NukeNews No. 19 - GERMAN

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*           NukeNews #19 - Anti-Atom-Infodienst            *
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0.  Vorwort
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Willkommen bei dieser kurzen Ausgabe des NukeNews-Newsletters zu
Themen, die Aktivist*innen des Nuclear Heritage Network betreffen!
Diesmal haben wir Neuigkeiten aus Frankreich, Slowenien, Australien,
Tschechien, Indien und Polen. Nach dem Sommer gibt es wahrscheinlich
weitere Informationen von Gruppen aus der ganzen Welt. Sie erscheinen
in der Herbstausgabe, die im November veröffentlicht wird. Wie immer
freuen wir uns über Beiträge von euch!

Wir hoffen, dass die NukeNews auch diesmal für euch von Nutzen sind,
und wünschen euch noch einen schönen Sommer!


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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #19
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0.  Vorwort
1.  Der Atomriese Areva erklärt einem Bürger den Krieg
2.  Südaustraliens parlamentarische Uran-Untersuchungskommission
    versagt bei Prüfung des öffentlichen Interesses
3.  Energiekonzept für Slowenien: ein Atomkraftkonzept
4.  Bilaterale Regierungskomission unterstützte Betriebsverlängerung
    des AKW Krško
5.  Tschechien: Der Nationale Aktionsplan ist ebenso optimistisch wie
    unrealistisch 
6.  Unabhängige öffentliche Umfragen zeigen wachsenden Widerstand der
    tschechischen Bevölkerung gegen Atomenergie
7.  Aufruf zum 26. April
8.  Frankreich: CRIIRAD wehrt sich gegen die Europäische Kommission
9.  Indien: Sicherheits- und Regulierungsprobleme im AKW Kudankulam
    und die Notwendigkeit eines globalen Atomrechtregelwerks
10. Polnischer Investor bemüht sich um CfD-Subventionen für geplantes
    AKW und bestreitet zu erwartende Verzögerungen
11. Sicherheitsaufrüstungen an Atomkraftwerken in der Ukraine
12. Veranstaltungen der nächsten Monate
13. Was sind die NukeNews?


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1.  Der Atomriese Areva erklärt einem Bürger den Krieg
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Der französische Atomriese Areva, ein Unternehmen, das sich zum Teil
im Besitz des Staates befindet, strengt eine Klage wegen Übler
Nachrede gegen CANSE an. CANSE (Coordination Anti-Nucléaire du
Sud-Est, Südöstliche Anti-Atom-Koordination), eine informelle
französische Aktionsgruppe, hat in einem Artikel im Internet erklärt,
Areva gefährde Leben und Sicherheit der Anwohner*innen in der Nähe
seiner Atomanlagen in Marcoule, Cadarache und Tricastin (alle im
Rhonetal), aber auch in Niger (Uranminen) und sogar in Fukushima (ein
mit MOX gefüllter Reaktor von Areva).

Obwohl die gesamte informelle Aktionsgruppe den elektronischen Artikel
unterzeichnet hat, ließ Areva nicht alle Mitglieder, sondern nur eine
Person von einem Pariser Untersuchungsrichter formell vernehmen (10.
Juni 2015). Es ist eindeutig, dass Areva seine Gegner*innen zum
Schweigen bringen will, indem es einen nach dem anderen verklagt und
mit hohen Kosten überzieht (Gerichts- und Anwaltskosten). Diese Klage
so kurz nach den Massendemonstrationen für Redefreiheit und gegen das
Charlie-Hebdo-Massaker kann unmöglich Erfolg haben. Denn es steht
nicht nur die Redefreiheit auf dem Spiel, sondern die Gesundheit der
Weltbevölkerung.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Nuclear_giant_Areva_goes_to_war_against_a_citizen


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2.  Südaustraliens parlamentarische Uran-Untersuchungskommission
    versagt bei Prüfung des öffentlichen Interesses
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Unglücklicherweise scheinen die aktuellen Richtlinien für die
parlamentarische Kommission zur Untersuchung der Atomindustrie
Südaustraliens mehr Gewicht auf die Förderung der Atomindustrie zu
legen, als auf das öffentliche Interesse. Weder das Erbe der Atomtests
in Südaustralien, noch fehlgeschlagene Sanierungsversuche bei früheren
Uranminen sollen geprüft werden. Enttäuschenderweise werden die
Erfahrungen beim aktuellen Uranabbau und seine Folgen ignoriert, da
sie ein schlechtes Licht auf die Pläne zum Ausbau der Branche werfen
könnten. Außerdem fehlen wesentliche Punkte, die ganz eindeutig
Angelegenheiten von öffentlichem Interesse sind, etwa gesundheitliche
Folgen, Notfallkapazitäten, Auswirkungen auf die wertvollen
Wasserressourcen Südaustraliens und mögliche schwere Ruf- und
Marktschädigungen in wichtigen Branchen, nämlich in der
Lebensmittelindustrie, der Weinwirtschaft, der Fischerei und der
Tourismusbranche.

http://www.acfonline.org.au/news-media/acf-opinion/south-australias-uranium-royal-commission-fails-public-interest-test


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3.  Energiekonzept für Slowenien: ein Atomkraftkonzept
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Das slowenische Infrastrukturministerium hat Richtlinien für ein neues
Energiekonzept für Slowenien vorgeschlagen. Dieser Vorschlag befindet
sich derzeit in der öffentlichen Konsultationsphase (bis zum 30.
September 2015). Er geht von der langfristigen Nutzung der Atomkraft
aus, was eine Laufzeitverlängerung des AKW Krško bis zum Jahr 2043 und
den Bau eines neuen Reaktors am Standort Krško bedeuten würde.

Weitere Informationen (nur auf Slowenisch) unter:
http://www.energetika-portal.si/dokumenti/strateski-razvojni-dokumenti/energetski-koncept-slovenije/ 


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4.  Bilaterale Regierungskomission unterstützte Betriebsverlängerung
    des AKW Krško
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In der zweiten Juli-Hälfte 2015 bewertete die bilaterale
(slowenisch-kroatische) "Regierungskommission für die Begleitung der
Umsetzung des bilateralen Abkommens" die letzten fünf Betriebs- und
Wirtschaftsjahre des AKW Krško als sehr gut und unterstützte die
Verlängerung der Betriebsgenehmigung. Außerdem erteilte sie ihre
Zustimmung zum Bau eines Trockenlagers für abgebrannten Kernbrennstoff
am Standort des AKW.

Nach Abschluss der administrativen Schritte, nachdem die slowenische
Behörde für Atomsicherheit die Ergänzungen zum endgültigen
Sicherheitsbericht und die technologischen Spezifikationen in
Verbindung mit der Laufzeitverlängerung des AKW Krško von 40 auf 60
Jahre genehmigt hatte, bestätigte die bilaterale Regierungskomission
in Übereinstimmung mit dem Abkommen die Entscheidung der Teilhaber in
Bezug auf eine Verlängerung der Betriebsdauer des AKW Krško bis zum
Jahre 2043.

Mehr dazu: 
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Intergovernmental_commission_supported_long-term_operation_of_Krsko_NPP


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5.  Tschechien: Der Nationale Aktionsplan ist ebenso optimistisch wie
    unrealistisch 
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Bereits drei Monate bevor die Politiker im Juni 2015 in Tschechien
über den Nationalen Aktionsplan zur Entwicklung der Atomenergie (NAP
JE) abstimmten, verteilten die NGOs CALLA und DUHA (Friends of the
Earth Tschechien) das Infoblatt "Übermäßig teure Atompläne" unter den
Mitgliedern des Parlaments und des Senates. Damit wollten sie die
Politiker mit den notwendigen Informationen vertraut machen, um
verantwortlich über die Zukunft der nationalen Energiestrategie
entscheiden zu können. Statt verantwortlicher Entscheidungen jedoch,
welche die Entwicklungen im Bereich der Atomkraft und der erneuerbaren
Energien in Europa und der Welt berücksichtigen würden, wurde der
Beschluss zum Bau von vier neuen Reaktoren (zwei in Dukovany und zwei
in Temelín) zwar auf eine neue Regierung in das Jahr 2025 abgewälzt,
ein Budget im Umfang von 32 Milliarden Kronen zur Vorbereitung dieses
Planes aber bereits jetzt genehmigt.

Der folgende Text versucht, in Kürze die wichtigsten Fakten zu
beschreiben, auf welche die derzeitigen Politiker insgesamt nicht
unseren Erwartungen entsprechend eingegangen sind.

Lies den vollständigen Artikel:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Czech_Republic:_The_National_Action_Plan_is_so_optimistic_that_it_is_inviable


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6.  Unabhängige öffentliche Umfragen zeigen wachsenden Widerstand der
    tschechischen Bevölkerung gegen Atomenergie
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Dieses Jahr wurden drei öffentliche Umfragen zur Atomenergie
durchgeführt. Sie stammten von folgenden Unternehmen: Focus Marketing
& Social Research (im Auftrag von Friends of the Earth Tschechien),
dem Zentrum für Meinungsforschung CVVM und dem Zentrum für Analysen
und empirische Forschungen (SANEP), einem Online-
Meinungsforschungszentrum. Im folgenden Text erinnern wir an ihre
Ergebnisse und an die Beziehung zwischen dem CVVM an der Akademie der
Wissenschaften der Tschechischen Republik und dem Nationalen
Aktionsplan zur Entwicklung der Atomenergie, der im Juni verabschiedet
wurde. 

Den vollständigen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Independent_public_opinion_surveys_show_resistance_of_Czech_people_against_nuclear_energy_grows_stronger


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7.  Aufruf zum 26. April
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Es ist an der Zeit, dass aufgeklärte Zeitgenoss*innen, die sich der
drohenden erneuten Atomkatastrophen - seien sie zivil oder militärisch
- bewusst sind, den Mut haben aufzustehen!

Das Jahr 2016 soll das Jahr werden, in dem das Bewusstsein der
Allgemeinheit auf breiter Ebene geschärft wird. Am 11. März 2016 wird
sich der Beginn der Katastrophe von Fukushima zum fünften Mal jähren,
und am 26. April der Beginn der Katastrophe von Tschernobyl zum 30.
Mal. Überall auf der Erde werden an diesen Tagen Veranstaltungen
stattfinden, die mahnend daran erinnern. Wir akzeptieren nicht, dass
die Atomlobby entscheidet, was gedacht, verbreitet, gesagt und
geschrieben wird!

Ab heute machen wir uns an die Arbeit. Wir sind Künstler*innen, auch
Straßen- und Zirkuskünstler*innen, Autor*innen und Dichter*innen,
Schauspieler*innen, Fotograf*innen, Musiker*innen, Tänzer*innen,
Verantwortliche für Schauspiel- und  Kinosäle, Festival-Leitungen,
Bibliothekar*innen, Journalist*innen, Wissenschaftler*innen und
Forscher*innen, Lehrer*innen, Abgeordnete und Aktivist*innen,
engagierte Bürgerinnen und Bürger. Wir produzieren wach rüttelnde
Texte, organisieren Lesungen, stellen dafür Räume zur Verfügung. Wir
führen Regie und bereiten die unterschiedlichsten Veranstaltungen
in unserem unmittelbaren Umfeld vor: Ausstellungen, Projektionen und
andere Vorführungen, Lesungen, Konferenzen, Kolloquien, Bälle,
Faschingsveranstaltungen etc...

Erfahre mehr:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/26th_of_April_appeal


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8.  Frankreich: CRIIRAD wehrt sich gegen die Europäische Kommission
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Die Europäische Kommission beabsichtigt, als zulässige Höchstwerte für
die Kontamination unserer Nahrung in Folge eines Atomunfalls jene
Werte festzusetzen, die zwischen 1987 und 1990 unter dem Druck der
französischen Atomlobby festgelegt wurden. Diese Werte bedeuten
inakzeptable potenzielle Risiken. Die ganz legale Kontamination könnte
in Frankreich Zehntausende, im schlimmsten Fall vielleicht
Hunderttausende Krebsfälle auslösen (nicht gerechnet andere, nicht
krebsartige Erkrankungen und übertragene Schädigungen des
Erbmaterials). Die Verbraucher hätten keine Möglichkeit, nicht
kontaminierte von kontaminierten Lebensmitteln zu unterscheiden.
CRIIRAD (Französische Kommission für unabhängige Forschung und
Information über Radioaktivität), die 1986 in Folge der Katastrophe
von Tschernobyl gegründet wurde, wehrt sich gegen die Pläne der
Europäischen Kommission. Eine Petition, die bis zum 30. September 2015
unterschrieben werden kann, gibt es hier:
http://criirad-protegeonsnotrealimentation.wesign.it/en


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9.  Indien: Sicherheits- und Regulierungsprobleme im AKW Kudankulam
    und die Notwendigkeit eines globalen Atomrechtregelwerks
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Im Jahr 2002 begann die Nuclear Power Corporation of India Limited
(NPCIL) mit dem Bau zweier WWER-Reaktoren mit einer Leistung von 1000
MWe in Kudankulam im Bundesstaat Tamil Nadu. Am 31. Dezember 2014, 26
Monate nach der ersten Brennstoffbeladung, erklärte die NPCIL, die
Inbetriebnahme des ersten Reaktors sei komplett. Das geschah ohne
Zustimmung der Aufsichtsbehörde, weil die verpflichtend
vorgeschriebenen Tests nicht bestanden worden waren. Auch zwei weitere
Versuche blieben erfolglos, und ab April 2015 sank die
Ausgangsleistung des Reaktors zwei Monate lang systematisch, was am
24. Juni 2015 eine 60 Tage dauernde Abschaltung für Wartungsmaßnahmen
zur Folge hatte. Mitten in diesem Chaos erteilte die
Atomaufsichtsbehörde (Atomic Energy Regulatory Board, AERB) am 8. Juli
2015 eine "Lizenz für den Regelbetrieb". Das geschah erst 1008 Tage
nach der ersten Brennstoffbelastung, der zeitliche Abstand ist damit
dreimal so hoch wie der Durchschnitt bei zehn anderen in diesem
Jahrhundert in Betrieb genommenen 1000-MWe-Reaktoren. Von 666 Tagen,
in denen der Reaktor ans Netz angeschlossen war, lief er nur 380, an
den übrigen 286 Tagen war er aufgrund von 16 Schnellabschaltungen und
drei Ausfällen wegen Wartungsarbeiten vom Netz getrennt. Die
Instabilität des Reaktors ist auf zwei Gründe zurückzuführen: (a)
defekte, nachgeahmte und leistungsschwache Ausstattung, z. B.
Druckbehälter, Dampfgeneratoren und Turbogenerator, und (b) schlechte
Baupraktiken.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Safety_and_regulatory_issues_of_Kudankulam_Nuclear_Power_Plant_in_India_and_the_need_for_a_global_nuclear_regulatory_framework


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10. Polnischer Investor bemüht sich um CfD-Subventionen für geplantes
    AKW und bestreitet zu erwartende Verzögerungen
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Der Zirkus um Polens Atomenergie geht weiter. Es gibt neue Skandale
beim Zeitplan (inzwischen sollte man vielleicht nur noch von "einem"
Zeitplan sprechen) für das geplante AKW. Aus einem Dokument von PGE
EJ1 (ein polnisches Unternehmen im Staatsbesitz, das zum Investor
ernannt wurde), das vor kurzem heimlich an Greenpeace weitergeleitet
wurde, geht hervor, dass die Inbetriebnahme des AKWs jetzt
möglicherweise erst 2031 erfolgen wird, sechs Jahre nach dem im
offiziellen Atomprogramm (PPEJ) festgelegten Jahr, nämlich 2025, und
elf Jahre nach dem ersten offiziell geplanten Jahr, das 2009
festgelegt wurde. Und es geht nur um das Stadium der Planung,
Entwicklung usw. PGE bestritt die Enthüllungen und erklärte, der
durchgesickerte Zeitplan sei "nie von den Verantwortlichen bei PGE
genehmigt worden" und nur "eine der Versionen, die die letzten Monate
über analysiert wurden".

Nur einige Wochen vor der Weitergabe des Dokuments erklärte jedoch
PSE, Betreiber des nationalen Stromnetzes, in seinem öffentlich
beratenen Programmentwurf (in dem der Anschluss von AKW ans Netz bis
2025 beschrieben wird), PGE habe Pläne zum Anschluss seines ersten
AKWs im Jahr 2029 eingereicht. Auch das steht im Widerspruch zum
offiziellen Zeitplan. Außerdem bestätigt das Dokument Pläne zur
Verwendung von Subventionen im Stil von Hinkley Point C (Contract for
Difference - CfD). Erwähnenswert ist auch, dass bisher weder
die polnische Regierung noch PGE einen verbindlichen Plan zur
Finanzierung des geplanten AKW-Baus offiziell bekanntgegeben hat.

Das geleakte Dokument war einige Tage lang auf der Website von
Greenpeace einsehbar, musste aber entfernt werden. Ersetzt wurde es
durch einen neuen Greenpeace-Artikel über mögliche Verzögerungen
beim polnischen Atomprogramm sowie über das öffentliche Interesse an
dieser Tatsache und damit verbundenen Risiken wie steigenden Kosten
und dem Arbeitsaufwand für die öffentliche Verwaltung. Den Artikel
gibt es hier (Kommuniqué und Artikel nur auf Polnisch):
http://www.greenpeace.org/poland/pl/wydarzenia/polska/Komunikat-Greenpeace/

Das erste Kommuniqué ist noch in einigen Medien zu lesen:
http://www.energetyka-jadrowa.cire.pl/st,37,233,item,114658,1,0,0,1,0,0,greenpeace-elektrownia-jadrowa-w-polsce-nie-wczesniej-niz-w-2031-r.html


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11. Sicherheitsaufrüstungen an Atomkraftwerken in der Ukraine
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Die Ukraine plant die Verlängerung der Laufzeiten ihrer fünfzehn
Atomreaktoren, die in der Mehrzahl in Kürze das Ende ihrer regulären
Laufzeit überschreiten werden. Die Europäische Bank für Wiederaufbau
und Entwicklung (EBWE) hat die Finanzierung eines Programms zur
Sicherheitsmodernisierung zugesagt, das eine entscheidende
Voraussetzung für die Verlängerung der Betriebsdauer der Reaktoren
darstellt. In einem von Bankwatch koordinierten Projekt wird dieses
Problem näher beleuchtet. Im Rahmen des Projekts wurde Ende April 2015
in der Ukraine eine Untersuchung und Informationserhebung
durchgeführt.

Weitere Informationen unter:
http://bankwatch.org/our-work/projects/nuclear-power-plant-safety-upgrades-ukraine


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12. Veranstaltungen der nächsten Monate
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Ihr seid eingeladen, uns eure lokalen und internationalen
Veranstaltungshinweise für die umfangreiche Terminseite beim Nuclear
Heritage Network und für diesen Auszug in den NukeNews zu senden!
http://upcoming.nuclear-heritage.net


14.-18.09.15:      RADECS – Konferenz über die Auswirkungen von
                   Strahlung auf Komponenten und Systeme (RUS)
19.09.15 11:00:    Atommüllkonferenz in der Volkshochschule,
                   Wilhelmshöher Allee 19-21, in Kassel (D)
24.-30.09.15:      International Uranium Film Festival
                   (Internationales Uran-Filmfestival) im KINO
                   BROTFABRIK, Caligariplatz 1, in Berlin (D)
28.09.15:          Blockade der Brennelementefabrik in Lingen (D)
03.10.2015 14:00:  jährliche Massenkundgebung gegen das AKW Cattenom,
                   veranstaltet vom Internationalen Aktionsbündnis
                   gegen Cattenom, Place Saint-Louis, Metz (F)
04.10.15 11:30:    Scrap Trident (Trident abschaffen) - nationale
                   Demonstration bei einer Konferenz der Konservativen
                   Partei, All Saints Park, Manchester (UK)
05.-16.10.15:      International Uranium Film Festival
                   (Internationales Uran-Filmfestival) in
                   Florianopolis (BR)
10.10.15 12:00:    Massenkundgebung gegen TTIP: "Stop TTIP CETA - für
                   einen gerechten Welthandel", Hauptbahnhof/
                   Washingtonplatz in Berlin (D)
18.10.15:          No Trident Replacement: Strategising for success in
                   2016 (Kein Ersatz für Trident: Erfolgsstrategien
                   für 2016), Arlington Conference Centre, 220
                   Arlington Road, Camden, in London NW1 7HE (UK)
23.10.15 10:00:    Atommüll-Rechtssymposium, verdi-Höfe in Hannover
                   (D)
29.10.-01.11.15:   internationale Planungs- und Vernetzungskonferenz
                   für die Europäischen Aktionswochen 2016 in
                   Geseke-Eringerfeld (D)
29.10.15:          Beginn des Prozesses über RWEs Schadensersatz-
                   ansprüche wegen der Schließung des AKW Biblis,
                   Landgericht Essen (D)
12.12.15:          Don't Nuke the Climate: UN-Klimakonferenz COP 21 in
                   Paris (F)
17.12.15 11:00:    Prozess gegen einen Kritiker offen rechter
                   Positionen im Anti-Atom-Film "Friedlich in die
                   Katastrophe" von Holger Strohm im Landgericht,
                   Sievekingplatz 1, 2. Stock, Saal A 265 in Hamburg
                   (D)
11.03.-26.04.16:   Gedenken an Fukushima und Tschernobyl: ein Aufstand
                   der Künstler*innen, Intellektuellen,
                   Wissenschaftler*innen und der Bevölkerung allgemein
25.04.-01.05.16:   Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach
                   Tschernobyl und Fukushima
09.-13.05.16:      14. Kongress der International Radiation Protection
                   Association: "Strahlenschutz in der Praxis:
                   Erfahrungsaustausch und neue Herausforderungen" im
                   internationalen Konferenzzentrum in Kapstadt
                   (pro-Atom) (Südafrika)
17.-19.05.16:      gesundheitliche Auswirkungen von Tschernobyl:
                   Voraussagen und tatsächliche Daten 30 Jahre nach
                   dem Unfall, Obninsk (RUS)
17.-20.05.16:      Konferenz der Canadian Radiation Protection
                   Association 2016, Toronto, Ontario (CDN)
22.-26.05.16:      NESTet 2016: Nuclear Engineering Science and
                   Technology (Wissenschaft und Technologie der
                   Kernenergietechnik) in Berlin (D)
01.09.-30.11.16:   Hauptverhandlungen am Umweltgericht über SKBs
                   Antrag zum Bau des KBS3-Atommüllendlagers,
                   Bezirksgericht in Nacka (S)
2017: (vermutlich) Castortransport mit hochradioaktiven Abfällen aus
                   Sellafield (UK) und mit mittelradioaktiven Abfällen
                   aus La Hague (F) nach Gorleben (D) und Proteste


http://www.radecs2015.org/index.php
http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=61&Itemid=273/
http://uraniumfilmfestival.org/en/programm-berlin-2015
http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=769&Itemid=189
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/termine.html
http://www.cnduk.org/get-involved/events/item/2229-national-demonstration-at-tory-party-conference
http://uraniumfilmfestival.org/en/
http://ttip-demo.de/home/
http://www.cnduk.org/get-involved/events/item/2231-no-trident-replacement-strategising-for-success-in-2016
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=9162
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/European_Action_Weeks_For_A_Future_After_Chernobyl_And_Fukushima_2016
http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=769&Itemid=189
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Don%27t_Nuke_the_Climate:_COP21_in_Paris
http://www.projektwerkstatt.de/pwerk/saasen/termine.html
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/26th_of_April_appeal
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/European_Action_Weeks_For_A_Future_After_Chernobyl_And_Fukushima_2016
http://www.irpa2016capetown.org.za/
http://radiation-and-risk.com/index.php/en/info-letter
http://crpa-acrp.org/conference/
http://www.euronuclear.org/events/nestet/nestet2016/index.htm
http://www.nonuclear.se/en/kalender/kbshuvudforhandling-md
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Gorleben_Castor_Resistance_in_Germany_2017


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13. Was sind die NukeNews?
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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newslettersystem des Nuclear
Heritage Network. Sie spiegeln die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der
Anti-Atom-Aktivist*innen wider, die durch diese internationale
Community miteinander vernetzt sind. Die Nachrichten werden von
Aktivist*innen zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten
geschrieben und übersetzt. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen
als auch die interessierte Öffentlichkeit informieren und auf dem
Laufenden halten.

Deine Beiträge zu den NukeNews sind willkommen! Sende sie per E-Mail
an "news AT NukeNews DOT nuclear-heritage DOT net". Der Text sollte
sehr kurz und in Englisch verfasst sein. Bitte mach es nicht länger
als einen Absatz. Wir brauchen eine präzise Überschrift für deinen
Artikel; du kannst auch einen Link zu weiteren Informationen anfügen.
Die Deadline für die 20. Ausgabe der NukeNews ist der 8. November
2015.

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