NukeNews No. 20 - GERMAN

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*           NukeNews #20 - Anti-Atom-Infodienst            *
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0.  Vorwort
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Bitte entschuldigt die Verspätung, mit der diese Ausgabe der NukeNews
erscheint. Aber wir haben wieder interessante Neuigkeiten aus den
Anti-Atom-Netzwerken, die im Nuclear Heritage Network vertreten sind:
Berichte über Aktivitäten gegen Atomkraft in Finnland und Tschechien,
Ankündigungen von Kampagnen und Aktionen, eine Zusammenfassung der
Aktionen in Großbritannien und neue Informationen zu pro-Atomkraft-
Bestrebungen in ausgewählten Ländern.

Wir hoffen, ihr findet die Nachrichten nützlich. Bitte seht euch die
Links über Hintergrundinformationen an, die bei den meisten Artikeln
stehen. Der Teil "Veranstaltungen der nächsten Monate" wird ab jetzt
auf 10 Punkte beschränkt, damit der Newsletter gut lesbar bleibt.
Hunderte weiterer Veranstaltungen findet ihr online auf
http://upcoming.nuclear-heritage.net


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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #20
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0.  Vorwort
1.  Australische Regierung genehmigt Uranverkäufe nach Indien
2.  Das problematische Atomkraftwerk Dukovany
3.  Anti-Uran-Veranstaltungen in Prag und Brzkov
4.  Finnland: Aktionswoche "Reclaim The Cape"
5.  Störfall im AKW Leningrad
6.  Südosteuropäisches Anti-Atom-Netzwerk entlang der Donau
7.  Die Kakadu-Charta: 15 Jahre gemeinsamer Werte
8.  Kampf um Atommülllager beginnt – von Neuem
9.  Film über die Unmöglichkeit, den sichersten Ort auf der Erde zu
    finden nun auch auf Tschechisch
10. Atomkraft rettet das Klima nicht!
11. Neuigkeiten aus Großbritannien
12. Zum Bau des Fennovoima-AKW in Finnland
13. Wüstenregen sollte Leben bringen, keine Verseuchung
14. Informationen: Schilddrüsenkrebs bei Kindern in der Präfektur
    Fukushima
15. Veranstaltungen der nächsten Monate
16. Was sind die NukeNews?


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1.  Australische Regierung genehmigt Uranverkäufe nach Indien
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Heute muss ich zu meinem Bedauern berichten, dass die australische
Regierung Uranverkäufe nach Indien genehmigt hat. Dabei ignoriert sie
den Rat von Experten einschließlich australischer Bürokrat*innen und
Atomkraftbefürworter*innen, die dieses Abkommen als gefährlich
bezeichnet haben. Das Abkommen wurde als "größtes Nichtverbreitungs-
Problem unserer Zeit" beschrieben, denn Indien testet weiterhin
waffenfähige Raketen und hat eindeutig die Absicht, internationales
Uran zu verwenden, um nationale Vorräte für Waffen verfügbar zu
machen. Auch der indische Auditor General (Rechnungsprüfer) hat sich
höchst kritisch über die Sicherheit indischer Atomanlagen geäußert.
Atomkraft ist niemals sicher, aber das hier ist eine ganz klare
Warnung! Wir konnten das Handelsabkommen nicht stoppen, aber wir
können und müssen verhindern, dass in Indien und anderswo Uranminen
eröffnet werden, die die nukleare Bedrohung verschärfen.

Währenddessen in den Goldfeldern: Es gibt zwei Vorschläge für
Uranabbaue, die öffentlich kommentiert werden können. Dabei geht es
um Yeelirrie und den Ausbau von Wiluna. Es gibt eine Online-Aktion
gegen den Uraabbau in Yeelirrie. Die Frist für Einreichungen endet
am 14. Dezember. Bitte unterschreiben und verbreiten!
http://ccwa.good.do/yeelirrie/standwithyeelirrietraditionalownerssubmissiontotheepa


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2.  Das problematische Atomkraftwerk Dukovany
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Obwohl der Bericht "Four years after Fukushima: Are Nuclear Power
Plants Safer?" (Vier Jahre nach Fukushima: Sind Atomkraftwerke
sicherer?) von Oda Becker und Patricia Lorenz vom September empfiehlt,
"das AKW Dukovany sofort zu schließen", und sich eindeutig gegen eine
Verlängerung der Kraftwerklebenszeit (PLEX, Plant Life Extension)
ausspricht, geschieht in der Tschechischen Republik genau das
Gegenteil. Manche Politiker*innen, der Verband Energetické Třebíčsko
(ET) und die Vorsitzenden der Regionsräte in der Südmährischen sowie
der Vysočina-Region unterstützen CEZs Bemühungen, den Betrieb aller
vorhandenen Blöcke in Dukovany zu verlängern. Gleichzeitig versuchen
die gleichen Politiker*innen, die Novellen zum Baugesetz und zum
Gesetz über die Vergabe öffentlicher Aufträge zu ändern, um das
Bauverfahren für einen neuen fünften Block im AKW Dukovany zu
beschleunigen. Tatsächlich soll ergänzend auch noch ein Dukovany II
entstehen, womit diesen Herbst 2015 eine Umweltverträglichkeitsprüfung
(UVP) nicht nur für einen, sondern für zwei neue Blöcke in Dukovany
beantragt werden müsste.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Problematic_Dukovany_Nuclear_Power_Plant


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3.  Anti-Uran-Veranstaltungen in Prag und Brzkov
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Am Mittwoch, den 4. November, fanden zwei interessante Veranstaltungen
statt, die zwei Dinge gemeinsam hatten: Uranabbau und die Anwesenheit
des Bürgermeisters von Brzkov, wo die tschechische Regierung am 18.
Dezember 2014 das Vorbereitungsverfahren für Uranabbau genehmigt
hatte.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/The_Anti-Uranium_Events_in_Prague_and_Brzkov


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4.  Finnland: Aktionswoche "Reclaim The Cape"
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Ende April 2016 ist es ein Jahr her, dass Fennovoima begonnen hat,
Bereiche des Hanhikivi-Cape für den Bau eines neuen Atomkraftwerks in
Nordfinnland vorzubereiten. Gleichzeitig feiert das Protestcamp gegen
Fennovoima seinen ersten Geburtstag. Die Teilnehmer*innen konnten sich
mehr als fünf Monate lang im Konstruktionsbereich aufhalten und den
Bau verlangsamen. Den Sommer über fanden Dutzende von Blockaden statt,
und in Zeitungen wurde über verschiedene Sabotageakte berichtet. Im
September verließ das Camp die Baustelle nach einer acht Tage
dauernden Räumung und setzte seine Aktivitäten mit Hilfe lokaler
Unterstützer*innen von draußen fort. Es fanden ständig Blockaden und
andere Aktivitäten gegen Atomkraft statt.

Ende April werden wir zur Baustelle zurückkehren. Unser Ziel ist es,
die gesamte Baustelle langfristig lahmzulegen. Mit einer ausreichend
großen Gruppe können wir den Bereich wieder besetzen und dort bleiben.
Wir wollen aber nicht nur den Bereich wieder besetzen, sondern auch in
der Umgebung intensiv Aktivitäten gegen Fennovoima, die Atomkraft, die
Zerstörung der Natur und den Kapitalismus durchführen und dabei die
Vielfalt der unterschiedlichen Taktiken respektieren. 

Das langfristig laufende Camp und die dazugehörigen Aktionen sind von
großer Bedeutung, denn es gibt in Finnland nicht allzu viele Menschen,
die sich an zivilem Ungehorsam und allgemein an politischer Arbeit auf
Basisebene beteiligen. Selbstverständlich würden wir uns über
Solidarität und Mitwirkung aus anderen Teilen Europas und aus der
ganzen Welt freuen. Dieses Camp, diese Kampagne und die damit
verbundenen Aktionen konnten den Bau des Atomkraftwerkes verzögern und
werden das auch weiterhin tun. Verpasst nicht die Chance, dabei zu
sein!

Den vollständigen Artikel gibt es hier:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Finland:_Reclaim_The_Cape_action_week


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5.  Störfall im AKW Leningrad
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Am Freitag, 18. Dezember 2015, um 13:50 Uhr kam es im zweiten Block
des Atomkraftwerks Leningrad zu einer Notabschaltung. Ursache der
Abschaltung und der Reaktorabkühlung war die Tatsache, dass plötzlich
radioaktiver Dampf aus einem defekten Rohr in einer der Turbinenhallen
austrat. Beide Turbinen des Reaktors wurden gestoppt.

Während der Abkühlungsphase trat der Reaktordampf durch das Rohr in
die Umgebung aus. Ein südsüdöstlicher Wind mit einer Geschwindigkeit
von 5 Metern pro Sekunde (nicht typisch für diese Gegend) blies den
radioaktiven Dampf zum Finnischen Meerbusen in Richtung
Vyborg-Zelenogorsk. Um 17 Uhr maß Green World die Hintergrundstrahlung
im Zentrum von Sosnowy Bor, 5 km von dem Block entfernt, in dem es zur
Notabschaltung kam. Sie lag bei 20 μR/h (dem typischen
Hintergrundwert). St. Petersburg mit seinen fünf Millionen
Einwohner*innen, das 40 km östlich des Atomkraftwerkes Leningrad
liegt, hat in diesem Fall also noch einmal Glück gehabt. Manchen
Quellen zufolge stieg die Strahlungsbelastung nur im Gebiet des AKW
mehrmals auf einen Wert oberhalb der Hintergrundstrahlung.

Hier erfahrt ihr mehr:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Accident_at_Leningrad_NPP


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6.  Südosteuropäisches Anti-Atom-Netzwerk entlang der Donau
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Als Ergebnis eines internationalen Treffens in Niederösterreichs
regionaler Hauptstadt St. Pölten im Jahre 2014 war die Wiener NGO
"Wiener Plattform Atomkraftfrei e.V." mit Paula Stegmüller, Maria
Urban, Johanna Nekowitsch, Margit Quendler and Magdalena Waygand als
treibende Kräfte in der Lage, eine Internet-gestützte Plattform mit
Atom-KritikerInnen aus Deutschland, Österreich, Tschechien, der
Slowakei, Slowenien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien zu initiieren. Sie
laden Euch ein, ihre neue mehrsprachige Homepage (siehe unten) zu
besuchen und würden sich freuen, dieses Netzwerk mit Eurer
Unterstützung weiter stärken zu können.

http://www.donauregion-atomkraftfrei.at


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7.  Die Kakadu-Charta: 15 Jahre gemeinsamer Werte
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Aus einer Initiative gegen geplanten Uranabbau in Jabiluka ist eine
starke Plattform für eine andere, bessere Geschäftsweise in Kakadu
geworden. ERA gehört jetzt mehrheitlich der Gesellschaft Rio Tinto,
die sich öffentlich verpflichtet hat, in Jabiluka keinen Bergbau ohne
Zustimmung der Mirarr zu betreiben. Diese entscheidende Verbesserung
der Situation wird durch das Ende des drohenden Uranabbaus an anderen
Orten in Kakadu gestützt, wo das frühere Projektgebiet in Koongarra
in den umgebenden Kakadu-Nationalpark integriert und so dauerhaft vor
Bergbauaktivitäten geschützt wurde.

http://www.sbs.com.au/news/article/2015/11/16/comment-kakadu-charter-marks-15-years-shared-values


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8.  Kampf um Atommülllager beginnt – von Neuem
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Nach erfolglosen Versuchen, in Südaustralien und dem Nördlichen
Territorium ein nationales Atommülllager einzurichten, sucht die
australische Bundesregierung jetzt von Neuem nach einem Standort.

http://www.canberratimes.com.au/comment/nuclear-waste-dump-battle-begins--again-20151113-gkypn7.html


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9.  Film über die Unmöglichkeit, den sichersten Ort auf der Erde zu
    finden nun auch auf Tschechisch
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Der englisch-deutsche Dokumentarfilm "Die Reise zum sichersten Ort der
Erde" vom Schweizer Filmemacher Edgar Hagen zeigt, wie absurd es in
den verschiedensten Teilen der Welt ist zu denken, dass es eine
einfache Sache sei, einen sicheren Ort zur Lagerung von Atommüll zu
finden. Edgar Hagen besucht dabei Deutschland, Österreich, Australien,
China, die USA, Japan, die Schweiz und England. Und was findet er? Den
sichersten Ort der Erde?

Dieser Film scheint ein sehr gutes Instrument, um den Menschen in den
Gemeinden, denen droht, dass sie zu einem gigantischen Atomklo werden,
zu zeigen, auf welchen Grundlagen derartige Lokalitäten ausgewählt
werden. Dank der NGOs Calla und "Sonne und Freiheit" und der
Unterstützung der Oberösterreichischen Landesregierung kann dieser
Film nun auch mit tschechischen Untertiteln angeboten werden. Er wurde
auch bereits in betroffenen Regionen in Tschechien gezeigt und war
Teil des Ökofilmfestivals vom 3.-5. Dezember 2015 in Brünn in
Südmähren. Falls Ihr Interesse habt, den Film auszleihen, oder eine
weitere Sprachversion des Films organisieren wollt, wendet Euch gern
an eine der oben angeführten Personen bzw. findet man über die
Situation der Endlagersuche in Tschechien auch einen guten Überblick
unter http://www.nechcemeuloziste.cz.


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10. Atomkraft rettet das Klima nicht!
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Der französische Atomkonzern EDF sponserte die Klimakonferenz COP21
und versuchte seinen auf Atomkraft basierenden Strommix als
klimafreundlich zu verkaufen. Als Reaktion auf dieses Greenwashing
startete das französische Anti-Atom-Netzwerk "Sortir du nucléaire"
eine Kampagne und führte mit vielen anderen Organisationen aus der
ganzen Welt während der COP Aktionen durch.

Mehr Informationen:
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Nuclear_power_won%27t_save_the_climate!


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11. Neuigkeiten aus Großbritannien 
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In Großbritannien hat sich in den letzten Monaten vieles getan. Ein
Aktivist und eine Aktivistin aus Großbritannien, die wegen Trident vor
Gericht standen, erreichten einen Freispruch, weil die
Staatsanwaltschaft keine Straftat feststellen konnte, die sie begangen
hätten! Das Gericht stellte fest, die beiden hätten nicht - wie ihnen
vorgeworfen wurde - schweren Hausfriedensbruch begangen, weil das
Land, auf dem sie sich befanden, nicht als "Land" gemäß der Definition
der Anklage galt. Die Verhandlung fand Anfang September statt, wir
haben aber die Deadline der letzten NukeNews verpasst! Es wird sicher
interessant, wie das Verteidigungsministerium mit dem nächsten Protest
in der Marinebasis Devonport in Plymouth umgeht und was es dann für
Anklagen hervorzaubert ...
http://www.itv.com/news/westcountry/update/2015-09-08/two-anti-nuclear-protesters-appear-in-court/
http://www.itv.com/news/westcountry/update/2015-09-08/anti-nuclear-protesters-cleared-of-all-charges

Im Oktober kochten die Gefühle gegen Hinkley hoch. Anfang des Monats
besuchte Molly Scott-Cato, Europaabgeordnete der Green Party für den
Südwesten, Hinkley. Der Vizepräsident der französischen
Nationalversammlung schloss sich ihr an. Er kam, um Großbritannien zu
berichten, warum die französische Bevölkerung keine EPRs will.

Außerdem besuchte der chinesische Diktator Xi Jingping Großbritannien.
Er unterschrieb eine Absichtserklärung, China werde in Hinkley
investieren und erwarte dafür, in Bradwell einen eigenen
Reaktor-Prototyp chinesischer Konstruktion bauen und betreiben zu
können. Das führte zu heftigen Gegenreaktionen nicht nur in der
Normalbevölkerung, sondern auch bei hochrangigen Mitgliedern des
Militärs und des Geheimdienstes. Allerdings änderte es nichts an dem
widerlichen Getue um die chinesischen Unterdrücker, die von der
königlichen Familie und führenden Tories wie Kanzler George Osborne
kulinarisch verwöhnt wurden.

Als Reaktion darauf besetzten Aktivist*innen in Sommerset EDFs neu
gebauten Kreisverkehr bei Hinkley mit einem großen weißen Elefanten
und einer Botschaft in Mandarin, in der China aufgefordert wurde,
nicht in Atomkraft zu investieren. Bei den Protesten wurde unter
#OsbornesNRGfolly zu einer Debatte über die britische Energiepolitik
aufgerufen.
https://southwestagainstnuclear.wordpress.com/2015/10/19/osbornesnrgfolly/
http://www.theguardian.com/commentisfree/picture/2015/oct/21/steve-bell-britain-china-trade-deals-cartoon?CMP=twt_gu

EDF verzichtete schließlich darauf, den Platz räumen zu lassen und den
Protest zu stoppen. Dem Unternehmen wurde wohl klar, dass das
angesichts von Chinas Menschenrechtsbilanz nicht besonders gut
ausgesehen hätte.
https://bambuser.com/v/5866075

Die Greater Manchester Police zeigte sich weniger skrupulös und
befolgte in Manchester bereitwillig die Anweisungen der Roten Armee:
Sie nahm Aktivist*innen gegen Atomkraft wegen ihrer bloßen Anwesenheit
fest, bevor sie gegen Mr Xis Besuch protestieren konnten. 
https://www.youtube.com/watch?v=rvOCMS1CPls


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12. Zum Bau des Fennovoima-AKW in Finnland 
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Hier sind einige Informationen einer lokalen Aktivistin aus der Gegend
von Pyhäjoki über das Atomprojekt von Fennovoima (einem Unternehmen,
das vom deutschen Atomriesen E.ON gegründet wurde und heute vom
russischen Konzern Rosatom dominiert wird): Seit dem letzten Sommer
ist es in Finnland zu interessanten Entwicklungen gekommen. Nach
einigen komplizierten Episoden konnte Fennovoima seinen Antrag auf
eine Baugenehmigung beim Wirtschaftsministerium einreichen und fährt
mit seinen Aktivitäten fort. Das Unternehmen besitzt noch keine
Baugenehmigung. Das Verfahren im Ministerium und bei der
Atomaufsichtsbehörde STUK läuft, eine Entscheidung kann erst 2017 oder
2018 fallen. In jedem Fall richtet Fennovoima in der Naturlandschaft
in Hanhikivi im nordfinnischen Pyhäjoki riesige Zerstörungen an. Im
Moment können wir nicht viel tun. Das Projekt läuft weiter. Es wird
hoffentlich wegen wirtschaftlicher Probleme enden, vermutlich aber
nicht aus anderen Gründen. Es tut mir leid, das sagen zu müssen.


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13. Wüstenregen sollte Leben bringen, keine Verseuchung
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Toro Energy will die Region Ost Murchison (Australien) in ein
Uranabbaugebiet samt Deponie für Atommüll verwandeln. Dabei sollen bis
zu sieben Urangruben entstehen, die sich auf ein Gebiet über 200 km
sowie zwei Seensysteme erstrecken würden. Die Firma plant, Uranerz mit
LKWs von den Bergwerksgruben in eine zentrale Verarbeitungsanlage zu
tranportieren, wobei sich die Absatzbecken mit radioaktivem Tailings
am Rande von Lake Way befinden würden.

Sende als Reaktion auf Toro Energy's Pläne von in Bezug auf die
Wiluna-Uranmine eine Einwendung an die Behörde EPA: 
https://ccwa.good.do/wiluna/stopthenuclearindustrialisationoftheeastmurchison/


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14. Informationen: Schilddrüsenkrebs bei Kindern in der Präfektur
    Fukushima 
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In 137 Fällen wurde bösartiger Schilddrüsenkrebs diagnostiziert oder
vermutet. 23 der 25 erneut getesteten Kinder hatten bei der ersten
Untersuchungsreihe noch erfahren, sie hätten keinen Schilddrüsenkrebs. 
Schon im Spätsommer 2015 erschienen im Rahmen der "20th Oversight
Committee for the Fukushima Health Management Survey" (20. Studie des
Aufsichtskomitees zur Untersuchung des Gesundheitsmanagements in
Fukushima) Berichte über kindlichen Schilddrüsenkrebs in Fukushima.
Diesen Berichten zufolge lag die Anzahl der Kinder, bei denen
Schilddrüsenkrebs vermutet oder bösartiger Schilddrüsenkrebs
diagnostiziert wurde, bei insgesamt 137. Bei 25 von ihnen wurde die
Erkrankung erst in der zweiten Kontrollrunde, die 2014 begann,
festgestellt oder vermutet.

Weitere Informationen:
http://www.foejapan.org/en/news/150904.html


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15. Veranstaltungen der nächsten Monate
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Ihr seid eingeladen, uns eure lokalen und internationalen
Veranstaltungshinweise für die umfangreiche Terminseite beim Nuclear
Heritage Network und für diesen Auszug in den NukeNews zu senden!
http://upcoming.nuclear-heritage.net


März & April 2016: Gedenkveranstaltungen 2016 - 5 Jahre seit der
                   Katastrophe von Fukushima, 30 Jahre seit der
                   Katastrophe von Tschernobyl
27.02.16, 12:00:   nationale Demonstration "Stop Trident", Hyde Park
                   Corner, London (UK)19.03.16: Konferenz über die
                   gesundheitlichen Auswirkungen von Atomkatastrophen
                   und den Weg zu erneuerbarer Energie, Sprecher*innen
                   aus verschiedenen Ländern, Mechanics Institute in
                   Manchester (UK)
30.03.16:          Konferenz über die (Nicht-)Nuklearisierung des
                   Nahen Ostens in Clermont-Ferrand (F)
15.04.16-16.04.16: internationale wissenschaftliche Konferenz "Der
                   Unfall von Tschernobyl und die Gesellschaft: 30
                   Jahre nach der Katastrophe" in Minsk (BY)
05.04.16:          internationale Anti-Atom-Konferenz in Prag (CZ)
22.04.16-01.05.16: Aktionswoche "Reclaim The Cape" in Pyhäjoki (FIN)
10.05.16-12.05.16: Jahrestagung der deutschen Atomlobby "Jahrestagung
                   Kerntechnik 2016" im CCH - Congress Center Hamburg
                   in Hamburg (D)
17.05.16-19.05.16: gesundheitliche Auswirkungen von Tschernobyl:
                   Voraussagen und tatsächliche Daten 30 Jahre nach
                   dem Unfall, Obninsk (RUS)
August 2016:       Walkatjurra Walkabout (AUS)


http://www.nuclear-heritage.net/index.php/5_years_Fukushima_disaster_%26_30_years_Chernobyl_disaster_remembrance_2016
https://www.facebook.com/events/160801110932716/
http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Finland:_Reclaim_The_Cape_action_week
http://radiation-and-risk.com/index.php/en/info-letter


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16. Was sind die NukeNews?
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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newslettersystem des Nuclear
Heritage Network. Sie spiegeln die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der
Anti-Atom-Aktivist*innen wider, die durch diese internationale
Community miteinander vernetzt sind. Die Nachrichten werden von
Aktivist*innen zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten
geschrieben und übersetzt. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen
als auch die interessierte Öffentlichkeit informieren und auf dem
Laufenden halten.

Deine Beiträge zu den NukeNews sind willkommen! Sende sie per E-Mail
an "news AT NukeNews DOT nuclear-heritage DOT net". Der Text sollte
sehr kurz und in Englisch verfasst sein. Bitte mach es nicht länger
als einen Absatz. Wir brauchen eine präzise Überschrift für deinen
Artikel; du kannst auch einen Link zu weiteren Informationen anfügen.
Die Deadline für die 21. Ausgabe der NukeNews ist der 24. April 2016.

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