schau
dir unsere Spezialseite an:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Fukushima_Disaster_Remembrance_2014


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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #13
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0.  Vorwort
1.  UK: NDA-Konsultation zu Atommüllkippe schließt potenziell
    betroffene Gemeinden nicht ein
2.  Anti-Atom-Demo während des COP19 in Warschau
3.  Widerstand gegen die polnischen AKW-Bau-Pläne
4.  Pro-Atom Propaganda-Bus in Polen
5.  Ein polnischer Übersee Medienskandal
6.  Neuigkeiten zur Atomkraft in Finnland
7.  Umweltkatastrophen-Unternehmen Talvivaara nahe am Bankrott
8.  Internationales Anti-Atom-Netzwerktreffen im August
9.  Laufzeitverlängerung in der Ukraine
10. Neue Tschechische Regierung: vielleicht keine neuen Blöcke in
    Temelín, aber in Dukovany, und neue Uranabbau-Pläne
11. Anti-Atom-Kooperation in den Ländern entlang der Donau:
    Internationale Konferenz am 25.4.2014 in Niederösterreich
12. Aufruf zur Einreichung von Dokumenten für Monographie zur
    polnischen Anti-Atom-Kampagne in den 1980er Jahren
13. Polnisches Programm für Atomkraft beschlossen
14. Lasst die Energiewende nicht scheitern!
15. Konferenz: "Die ökonomischen Grenzen der Atomindustrie"
16. Veranstaltungen der nächsten Monate
17. Was sind die NukeNews?


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1.  UK: NDA-Konsultation zu Atommüllkippe schließt potenziell
    betroffene Gemeinden nicht ein
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Stop Hinkley hat am 22. Januar die Konsultationen der Nuclear
Decommissioning Authority (NDA - Behörde für die Stilllegung
kerntechnischer Anlagen) zu Lagerungs- und Entsorgungsplänen für
mittelradioaktive Abfälle und Kernbrennstoff-Rückstände torpediert.
Bisher hat sich die NDA entschieden, nur mit einer sehr begrenzten
Interessengruppe, basierend auf AKW-Standorten, in Gespräche zu
treten. Die Öffentlichkeit wurde in dem Stadion, als alle Optionen auf
dem Tisch lagen und sie die Entscheidung über den Atommüll hätte
beeinflussen können, nicht einbezogen.

Stop Hinkley möchte die Öffentlichkeit ermuntern die Vorschläge der
NDA zurückzuweisen, da sie nicht in der Lage war eine vollständigen
Beteiligung der Öffentlichkeit zum geeigneten Zeitpunkt zu
gewährleisten. "Die NDA muss nochmal zurück ans Reißbrett, um zu
verstehen, wie sie die Öffentlichkeit in Konsultationen zu
gefährlichen in Großbritannien produzierten radiologischen und
chemischen Abfällen einbezieht."

Unterstütze die Petition gegen das AKW Hinkley C:
http://www.avaaz.org/en/petition/End_Nuclear_Insanity_NOW_Ban_Construction_of_Hinkley_C_Nuclear_Power_Station/?fPKymab&pv=6


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2.  Anti-Atom-Demo während des COP19 in Warschau
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Am 16. November 2013, dem 8. Tag der UNO-Klimaverhandlungen (COP19),
wurde in Warschau eine Anti-Atom-Demonstration abgehalten. 40
Aktivist*innen aus Polen und rund um die Welt (Russland, Südafrika,
Irland, BRD, Österreich, Großbritannien, Belgien und andere Länder)
standen mit Bannern, Kostümen und Schildern am Eingang zum
Veranstaltungsort der Klimaverhandlungen. Es war ein deutliches
Zeichen an Delegierte und Medien, die das Nationalstadion betraten,
und an die Einwohner*innen der Hauptstadt, dass Atomkraft keine Lösung
gegen die Klimakrise ist.

Mach dir selbst ein Bild:
http://www.flickr.com/photos/push_europe
http://youtu.be/ZD1SywPxz8gs


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3.  Widerstand gegen die polnischen AKW-Bau-Pläne
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Eine Bürger*innengruppe aus der Landgemeinde Mielno, zu der auch das
Dorf Gaski gehört, das als offizieller Kandidat für den Standort des
ersten polnischen AKW gehandelt wird, hat gegen die durch den obersten
Verwaltungschef der Woiwodschaft Westpommern ausgestellte
Standortgenehmigung des AKW in Gaski Klage eingereicht. Die
Genehmigung war von der Verwaltungsleitung aufrecht erhalten worden,
aber die Bürger*innen wollen Beschwerde beim Verfassungsgericht Polens
einlegen.

Außerdem präsentierte eine Delegation von Bürger*innen aus Mielno in
einer Sitzung des Landgemeinderats ein Dokument, das die potenziellen
negativen Auswirkungen eines möglichen Baus und Betriebs eines AKW auf
ihre Region darstellte. In lokalen Meinungsumfragen der letzten Monate
hatte sich außerdem herausgestellt, dass die Bevölkerung Mielnos für
erneuerbare Energien (anstelle von Atomkraft) ist.
 

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4.  Pro-Atom Propaganda-Bus in Polen
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Ende November 2013 fuhren Atomkraft-Befürworter*innen (eine
pro-Atom-Student*innen-Stiftung unter der Federführung des polnischen
Wirtschaftsministeriums, gesponsort von den größten Playern im
polnischen wie im globalen Atomgeschäft einschließlich Areva, EDF,
Hitachi, PGE) zum wiederholten Mal einen sogenannten "Der Atom-Bus"
entlang der Küste der nordpolnischen Regionen, um eine "Informations"-
Tour zu verrichten. Diese stoppte in mehreren Städten und Dörfern
einschließlich der Standortkandidaten für das erste polnische AKW und
veranstaltete Treffen an Schulen, um die Beteiligungszahlen an ihren
Veranstaltungen deutlich zu erhöhen. Neben dem Darbieten der üblichen
pro-Atom-Mythen und Argumente in ihren Ansprachen wurden auch einfache
physikalische Experimente gezeigt, die meistens völlig ohne direkten
Zusammenhang zu AKW waren und manche von ihnen sogar ohne jeden Bezug
zu Phänomenen der Kernspaltung (vielleicht glücklicherweise...).

Letztes Jahr war Atomkraft-Gegner*innen des lokalen Komitees "Nie dla
atomu w Lubiatowie" ("Nein zu Atomkraft in Lubiatowo") mehrfach der
Zutritt zu solchen Veranstaltungen verwehrt worden, während sich die
pro-Atom-Leute verbal an ihnen vergriffen:
http://www.niedlaatomuwlubiatowie.pl/atomowy-autobus-1.html
http://www.niedlaatomuwlubiatowie.pl/atomowy-autobus-2013.html

Offizielle Website der atomkraftbefürwortenden Organisatoren:
http://www.atomowyautobus.pl


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5.  Ein polnischer Übersee Medienskandal
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Der Leiter der polnischen staatlichen Atom-Agentur (PAA) hat in einem
Interview mit einem von der polnischen Botschaft in Tokyo
veröffentlichten Magazin behauptet, "Polen will die Atomkraft
einführen, selbst wenn es einen Fukushima vergleichbaren Vorfall zur
Folge haben könnte". Gegenwärtig streitet die PAA-Pressesprecherin
diese Wortwahl ab und untersucht, ob es sich um einen Fehler in der
Übersetzung des Interviews aus dem Japanischen handeln könnte...


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6.  Neuigkeiten zur Atomkraft in Finnland
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Am 13. Februar verkündete das finnische Industrieministerium, der
Umweltbericht von Fennovoima sei fertig und könne veröffentlicht
werden, so dass die Öffentlichkeit ihn beurteilen und kommentieren
könne. Der 264 Seiten umfassende Bericht wurde von dem Unternehmen
Pöyry vorbereitet, das in der Vergangenheit kritisiert wurde, weil es
die europäischen Regeln in Bezug auf soziale Unternehmensverantwortung
gebrochen haben soll.

Das Industrieministerium ist die Institution, die für den Prozess der
Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) verantwortlich ist. Die
internationale UVP-Prozedur entsprechend der Espoo-Konvention erledigt
das Umweltministerium. Die finnischen Organisationen, die den Reaktor
von Fennovoima ablehnen, hoffen, dass es im Rahmen der internationalen
UVP kritische Einwendungen geben wird.

Bisher gibt es anscheinend mehrere Einwendungen zum UVP-Programm, die
von schwedischen Organisationen verfasst wurden. Am wichtigsten ist
wohl, dass das INES-7-Szenario (katastrophaler Unfall) hinzugefügt
werden muss. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Auswirkungen von
Packeis. Angeblich sind diese im Bericht enthalten, aber es handelt
sich in Wirklichkeit um eine Beschreibung des Packeises selbst, nicht
um eine Analyse des Reaktorverhaltens, wenn Packeis die Kühlung
behindert etc.

Mehr Infos gibt es hier:
http://www.tem.fi/en/energy/nuclear_energy/eia_procedures_for_new_nuclear_power_projects/eias_by_fennovoima/eia_report_by_fennovoima_2014
http://thediplomat.com/2013/07/trouble-on-the-mekong/
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Pack_ice_and_bad_engineering


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7.  Umweltkatastrophen-Unternehmen Talvivaara nahe am Bankrott
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Seit 2013 ist das Unternehmen Talvivaara Mining Company Plc. mit
ernsten finanziellen Problemen konfrontiert. Monate nachdem im
November 2012 durch eine große Leckage etwa eine Million Kubikmeter
hochgiftige Prozesswässer aus einem Rückhaltebecken des Tagebaus
ausgetreten waren und in den sensiblen Wassersystemen der
ostfinnischen Feuchtgebiete eine Umweltkatastrophe verursacht hatten,
hat sich herausgestellt, dass das Unternehmen nicht fähig sein würde,
die eigenen Betriebskosten zu decken, geschweige denn ernstgemeinte
Aufräumarbeiten nach der Verseuchung der Ökosysteme mit Uran, Nickel,
Cadmium, Sulfaten und weiteren Schwermetallen zu finanzieren.
Talvivaara Mining Company begann daraufhin neue Aktien auszugeben, um
zusätzliches Kapital einzuwerben.

Doch dieser Versuch Talvivaaras Finanzierung zu retten ging schief, da
außerhalb Finnlands kaum neue Investoren gefunden werden konnten.
Letzten Herbst startete ein Verfahren zur Prüfung der wirtschaftlichen
Kapazitäten des Unternehmens mit dem Ziel, zu entscheiden, ob die etwa
450 Millionen Euro in Krediten, die Talvivaara Banken und Investoren
schuldet, einen Rückzahlungsaufschub bekommen würden oder nicht. Die
Ergebnisse werden für dieses Frühjahr erwartet - was wahrscheinlich
gleichzeitig eine Entscheidung über das Ende dieses desaströsen
Tagebauprojektes oder dessen Fortsetzung bedeutet. Allerdings ist die
finnische Regierung sehr an der Rettung ihrer Investitionen in den
Prototyp des angeblich "grünen" Bergbaubooms in Finnland
interessiert.

Mehr dazu: 
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Talvivaara_mine:_environmental_disaster_in_Finland


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8.  Internationales Anti-Atom-Netzwerktreffen im August
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Das 2014er Nuclear Heritage Network Gathering wird vom 4.-8. August
in der Nähe von Kiel in Norddeutschland stattfinden. Es wird eine
Plattform für Anti-Atom-AktivistInnen und OrganisatorInnen sein, um
einander persönlich kennenzulernen, mehr über die Themen und Kämpfe
der Anderen zu erfahren, zum Austausch von Erfahrungen und
Fertigkeiten, und um die Werkzeuge zur internationalen Unterstützung
von Anti-Atom-Aktivitäten zu verbessern.

Diese jährlich stattfindenden Netzwerktreffen sind ein wichtiger Ort
der Vernetzung im Rahmen des internationalen Anti-Atom-Netzwerkes
Nuclear Heritage Network. Hier entwickeln wir neue Ressourcen zur
Stärkung des Widerstands gegen Atomkraft und zur Verbesserung bereits
bestehender Werkzeuge. Das Treffen soll das Netzwerk weiter entwickeln
und neue interessierte Aktivist*innen einbeziehen. Es wird Workshops
sowohl mit Präsentationen zur atompolitischen Situation in den Ländern
der am Treffen Teilnehmenden als auch zu Ressourcen wie dem NukeNews-
Newslettersystem, Internationalen Netzwerkbüro, mehrsprachigen
Flyerprojekt etc. geben.

Dieses Jahr wird das Nuclear Heritage Network Gathering am selben Ort
und zeitlich unmittelbar vor dem internationalen Anti-Atom-Sommercamp
stattfinden. So wird es möglich sein, auch die Aktionen und Workshops
dieser Veranstaltung zu besuchen. Dies ist auch eine Gelegenheit für
Anti-Atom-AktivistInnen rund um die Ostsee einander zu treffen und
Kampagnen und Aktionen gegen die Atomindustrie in der Region zu
organisieren.

Wir werden versuchen, dich bei den Reisekosten zum Netzwerktreffen zu
unterstützen, falls du nicht in der Lage sein solltest diese selbst zu
tragen. In diesem Fall solltest du dich so früh wie möglich mit uns in
Verbindung setzen. Wenn du Interesse am Anti-Atom-Netzwerktreffen hast,
schicke bitte ein E-Mail an "contact AT nuclear-heritage DOT net"

Mehr dazu:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Nuclear_Heritage_Network_gathering_2014


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9.  Laufzeitverlängerung in der Ukraine
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Die designbedingte Laufzeit von 12 Atomanlagen in der Ukraine wird
2020 auslaufen, einschließlich dreier Anlagen, die bereits eine
Laufzeitverlängerung erhalten hatten (zwei Blöcke des AKW Riwne und
Block 1 im AKW Süd-Ukraine). Im März 2013 hat das sogenannte
"Implementation Committee of the Espoo Convention" auf Basis der
durch die NGO Ecoclub vorgelegten Informationen zur
Laufzeitverlängerung des AKW Riwne entschieden, eine ESPOO-Komitee-
Initiative zu starten (EIA/IC/CI/4). Nun gibt es ein laufendes
Verfahren in Sachen Laufzeitverlängerung alter Atomreaktoren in der
Ukraine. Das Komitee vertritt die Position, dass
Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken im Rahmen der ESPOO-
Konvention als "wesentliche Veränderung" zu betrachten sind.

Am 28. November 2013 entschied das State Nuclear Regulatory
Inspectorate of Ukraine, die Betriebsgenehmigung des Blockes 1 des AKW
Süd-Ukraine bis zum 2. Dezember 2023, also weit über die
designbedingte Laufzeit hinaus, zu verlängern. Als diese abschließende
Entscheidung getroffen wurde, wurden keine Verfahren nach der ESPOO-
Konvention eingeleitet. In der Versammlung der Vertragsparteien der
ESPOO-Konvention am 2.-5. Juni 2014 soll eine Entscheidung zur
Notwendigkeit die Verfahren der ESPOO-Konvention umzusetzen
verabschiedet werden. Wir hoffen, das wird helfen, in der Ukraine ein
einheitliches Verfahren zu entwickeln, das Entscheidungen zur
Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken so schnell wie möglich in
Einklang mit der ESPOO-Konvention bringt, um weitere Entscheidungen
dieser Art ohne Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und ohne
Konsultation der potentiell betroffenen Öffentlichkeit in den
Nachbarstaaten zu vermeiden.


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10. Neue Tschechische Regierung: vielleicht keine neuen Blöcke in
    Temelín, aber in Dukovany, und neue Uranabbau-Pläne
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Die neue tschechische  Regierung ist finanziell unter Druck und will
das sogenannte Britische Modell im eigenen Land nicht zur Anwendung
bringen, welches eine langfristige Staatsgarantie für einen
Mindestpreis für elektrischen Strom bedeuten würde. So könnte die
Ausschreibung für Block 3+4 in Temelin, über welche schon bald
entschieden werden soll und wo nur noch ein russischer und ein
US-amerikanischer Anbieter im Rennen sind, unter der Krimkrise
begraben werden. Oder einfach, weil der Marktpreis  für Strom zu
niedrig ist. Es gibt aber Signale, dass das sogar noch ältere AKW
Dukovany in Südmähren erweitert werden soll. Premierminister Sobotka
meinte auch, dass er nichts gegen die Öffnung neuer Urangruben im
Süden der Tschechischen Republik einzuwenden habe.

http://www.radio.cz/en/section/business/czech-government-mulls-plans-to-extend-uranium-mining


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11. Anti-Atom-Kooperation in den Ländern entlang der Donau:
    Internationale Konferenz am 25.4.2014 in Niederösterreich
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Das Projekt "Anti-Atom-Kooperation Donauraum", welches die Wiener
Plattform Atomkraftfrei organisiert, hat eine intensivere
Zusammenarbeit von atomkritischen Kräften in den Donauländern zum
Ziel. Es werden TeilnehmerInnen unter anderem aus folgenden Ländern
erwartet: Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Österreich und Deutschland.
Offiziell wird diese Konferenz inbsbesondere vom Bundesland
Niederösterreich unterstützt.

weitere Infos: Paula Stegmüller, "paula.stegmueller AT aon DOT at"


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12. Aufruf zur Einreichung von Dokumenten für Monographie zur
    polnischen Anti-Atom-Kampagne in den 1980er Jahren
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Vertreter der Protestbewegung gegen den begonnenen und später
aufgegebenen Bau des AKW Żarnowiec in Polen vor 25 Jahren sind auf der
Suche nach Materialien wie Fotos, Dokumentationen, Filmen, Postern,
Presseausschnitten, amtlichen Schreiben oder anderen Belegen dieser
Proteste und den damit verbundenen Veranstaltungen oder Aktionen aus
dieser Zeit.

Die Materialien werden für die Vorbereitung der Publikation "Anti-
Atom-Kampagne in Polen von 1985 bis 1990" von Tomasz Borewicz
verwendet, die noch in diesem Jahr erscheinen soll.

Weitere Informationen:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Call-out_for_submitting_documentation_for_a_monograph_on_Antinuclear_campaign_in_Poland_in_1980s


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13. Polnisches Programm für Atomkraft beschlossen
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Am 28. Januar 2014 beschloss die polnische Regierung das Polnische
Programm für Atomkraft, das strategische Dokument des Staates mit der
darin geäußerten Absicht der Errichtung der ersten AKW und der
Einführung der Atomkraft in Polen. Während die administrativen,
institutionellen und rechtlichen Verfahren in gewissem Umfang bereits
seit drei Jahren in Gang sind, begrüßten die Atomwirtschaft und
verbundene Kreise das Dokument als Ausdruck des unbeirrten Festhaltens
an den früheren Plänen. Gleichzeitig übten Anti-Atom-AktivistInnen
Kritik an dem Dokument und der Entscheidung der Regierung aufgrund der
finanziellen Belastungen, die diese für die öffentlichen Haushalte und
die VerbraucherInnen mit sich bringen wird, und wegen der mit der
Atomkraft verbundenen Risiken und Gefahren für Mensch und Umwelt. Die
Regierung äußerte sich nicht zu konkreten Vorstellungen zur
Finanzierung des Projekts und zu belastbaren Konzepten für den Umgang
mit dem Atommüll. 


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14. Lasst die Energiewende nicht scheitern!
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Die Energiewende in Deutschland ist ein Erfolg. Nachdem die deutsche
Bundesregierung entschieden hatte aus der Atomkraft auszusteigen,
wurde in Konsequenz ein Gesetz für Erneuerbare Energien beschlossen,
das sogenannnte EEG. Die Öffentlichkeit steht hinter diesem Gesetz und
eine Vielzahl von BürgerInnen sind zu einem Teil dieser
Energierevolution geworden: dezentral, sozial und umweltfreundlich.
Jetzt haben aber die Konzerne EnBW, Vattenfall, E.on und RWE begonnen,
Druck auf die Regierung auszuüben. Sie wollen mit dem Ziel, schnell
Geld zu verdienen, ihr Monopol auf Energie aufrecht erhalten. Außerdem
haben die vier "global player", nämlich Areva, Westinghouse/General
Electric, Hitachi und Rosatom, bereits begonnen zahlreiche Baupläne
für AKWs in fast jeder Region Europas vorzubereiten. Ungeduldig warten
sie auf das Scheitern des Pilotprojktes der Energiewende in der BRD.

Die Energiewende muss gelingen! Erlauben wir den Regierungen nicht
Marionetten der großen Konzerne zu sein! Erlauben wir der Regierung
nicht die Energierevolution zum Scheitern zu bringen! Am 30. November
2013 haben etwa 16.000 Menschen in Berlin für die Energiewende
demonstriert. Am 22.3.2014 gingen in sieben Bundesländerhauptstädten
quer durch Deutschland ca. 30.000 Menschen für die Energiewende auf
die Straßen. Am 10. Mai 2014 werden die Proteste mit einer zentralen
Kundgebung in Berlin weiter gehen: Lasst die Energiewende nicht
kentnern! Das ist erst der Anfang!

http://energiewende-demo.de


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15. Konferenz: "Die ökonomischen Grenzen der Atomindustrie"
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Die internationale Konferenz NEC 2014 "Die ökonomischen Grenzen der
Atomindustrie" wird am 29.4.2014 im Smetana-Saal des tschechischen
Automobilklubs in Prag stattfinden. Ziel der Konferenz ist es die
Limits, auf die Regierungen und Investoren hinsichtlich der Errichtung
neuer und beim Ausbau bestehender Reaktoren stoßen, zu diskutieren.

Die Einladung zu dieser Konferenz wurde von einer Reihe interessanter
Persönlichkeiten und ExpertInnen angenommen. Mycle Schneider wird als
Energieexperte die aktuellen Situation und Rolle der Atomenergie
beschreiben und einen Ausblick auf die weltweiten Entwicklungen der
Branche in Zukunft geben. Professor Thomas wird Details des britischen
Modells präsentieren, welches entwurfen wurde, um die Errichtung neuer
Atomreaktoren zu fördern, was auch in Tschechien gewisse Hoffnungen
geweckt hat. Professor Leidenmühler wird eine Einschätzung abgeben,
inwieweit solche Subventionsmechanismen mit dem Europarecht in
Einklang zu bringen sind.

Die ökonomsichen Aspekte des Projektes der Errichtung neuer
Atomreaktoren in der Tschechischen Republik werden von den
Wirtschaftsanalytikern Ivan Beneš, Michal Šnobr und Jan Ondřich
vorgestellt. Mit Professor Claudia Kemfert werden wir uns die
wirtschaftlichen Möglichkeiten der deutschen Energiewende genauer
ansehen. Der Oberösterreichische Umweltlandesrat Rudi Anschober und
Energieexperte Michael Nagl werden über die langfristigen Auswirkungen
der Energiewende im Bundesland Oberösterreich sprechen.

Die Konferenz wird vom Journalisten Jan Bumba moderiert. Das Programm
wird Raum für Diskussionen und Interpretationen geben. Die
vollständige Veranstaltungsübersicht und weitere  Details sind auf der
Internetseite www.nec2014.eu zu finden.

Mehr dazu:  
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/European_Anti_Nuclear_Forum_2014


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16. Veranstaltungen der nächsten Monate
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(nur ein Auszug, teilt uns bitte eure Veranstaltungen für den nächsten
Newsletter mit)
Weitere Termine: http://upcoming.nuclear-heritage.net

Fühlt euch eingeladen uns eure lokalen und internationalen
Veranstaltungshinweise für diese WebSite und die NukeNews zu senden!


23.04.14-26.05.14: Walkatjurra Walkabout - Walking for Country 2014;
                   Eine Pilgerung durch Wangkatja Country (AUS)
25.04.14-05.05.14: "Anti-Atom Marsch für das Leben" durch sechs
                   Regionen mit dem Ziel der Atomstandorte Cadarache,
                   Marcoule, Tricastin und Cruas (F)
26.04.14-03-05-14: Dritte Europäische Aktionswochen "Für eine Zukunft
                   nach Tschernobyl und Fukushima"
26.04.14:          Ökologisches Festival "Für eine Zukunft nach
                   Tschernobyl und Fukushima" (D)
29.04.14:          Europäisches Anti-Atom-Forum in Prag (CZ)
06.05.14-08.05.14: Atomforum der deutschen Atomindustrie in
                   Frankfurt/Main (D)
10.05.14:          Zentrale Energiewende-Großdemo in Berlin (D)
11.05.14-15.05.14: European Nuclear Conference in Marseille (F)
13.05.14-14.05.14: Energy Outlook 2014 - Energiekonferenz der
                   Energy Agency in Stockholm (S)
17.05.14 11°° Uhr: Internationale Fahrraddemo am AKW Cattenom (F)
25.05.14-29.05.14: Jahreskonferenz der Kanadischen
                   Strahlenschutzvereinigung: "Riskomanagement -
                   Wahrnehmungen und Realitäten" in Vancoucer (CDN)
10.07.14-11.07.14: Professionelle Entwicklungsschule
                   "Strahlungsinstrumentarium — Neue Technologien und
                   Entwicklungen" in Baltimore, Maryland (USA)
11.07.14-12.07.14: Anti-Atom-Benefiz-Open Air "e-Ventschau" in
                   Ventschau (D)
Sommer 2014:       Walk For A Nuclear Free Future von Miami, FL zur
                   Y-12 Atomanlage Oakridge, TN 2014 (USA)
04.08.14-08.08.14: Nuclear Heritage Network Gathering bei Kiel (D)
09.08.14:          Aktionen gegen Atomwaffen im AWE Aldermaston
                   & AWE Burghfield (UK)
09.08.14-16.08.14: Internationales Anti-Atom-Sommercamp bei Kiel (D)
20.08.14-24.08.14: Anti-Atom-Minicamp bei Kaplice (CZ)
22.08.14-24.08.14: Solar Festival in Peckwitz (D)
30.08.14 11°° Uhr: Atommüllkonferenz in der Volkshochschule, 
                   Wilhelmshöher Allee 19-21, in Kassel (D)
13.09.14-17.09.14: "AFRIRPA 04" - Vierter regionaler Afrikanischer
                   Kongress der Internationalen Strahlenschutz
                   Vereinigung in Rabat (MA)
14.09.14-18.09.14: 2014er Konferenz der "American Nuclear Society's
                   Radiation Protection & Shielding Division" in
                   Knoxville, TN (USA)
15.09.14-17.09.14: OECD/NEA: Constructing Memory - Eine Internationale
                   Konferenz und Debatte über die Aufbewahrung von
                   Aufzeichnungen, Wissen und die Erinnerung von
                   Atommüll über Generationen hinweg in Verdun (F) 
21.09.14-25.09.14: Uranium Mining and Hydrogeology 2014 -
                   Internationale Konferenz in Freiberg (D)
2014:              Wahrscheinlich Castortransport von hochradioaktivem
                   Atommüll von Sellafield (UK) und von
                   mittelradioaktivem Atommüll von La Hague (F) nach
                   Gorleben (D) und Proteste
01.09.15-30.11.15: (vermutlich) Hauptanhörung des Umweltgerichts zu
                   SKBs Antrag das KBS3-Atommüll-Endlager zu bauen
                   am Bezirksgericht in Nacka (S)


http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Walkatjurra_Walkabout_%E2%80%93_Walking_for_Country_2014
https://www.facebook.com/events/497499983680541/
http://www.ibb-d.de/aktionswochen_2014.html
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/European_Anti_Nuclear_Forum_2014
http://www.euronuclear.org/events/enc/enc2014/index.htm
http://www.nonuclear.se/en/kalender/energiutblick2014
https://www.facebook.com/events/221307164727036/
http://crpa-acrp.org/conference/
http://www.hps.org/meetings/pds.html
http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=769&Itemid=189
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Walk_For_A_Nuclear_Free_Future_2011-2015/Miami-Y12_Nuclear_Facility_Oakridge
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Nuclear_Heritage_Network_gathering_2014
http://www.cnduk.org/get-involved/events/item/1815-wool-against-weapons
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/International_Anti-nuclear_Camp_near_Kiel
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Anti-nuclear_mini_camp_in_the_Czech_Republic
http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=769&Itemid=189
http://afrirpa04.com/wp-content/uploads/2013/07/AFRIRPA04-First-Announcement1.pdf
http://www.rpsd2014.org
http://www.nonuclear.se/en/kalender/oecd-nea20140915-17verdun
http://tu-freiberg.de/umh-vii-2014
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Gorleben_Castor_Resistance_in_Germany_2014
http://www.nonuclear.se/en/kalender/kbshuvudforhandling2012


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17. Was sind die NukeNews?
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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newsletter-System des Nuclear
Heritage Network und sollen die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der in
dieser internationalen Community vernetzten Aktivist*innen
widerspiegeln. Die Nachrichten werden von Aktivist*innen geschrieben
und übersetzt - zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten.
Diese Arbeit wird vom Herausgeber nicht bezahlt, weil wir Ressourcen
für den Kampf gegen Atomkraft wie dieses Infosystem so unabhängig wie
möglich halten möchten. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen als
auch andere Interessierte informieren und auf dem Laufenden halten.

Eure Beiträge zur nächsten Ausgabe der NukeNews sind willkommen. Bitte
schickt sie per E-Mail an "news AT NukeNews.nuclear-heritage.net". Es
sollte sich um einen kurzen Infotext in englischer Sprache handeln,
nicht länger als ein Absatz, mit einer griffigen Überschrift und
(optional) einem Link zu einer Webseite mit weiteren Informationen.
Die Deadline für die vierzehnte Ausgabe der NukeNews ist der 22. Juni
2014.

Erfahre mehr über die NukeNews und mache sie bekannter:
http://NukeNews.Nuclear-Heritage.NET
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