NukeNews No. 18 - GERMAN

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*           NukeNews #18 - Anti-Atom-Infodienst            *
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0.  Vorwort
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Zurzeit setzen Anti-Atom-Aktivist*innen mit kreativen
Veranstaltungen, Aktionen und Protestcamps das Fennovoima-Rosatom-
Unternehmen unter Druck, während der Betreiber noch in diesem Sommer
mit dem Bau des geplanten Hanhikivi-AKWs in Pyhäjoki beginnen muss,
damit der politische "Grundsatzbeschluss" (Decision-in-Principle) des
Parlaments zugunsten des neuen Atomkraftwerks nicht ungültig wird.
Zwei Berichte aus Finnland informieren euch in den NukeNews über die
neuen Aktivitäten Fennovoimas und laden euch ein, euch am Widerstand
zu beteiligen.

Außerdem geben mehrere Artikel einen Überblick über die letzten
Entwicklungen in der Atomkraft in bestimmten osteuropäischen Ländern,
und wir werfen auch einen Blick auf Länder wie Australien, die
Vereinigten Staaten und Kanada. Wichtig für europäische Bürger*innen
und Anti-Atom-Organisator*innen ist ein Bericht über den
EURATOM-Vertrag, der für die Entwicklung der Atomkraft in der
Europäischen Union von großer Bedeutung ist und auch für einige
Probleme beim konsequenten Ausstieg aus diesem Energiebereich
verantwortlich ist. Er ruft zu einer Kampagne auf, die deutsche
Regierung zum Verlassen dieses für die europäische Politik eine
wichtige Rolle spielenden Abkommens zu drängen.

Wir hoffen, ihr werdet diese 18. Ausgabe der NukeNews wertschätzen!
Eure Rückmeldungen sind willkommen!


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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #18
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0.  Vorwort
1.  Die Kraft der Menschen gegen die Atomkraft! Aktionscamp gegen
    Atomkraft in Pyhäjoki/Finnland
2.  Offizieller Bericht: Unfall mit Atommüll wurde durch falsche
    Katzenstreu verursacht
3.  Ontario hält an der Atomkraft fest
4.  Fennovoima rodet schon jetzt geschützte Wälder für ein geplantes
    AKW
5.  Überschwemmung des Geländes einer geplanten Uranmine in Australien
    macht Risiken deutlich
6.  Polen: Gemeindevorsteher drängen auf einen Entschluss zur
    Standortwahl des geplanten AKWs
7.  Polen und Frankreich führen Beratungsgespräche über Klima und
    Energie
8.  77 Prozent der polnischen Bevölkerung unterstützen erneuerbare
    Energie
9.  Tschernobyl-Tag in Wien
10. EURATOM - papierenes Bollwerk der Atomkraft
11. Polens Atompläne schleppen sich weiter hin
12. Was zurzeit in der Tschechischen Republik passiert
13. Zunehmender Rückgang der Atomenergie in Frankreich
14. Österreich: Kurzbericht zur Nuclear Energy Conferenz 2015
15. Anti-Atom-Aktivist*innen wegen Aktionen gegen Trident vor Gericht
16. Die Zusammenhänge zwischen fossilen Energieträgern, Atomkraft und
    Klimawandel sichtbar machen
17. Veranstaltungen der nächsten Monate
18. Was sind die NukeNews? 


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1.  Die Kraft der Menschen gegen die Atomkraft! Aktionscamp gegen
    Atomkraft in Pyhäjoki/Finnland
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Das Atomunternehmen Fennovoima hat vor, mit dem Bau eines weiteren
Atomkraftwerks im ökologisch wertvollen Gebiet Hanhikivi Cape in
Pyhäjoki im Nordwesten Finnlands zu beginnen. Beenden wir dieses
verantwortungslose, gefährliche Projekt! Die Kraft der Menschen gegen
die Atomkraft! Vom 8. bis zum 21. Juni organisiert Hyökyaalto, ein
basisdemokratisches Aktionsnetzwerk (Rising Tide Finnland), in der
Nähe von Hanhikivi Cape ein Aktionscamp gegen Atomkraft. Bei diesem
Camp wollen wir Fertigkeiten und Ideen zu verschiedenen Arten des
direkten Widerstandes kennenlernen und teilen. Wir möchten die
Teilnehmer*innen ermutigen, ein Programm zu diesen Themen anzubieten.
Entscheidungen sollten möglichst nach dem Konsensprinzip getroffen
werden. Dabei ist kein Platz für jegliche Diskriminierung aufgrund des
Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der ethnischen Zugehörigkeit
usw. Parteipolitische oder nationalistische Symbole haben im Camp
nichts zu suchen.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/People_Power_agains_Nuclear_Power!_Anti-nuclear_action_camp_in_Pyh%C3%A4joki/Finland


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2.  Offizieller Bericht: Unfall mit Atommüll wurde durch falsche
    Katzenstreu verursacht
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Nach einer Untersuchung, die ein Jahr dauerte, kam das
Energieministerium der Vereinigten Staaten in einem 277 Seiten
umfassenden Bericht zu dem Schluss, ein schwerer Unfall in einem
Atommüll-Lager in New Mexico im Februar 2014 sei durch Katzenstreu
einer falschen Marke verursacht worden. Es handelt sich um das gleiche
Atommüll-Lager, das die kanadische Nuclear Waste Management
Organization (Organisation für Atommüllmanagement) als Modell für das
Lager anführt, das sie selbst am Ufer des Huronsees in der Provinz
Ontario plant.

http://cleanairalliance.us5.list-manage.com/track/click?u=9e0d2b5aacdacc8f6d679bba2&id=998fedf8a7&e=2ece43c12c


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3.  Ontario hält an der Atomkraft fest
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Die kanadische Provinz Ontario befindet sich mitten in einer
Energierevolution, hält aber stur an der Atomkraft fest. Während sich
die meisten Atomkraftwerke Ontarios der Endphase ihrer vorgesehenen
Lebensdauer nähern, steckt die Provinzregierung weiterhin Milliarden
Dollar in die Verlängerung ihrer Lebensdauer. Dabei gibt es
wirtschaftlich viel sinnvollere Optionen, die auf erneuerbare Energie
setzen.

http://cleanairalliance.us5.list-manage.com/track/click?u=9e0d2b5aacdacc8f6d679bba2&id=8b90a4eda8&e=2ece43c12c


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4.  Fennovoima rodet schon jetzt geschützte Wälder für ein geplantes
    AKW
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Am Hanhikivi Cape in Pyhäjoki, Finnland, rodet Fennovoima Wälder und
zerstört die empfindliche Natur, um eine Straße für das Atomkraftwerk
zu bauen. Inzwischen besitzt das Unternehmen die Erlaubnis der
örtlichen Gemeinde, bis Ende April etwa 100 Hektar einer ökologisch
wertvollen Landschaft zu roden, was einem Fünftel des gesamten
Hanhikivi Cape entspricht.

Finnlands Grundsatzbeschluss zu dem AKW hing von der Erfüllung
bestimmter Bedingungen ab, und viele wichtige Fragen sind noch offen:
etwa, ob genug finnische oder europäische Interessenvertreter am
Projekt beteiligt sein werden und was mit dem Atommüll geschehen soll.
Falls das AKW nie gebaut wird, wird die Gegend sinnlos zerstört. Die
natürlichen Lebensräume der durch Landhebung gebildeten Küste
Hanhikivis sowie seine bedrohten und geschützten Pflanzen- und
Vogelarten sind zu kostbar für eine solche Verschwendung. Wegen der
Zugvögel und der Nistzeiten ist der Frühling ein besonders schlechter
Zeitpunkt für die Rodungsarbeiten.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/PR:People_in_Pyh%C3%A4joki_have_been_disregarded_because_of_the_Fennovoima_nuclear_plans


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5.  Überschwemmung des Geländes einer geplanten Uranmine in Australien
    macht Risiken deutlich
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Lake Way, ein normalerweise ausgetrockneter See, in dem Toro Energy
eine Uranmine anlegen will, ist überschwemmt. Das führt zu großen
Sorgen über den geplanten Uranabbau am Seegrund. Toro Energy plant,
radioaktive Rückstände aus der geplanten Wiluna-Uranmine - bis zu 100
Millionen Tonnen - in den leergeförderten Centipede- und Millipede-
Gruben zu lagern, die sich ebenfalls auf dem Grund des Sees befinden
und zurzeit unter Wasser stehen.


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6.  Polen: Gemeindevorsteher drängen auf einen Entschluss zur
    Standortwahl des geplanten AKWs
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Drei Vorsteher von Gminas (einer bestimmten Art von Gemeinden) haben
in einem Brief die neue Premierministerin Ewa Kopacz dringend
aufgefordert, eine endgültige Entscheidung für oder gegen den Bau
eines AKWs in einer ihrer Gemeinden zu treffen. Sie erklärten, das
Fehlen einer definitiven Entscheidung und ständige Verzögerungen
führten zu spürbaren Budgetverlusten (bisher 6 Millionen PLN pro Gmina
bei einem Gesamtbudget von 40 Millionen PLN für eine einzelne Gmina)
und behinderten außerdem ihre Weiterentwicklung. Sie betonten, es
müsse eine Entscheidung getroffen werden, damit sie im Rahmen von
EU-Projekten Anträge stellen könnten. Außerdem behaupteten sie, die
Anwohner begrüßten den eventuellen Bau eines AKWs und seien bereit
dafür.

Quelle:
http://www.portalsamorzadowy.pl/gospodarka-komunalna/energetyka-jadrowa-pomorze-samorzadowcy-chca-decyzji-o-elektrowni-atomowej,67183.html


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7.  Polen und Frankreich führen Beratungsgespräche über Klima und
    Energie
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Am 2. Februar 2015 fand ein polnisch-französisches Treffen statt, das
als zwischenstaatliches Beratungsgespräch bezeichnet wurde. Dabei ging
es um Klima- und Energiefragen wie das Konzept der "Europäischen
Energieunion" und die Struktur der Klima- und Energiepolitik. Es
fanden auch Diskussionen über die Entwicklung der Atomenergie statt,
zu denen die Medien aber keine näheren Details bekannt gaben.


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8.  77 Prozent der polnischen Bevölkerung unterstützen erneuerbare
    Energie
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Anfang Februar 2015 machte eine neue Umfrage des staatlichen
Meinungsforschungsinstituts CBOS deutlich, dass 77 Prozent der
polnischen Bevölkerung denken, Polen sollte erneuerbare Energiequellen
stärker nutzen. Vor allem Frauen, junge Menschen und wohlhabendere
Personen unterstützen die Nutzung erneuerbarer Energie.

Quelle:
http://www.thenews.pl/1/12/Artykul/196595,Poles-believe-in-green-energy


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9.  Tschernobyl-Tag in Wien 
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Die WIENER PLATTFORM ATOMKRAFTFREI gedachte der Katastrophe von
Tschernobyl, die sich vor 29 Jahren ereignet hat. Vor dem
Bundeskanzleramt und dem Außenministerium  warnten die "wespengelb"
gekleideten Aktivistinnen und Aktivisten vor dem radioaktiven Gift,
das uns in Form neuer AKWs und deren Atommüll droht. Erneut forderten
sie die österreichische Regierung auf, energisch gegen AKW-Ausbaupläne
unserer Nachbarländer Ungarn und Tschechien vorzugehen.


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10. EURATOM - papierenes Bollwerk der Atomkraft 
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Die Buchstaben des EURATOM-Vertrags, der sich - trotz Tschernobyl und
Fukushima! - seit 1957 nicht geändert hat, besitzen viel mehr Macht
und Einfluss, als es sogar innerhalb der Anti-Atom-Bewegung vielen
Menschen klar ist. Durch enorme Privilegien für die Atomindustrie und
-forschung, die im Vertrag selbst und im Sekundärrecht der EU
(verbindliche Vorschriften, Richtlinien, Empfehlungen) festgeschrieben
sind, bietet EURATOM einen Nährboden für neue Atomanlagen und als
Folge daraus auch für immer stärkeren Uranabbau, mehr radioaktive
Abfälle und mehr Waffenmaterialien. Im Endeffekt bedeutet das höhere
Risiken und mehr Arbeit, endlose Arbeit für Bürger*innen.

2014 bezogen sich die britische Regierung und die Europäische
Kommission auf den EURATOM-Vertrag, um die Genehmigung hoher
Subventionen für das geplante Atomkraftwerk HINKLEY POINT C zu
rechtfertigen. Vermutlich, weil sie genau wissen: Die Präambel und die
einleitenden Artikel des EURATOM-Vertrags - sie entstanden 1957 und
sind von Atomeuphorie geprägt - stellen die einzige Chance des
Europäischen Gerichtshofs (EuGH) dar, die bevorstehende Beschwerde
Österreichs gegen diese Subventionen zurückzuweisen. Die
EU-Wettbewerbsregeln anzuwenden, würde dagegen zu einem legalen Sieg
Österreichs führen.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Manifesto_for_the_termination_of_Germany%27s_EURATOM_membership


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11. Polens Atompläne schleppen sich weiter hin 
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Den ursprünglichen Zeitplänen zufolge hätte der Bau des ersten
Atomkraftwerks in Polen schon 2013 beginnen sollen. Inzwischen ist
klar, dass frühestens 2017 endgültig grünes Licht geben wird - wenn
überhaupt.

Direkt vor seinem Weggang zur EU zwang der frühere polnische
Premierminister Donald Tusk drei andere Staatsunternehmen, ENEA,
Tauron und das Kupfer-Bergbauunternehmen KGHM, 10 % von PGE EJ1 zu
übernehmen. Jetzt ist vorgesehen, dass die Finanzierung über ein
Unternehmen analog TVO und Fennovoima in Finnland organisiert werden
soll (das Mankala-Modell: Die Erstabnehmer müssen keine Umsatzsteuer
zahlen, weil die Eigentümer entsprechend dem Aktienanteil, den sie am
Projekt besitzen, Strom "zum Eigengebrauch" erhalten und dann für
dessen Verkauf verantwortlich sind). Kombiniert werden soll das mit
einer finanziellen Unterstützung, wie Großbritannien sie für Hinkley
Point C eingerichtet hat - ein Abkommen, das Österreich und Luxemburg
nun vor den Europäischen Gerichtshof bringen, weil es wohl illegale
staatliche Beihilfe und Marktverzerrung bedeutet.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Poland%27s_nuclear_plans_continue_dragging_in_the_mud


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12. Was zurzeit in der Tschechischen Republik passiert
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Am 18. Mai 2015 hat die tschechische Regierung die Staatliche
Energiepolitik (ASEK) gebilligt. Calla und andere Gruppen - Friends of
the Earth, Greenpeace - haben eine gemeinsame Presseerklärung dazu
herausgegeben. Eines der problematischsten Themen (und ein Thema, das
diese Politik fördert) ist der hohe Anteil von Atomenergie und Kohle.
Ein Blick in die Studie "Smart Energy" (2009) zeigt, dass diese
Politik an das erste und schlimmste Szenario, "Keine aktive Politik",
erinnert, weil die Tschechische Republik praktisch nichts für einen
Wechsel zu erneuerbarer Energie tut (der Anteil erneuerbarer Quellen
an der Energieproduktion soll höchstens 25 % betragen, und es ist
nicht klar, ob der Staat vorhat, Haushalten beim Erreichen einer
Energieautonomie zu helfen). Ganz im Gegenteil: Das Ministerium für
Industrie und Handel (MPO) will seine Pläne für neue Atomreaktoren
verstärken, und der Staatliche Aktionsplan zur Entwicklung der
Atomenergie in der Tschechischen Republik (NAP JE ČR) zielt darauf,
sie auch durchzusetzen.

NAP ČR soll in den nächsten Wochen verabschiedet werden. Der
MPO-Minister, Jan Mládek, und der Finanzminister, Andrej Babiš, haben
zusammen daran gearbeitet. Die Entstehung des Plans könnte man als
"streng geheim" einstufen. Der Plan schlägt vier Atomreaktoren vor,
zwei im AKW Dukovany und zwei im AKW Temelín. Es wird jedoch erwartet,
dass im Endeffekt "nur" zwei dieser Reaktoren tatsächlich gebaut
werden (Dukovany, das aus den Jahren 1985 bis 1987 stammt, dürfte
Temelín (2000-2002) hinter sich lassen). Mládek wendet sein Modell an:
Wir entscheiden jetzt, beginnen mit dem Lizenzierungsprozess, der
Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), der Raumordnungsplanung, der
Lieferantenauswahl, geben bis 2025 bis zu 1,2 Milliarden EUR aus und
entscheiden dann, wo die Atomreaktoren gebaut werden sollen und wie
der Staat den Beschluss finanziell unterstützen wird.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/What_currently_happens_in_Czech_Republic


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13. Zunehmender Rückgang der Atomenergie in Frankreich 
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Frankreich steht am Scheideweg und führt eine landesweite
Energiedebatte. Ein Gesetzentwurf vor dem französischen Parlament
verlangt, dass Frankreichs Abhängigkeit von der Atomkraft bis 2025 auf
50 % reduziert werden soll. Fossile Brennstoffe sollen bis 2030 um
30 % gekürzt werden. Die Menge erneuerbarer Energiequellen soll um
32 % steigen, und der gesamte Energieverbrauch soll um 20 % (bis zur
Mitte des Jahrhunderts um 50 %) fallen, vor allem durch eine
Steigerung der Energieeffizienz. Es wird erwartet, dass das Parlament
dieser Maßnahme im nächsten Monat zustimmt.

Sie muss jedoch noch den Senat passieren und dann zur assemblé
nationale (Nationalversammlung) zurückkehren. Alles hängt von der
Begrenzung der installierten Leistung ab. Wenn sie weiterhin auf die
aktuelle Leistung von 63,2 GW begrenzt bleibt, muss als Ausgleich für
den EPR, der in Flamanville gebaut wird, nur ein Atomkraftwerk
schließen. Eine Reduktion der Atomenergie um 50 % bis 2025 klingt
theoretisch gut, aber wenn der Energieverbrauch insgesamt steigt,
schließen deswegen keine AKWs. Bei der ersten Lesung des Gesetzes
hob der französische Senat die Begrenzung der installierten Leistung
auf 64,85 GW und nannte kein Datum für die Reduktion der Atomenergie
um 50 %. Das vorgeschlagene Gesetz wird jetzt dem französischen Senat
für eine zweite Lesung vorgelegt und kehrt dann zur endgültigen
Verabschiedung zur assemblé nationale zurück. Es kann also immer noch
Änderungen geben.

Mehr Informationen:
http://safeenergy.org/2015/05/14/the-accelerating-decline-of-french-nuclear-power/


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14. Österreich: Kurzbericht zur Nuclear Energy Conferenz 2015
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Linz war der Ort, an dem am 19. Mai 2015 etwa 150 AktivistInnen aus 12
Ländern zusammenkamen, um interessante Referate über die aktuelle
Situation in Deutschland, Österreich, Polen, Frankreich, Tschechien
und England zu verfolgen. In jedem Land ist die Situation des
Anti-Atom-Netzwerkes unterschiedlich, die Komplikationen, mit denen
die Atomlobby zu kämpfen hat, scheinen aber ähnlich: Wo sind
Investoren zu finden, in einem Bereich, der zunehmend zu einem
finanziellen Hochsicherheitsrisiko wird, während die erneuerbaren
Energien laufend billiger werden? Und zur gleichen Zeit, wie lässt
sich der Öffentlichkeit erklären, dass sie sich nicht allzu große
Sorgen um ihr Geld machen soll ... was insbesondere im Falle von
Großbritannien noch spannend zu werden verspricht.

Die Organisatoren der Konferenz, atomstopp_atomkraftfrei leben!,
Mütter gegen Atomgefahr und Anti Atom Komitee, unterstützt durch die
Oberösterreichische Landesregierung organisierten auch
Netzwerkmöglichkeiten vor und nach der Konferenz. Eine
Online-Präsentation der Konferenz kann hier abgerufen werden:
http://www.nec2015.eu/en/presentations.php 


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15. Anti-Atom-Aktivist*innen wegen Aktionen gegen Trident vor Gericht
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Nikki Clark und Theo Simon, Anti-Atom-Aktivist*innen aus dem
britischen Somerset, werden sich in Kürze vor Gericht verteidigen
müssen. Sie sollen in der Marinebasis Devonport Hausfriedensbruch in
einem schweren Fall begangen haben. Es handelt sich dabei um den
Hafen, in dem Großbritanniens Atom-U-Boote mit dem UK-Trident-
Raketensystem für größere Ausbauarbeiten vor Anker liegen. Der Prozess
sollte ursprünglich am 19. Mai stattfinden, wurde aber am Vortag
verschoben. An diesem Tag erregten skandalöse Informationen über
Trident Aufsehen in Großbritannien. Ein U-Boot-Fahrer namens William
McNeilly, der sich unerlaubt von der Truppe entfernt hatte,
veröffentlichte auf WikiLeaks ein Dossier über Sicherheitsverstöße bei
Trident.

Mehr Informationen über den Prozess gibt es hier:
http://tinyurl.com/qfndg7q

Sobald ein Verhandlungsdatum feststeht, wird es hier veröffentlicht:
https://southwestagainstnuclear.wordpress.com/

Mehr über das Dossier zu Sicherheitsverstößen bei Trident:
https://wikileaks.org/trident-safety/


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16. Die Zusammenhänge zwischen fossilen Energieträgern, Atomkraft und
    Klimawandel sichtbar machen
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Beim Reclaim-Power-Camp, das am letzten Maiwochenende in Oxford
stattfand, brachten Klima- und Energieaktivist*innen in Großbritannien
verschiedene Themen zusammen: fossile Energieträger, Atomkraft und
Klimawandel. Das Camp gipfelte am 1. Juni in einem direkten Aktionstag
gegen Public-Relations-Firmen, die mit fossilen Brennstoffen, Fracking
und Atomkraft zu tun hatten. Unter anderem gab es Bürobesetzungen, bei
denen Aktivist*innen sich mit Armrohren aneinanderketteten, und
Straßentheater, das die PR-Firma Camargue in eine nuklear verseuchte
Zone verwandelte ... Mehr Infos hier:
http://www.nodashforgas.org.uk/press-releases/media-zoo-and-camargue-targeted/


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17. Veranstaltungen der nächsten Monate
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Ihr seid eingeladen, uns eure lokalen und internationalen
Veranstaltungshinweise für die umfangreiche Terminseite beim Nuclear
Heritage Network und für diesen Auszug in den NukeNews zu senden!
http://upcoming.nuclear-heritage.net


01.06.14-Juni 15:  "Bure 365" - dezentrale Aktionen gegen ein
                   Atommüllendlager in Bure (F)
07.06.15 um 8³°:   Massenkundgebung in Bure (F)
08.06.15-21.06.15: Camp "Better Power!" gegen Atomkraft in Pyhäjoki
                   (FIN)
08.06.15-26.06.15: Fotoausstellung "Was wäre, wenn ... Brokdorf |
                   Tschernobyl. Eine Gegenüberstellung" in der
                   Kreisvolkshochschule, Landhausstr. 4, in
                   Freudenstadt (D)
08.06.15 um 13³°:  Prozess gegen Kletteraktivist*innen der
                   Energiewendedemo 2013, Amtsgericht, Raum 862,
                   Turmstr. 91, in Berlin (D)
14.06.15 um 14°°:  Kundgebung gegen das AKW Tihange, Dreiländereck,
                   Dreiländereckweg, in Aachen (D)
20.06.15 um 11°°:  Konferenz "Atommüll ohne Ende (Teil 2)" im
                   Tagungszentrum Pfefferberg, Schönhauser Allee 176,
                   in Berlin (D)
20.06.15 um 12°°:  "Scrap Trident"-Block (Trident abschaffen) bei der
                   Demo "End Austerity Now" (Sparkurs jetzt beenden)
                   startet vor der Bank of England, Queen Victoria
                   Street, in London (UK)
23.06.15 um 9°°:   Prozess gegen Aktivist*innen beim Castor 2011,
                   Amtsgericht, Saal 1.120, in Fulda (D)
09.07.15-19.07.15: International Uranium Film Festival
                   (internationales Uran-Filmfestival) in Rio de
                   Janeiro (BR)
04.08.15-06.08.15: Friedensmarsch von Walnut Creek (Mt. Diablo
                   Unitarian Universalist Church, 55 Eckley Lane, WC)
                   nach Livermore (USA)
06.08.15-09.08.15: Internationale Fastenaktion zum Gedenken an
                   Hiroshima und Nagasaki beim Livermore Lab, Osttor,
                   Greenville Road, in Livermore (USA)
06.08.15-09.08.15: Fastenaktion zum Gedenken an Hiroshima und Nagasaki
                   in der Innenstadt von London (UK)
15.08.15-31.08.15: Kunstausstellung der West Australia Nuclear Free
                   Alliance (WANFA) in Moores Gallery, 46 Henry
                   Street, in Fremantle (AU) 
16.08.15-19.09.15: "Walkatjurra Walkabout - Walking for Country" -
                   Wanderung von Wiluna nach Leonora (AU)
09.09.15-11.09.15: World Nuclear Symposium (Welt-Atomsymposium) 2015
                   in London (UK)
09.09.15 um 10°°:  Verhandlung gegen Aktivist*innen der Proteste gegen
                   die Brennelementefabrik in Lingen 2012, Amtsgericht
                   Lingen (D)
Nach dem 12.09.15: landesweite dezentrale Streckenaktionen gegen den
                   ersten bekannten Uranerzkonzentrat-Transport nach
                   Ankunft am Hamburger Hafen (D)
19.09.15 um 11°°:  Atommüll-Konferenz in der Volkshochschule,
                   Wilhelmshöher Allee 19-21, in Kassel (D)
03.10.15 um 14°°:  jährliche Massenkundgebung gegen das AKW Cattenom,
                   veranstaltet vom Internationalen Aktionsbündnis
                   gegen Cattenom, Place Saint-Louis, in Metz (F)
05.10.15-16.10.15: International Uranium Film Festival
                   (internationales Uran-Filmfestival) in
                   Florianopolis (BR)
23.10.15:          Atommüll-Rechtssymposium (D)
25.04.16-01.05.16: Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach
                   Tschernobyl und Fukushima
09.05.16-13.05.16: 14. Kongress der International Radiation Protection
                   Association: "Strahlenschutz in der Praxis:
                   Erfahrungsaustausch und neue Herausforderungen" im
                   internationalen Konferenzzentrum in Kapstadt
                   (pro-Atom) (Südafrika)
01.09.16-30.11.16: Hauptverhandlungen am Umweltgericht über SKBs
                   Antrag zum Bau des KBS3-Atommüllendlagers,
                   Bezirksgericht in Nacka (S)
2017 (vermutlich): Castortransport mit hochradioaktiven Abfällen aus
                   Sellafield (UK) und mit mittelradioaktiven Abfällen
                   aus La Hague (F) nach Gorleben (D) und Proteste


http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Bure_365
https://www.facebook.com/events/1586277508277465/
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Better_Power!_camp
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/termine.html
http://nirgendwo.info/blog/2015/05/02/berlin-zweiter-prozess-wegen-energiewendedemo/
http://www.anti-akw-ac.de/events/5/14-06-2015_demo_dreilaendereck/
https://www.ausgestrahlt.de/fileadmin/user_upload/atommuell/Aufruf_Veranstaltung_20.6._Berlin.pdf
http://www.cnduk.org/get-involved/events/item/2125-scrap-trident-bloc-at-end-austerity-now-demo
http://nirgendwo.info/blog/2015/05/02/farbe-am-castor-prozess-in-fulda-am-23-6/
http://uraniumfilmfestival.org/en/
https://nuclearfree.wordpress.com/art/
http://walkingforcountry.com
http://www.wna-symposium.org/ehome/index.php?eventid=108035&
http://nirgendwo.info/lingen/
http://www.urantransport.de/aktionstage.html
http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=61&Itemid=273/
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/termine.html
http://uraniumfilmfestival.org/en/
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/European_Action_Weeks_For_A_Future_After_Chernobyl_And_Fukushima_2016
http://www.irpa2016capetown.org.za/
http://www.nonuclear.se/en/kalender/kbshuvudforhandling-md
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Gorleben_Castor_Resistance_in_Germany_2017


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18. Was sind die NukeNews?  
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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newslettersystem des Nuclear
Heritage Network. Sie spiegeln die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der
Anti-Atom-Aktivist*innen wider, die durch diese internationale
Community miteinander vernetzt sind. Die Nachrichten werden von
Aktivist*innen zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten
geschrieben und übersetzt. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen
als auch die interessierte Öffentlichkeit informieren und auf dem
Laufenden halten.

Deine Beiträge zu den NukeNews sind willkommen! Sende sie per E-Mail
an "news AT NukeNews DOT nuclear-heritage DOT net". Der Text sollte
sehr kurz und in Englisch verfasst sein. Bitte mach es nicht länger
als einen Absatz. Wir brauchen eine präzise Überschrift für deinen
Artikel; du kannst auch einen Link zu weiteren Informationen anfügen.
Die Deadline für die 19. Ausgabe der NukeNews ist der 16. August 2015.

Erfahre mehr über die NukeNews und mache sie bekannter:
http://NukeNews.Nuclear-Heritage.NET
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