PR:ATOMIC BALTIC-Netzwerk: Anti-Atom-Kämpfe im Ostseeraum zusammen bringen

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Medieninformation
Montag, 16. Dezember 2013
- zur sofortigen Veröffentlichung -


ATOMIC BALTIC-Netzwerk:

Anti-Atom-Kämpfe im Ostseeraum zusammen bringen

OSTSEE/Döbeln Das "Atomgefahren im Ostseeraum" (ATOMIC BALTIC)-Netzwerk/Projekt bringt Anti-Atom-Initiativen rund um die Ostsee zusammen. Das Projekt stellt Möglichkeiten zum Organisieren von Protesten gegen die Neubaupläne von Atomkraftwerken (AKW) bereit und stärkt durch den Austausch in dem neuen Netzwerk die Anti-Atom-Kämpfe rund um die Ostsee. Künstler*innen, Campaigner*innen und Aktivist*innen stehen in Austausch, um einander zu unterstützen und sich gegenseitig zu effektiveren Aktionen zu inspirieren.

Vom 8. bis 14. Dezember fand das zweite Arbeitstreffen des Projekts in Döbeln, Sachsen, statt. Hier setzten die Beteiligten ihre Nachforschungen zu den Atomanlagen im Ostseeraum fort. Das Ergebnis wird ein Nachschlagewerk, das einen knappen Überblick zu jeder dieser Anlagen, einschließlich Kontakten zu aktiven Anti-Atom-Gruppen und Links sowohl zu den Webseiten der Kritiker*innen als auch der Betreiber*innen, bereit stellen wird. Andere Projektaktivitäten umfassen Publikationen und die Verbreitung von Informationen, Netzwerktreffen, Straßenaktionen, öffentliche Diskussionen, Protestaktionen und Ausstellungen.

Das ATOMIC BALTIC-Netzwerk/Projekt ist ein Versuch lokale, regionale und internationale Initiativen, Organisationen und Individuen im Kampf gegen atomare Entwicklungen überall rund um die Ostsee zu vereinen. Es ist eine direkte Antwort auf die aktuelle Situation in der Region. Die Ostsee ist das am meisten radioaktiv belastete Meer der Welt. Dies war die Schlussfolgerung eines bereits 2007 von der HELSINKI KOMMISSION - einer zwischenstaatlichen Organisation der Länder rund um die Ostsee - veröffentlichten Berichts. Deren Untersuchungen zeigten, dass der Gehalt an menschgemachten Radionukliden in diesem höher als in jeglichem anderen Wasserkörper der Welt ist. Verglichen mit dem Nordost-Atlantik und der Nordsee seien die Konzentrationen von Cäsium-137 in der Ostsee 40 bzw. 10mal höher.

Ein weiterer Grund sind die AKW-Neubaupläne in mehreren Ländern. Nur ein Beispiel ist das finnische "Hanhikivi Cape", ein ökologisch wertvolles und naturgeschütztes Gebiet, das von Fennovoima ausgewählt wurde, um ein weiteres Atomkraftwerk zu bauen. Nachdem vereinte Protesten in Finnland und BRD den deutschen Atomkonzern EON gezwungen haben das Vorhaben zu verlassen, ist der russische Staatskonzern Rosatom auf den Zug aufgesprungen. Verschiedene Organisationen und Initiativen in Schweden, Russland, BRD, Finnland und weiteren Ländern arrangieren in der Zwischenzeit Kampagnen, um dem Neubauprojekt der Atomindustrie den Todesstoß zu versetzen.

"Besorgte Menschen rund um die Ostsee fordern die atomkraftbefürwortenden Politiker*innen und die Atomindustrie heraus. Verbündet in internationalen Netzwerken werden wir die Atomlobby daran hindern weiter unsere Gesundheit, die Umwelt und zukünftige Generationen zu bedrohen", sagt Falk Beyer, einer der Campaigner im ATOMIC BALTIC-Netzwerk/Projekt. "Die Atomwirtschaft operiert global - der Widerstand gegen ihr tödliches Geschäft wird ebenfalls internationaler. Zukünftig können Anti-Atom-Aktivist*innen ihr Wissen und Ressourcen international teilen und müssen keine doppelte Arbeit mehr machen. Kampagnen und Aktionen werden ihre Wirkungen in koordinierten Aktivitäten vervielfachen und Druck auf die Atomlobby mehr als nur regional ausüben. Jede kleine lokale Gruppe kann vor Ort die internationalen Kämpfe, z.B. durch die Organisation von Informationsveranstaltungen und Straßenaktionen, unterstützen."

Das Projekt startete im August 2013 und wird bis mindestens Ende 2014 fortgesetzt. Ein Überblick von Projekten, Veranstaltungen und Kampagnen ist auf der Internetseite des ATOMIC BALTIC-Netzwerk/Projekts zusammen gestellt: http://atomicbaltic.nuclear-heritage.net


Für die Redaktion:
Sie können uns gern unter Festnetz +49 3431 5894177 oder E-Mail "media AT nuclear-heritage.net"[1] kontaktieren, falls Sie Fragen haben, für O-Töne, Hintergrundinformationen und um Bildmaterial anzufordern. Sie können auch einen Blick auf die Internetseite des Projekts "Atomic Threats In The Baltic Sea Region" werfen: http://atomicbaltic.nuclear-heritage.net


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Am Bärental 6
D-04720 Döbeln
GERMANY

Website: http://nuclear-heritage.net
E-Mail: contact AT nuclear-heritage.net[1]

Telefon: +49 3431 5894177

Skype: projekthaus.mannsdorf
(verfügbar nur während der Öffnungszeiten)

Jabber/XMPP: network.office - Domain: jabber.ccc.de
(verfügbar nur während der Öffnungszeiten)

Öffnungszeiten: Mittwochs 14-16 Uhr MEZ (Mitteleuropäische Zeit)


Diese Medieninformation wurde vom "Nuclear Heritage Network" bereit gestellt. Es ist ein internationales Netzwerk von Anti-Atom-Aktivist*innen. Dieser informelle Zusammenschluss unterstützt weltweite Anti-Atom-Arbeit. Das Nuclear Heritage Network ist kein Label, hat keine Einheitsmeinung und keine Stellvertreter*innen. Alle Aktivist*innen sprechen für sich selbst oder für die Gruppen, die sie repräsentieren.


  1. Zum Schutz vor automatischen Mailadressen-Robots, die nach Adressen suchen und diese dann mit Spam-Mails überfluten, ist diese Mailadresse für diese Robots unleserlich formatiert. Um eine korrekte Mailadresse zu erhalten muss ÄTT durch das @-Symbol ersetzt werden.

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