PR:Atomgefahren im Ostseeraum

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Presseinformation
Montag, 13. Oktober 2014

Ausstellungseröffnung:

Atomgefahren im Ostseeraum

Döbeln - Am Samstag, den 18. Oktober wird im Café Courage, Bahnhofstr. 56, um 16 Uhr mit einer Vernissage die Foto-Ausstellung "Atomgefahren im Ostseeraum" eröffnet. Die Bilder machen eine Reise 12.000 Kilometer rund um die Ostsee, und stoppen an 15 Orten der radioaktiven Gefährdung des Ostseeraums. Zu sehen sind Atomanlagen und bunte Proteste in neun Ländern. Die Ausstellung wird noch bis zum 9. November im Café Courage zu sehen sein.

Die Ostsee ist infolge des minimalen Wasseraustausches mit dem Atlantik eines der am radioaktivsten belasteten Meere der Welt. Tschernobyl, Atomwaffentests und die Wiederaufbereitungsanlage Sellafield waren die größten Verschmutzer in der Vergangenheit. Heute sind vor allem die vielen sogenannten "zivilen" Atomanlagen für die fortgesetzte Verschmutzung durch die Freisetzung großer Mengen Radionuklide verantwortlich. Mehrere Regierungen im Wassereinzugsgebiet der Ostsee wollen diese radioaktive Kontamination der Region noch verstärken, wenn sie neue Uranabbaue, Atommülllager und Reaktorprojekte vorantreiben. Bis heute waren hier mehr als 60 Atomanlagen in Betrieb, laufen noch oder sollen demnächst errichtet werden.

Das Wasser verbindet die Gesellschaften im Wassereinzugsgebiet der Ostsee und macht sie zu engen Nachbarn - selbst wenn einige von ihnen mehr als Tausend Kilometer voneinander entfernt liegen. Es umfasst die Hauptflächen von sieben Ländern: Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen und Polen. Russland, BRD und Belarus stellen weitere Gebiete des Wassereinzugsgebiets dieses Meeres. Die Ostsee ist nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle für Millionen Menschen, sondern auch ein bedeutendes Erholungsgebiet für viele weitere - und sie ist das Transportmittel für giftige Immissionen aus mehr als 60 Atomanlagen, die Schadstoffe an Luft und Wasser abgeben. Somit verbindet die Ostsee Bedürfnisse und Interessen von menschlichen Zivilisationen aus einem großen Gebiet und formt damit eine einmalige Gemeinschaft.

Die Veranstaltung soll das Bewusstsein für die Risiken, denen Menschen und Umwelt durch die Atomkraft rund um die Ostsee ausgesetzt sind, erhöhen. Sie wird einen Überblick liefern und bietet detailliertere Einblicke zu konkreten Anlagen. Außerdem wird ein Eindruck von den Anti-Atom-Bewegungen in der Ostsee-Region verschafft. "Atomgefahren im Ostseeraum" wurde mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm JUGEND IN AKTION finanziert. Der Inhalt dieses Projektes gibt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Union oder der Nationalagentur JUGEND für Europa wieder und sie übernehmen dafür keine Haftung.

Diese Veranstaltung ist Teil einer Reihe von ökologischen und sozialpolitischen Informationsabenden und Seminaren, die 2014 vom Projekhaus in Kooperation mit verschiedenen Veranstaltern organisiert werden. In diesem Zusammenhang findet mit dem Dokumentarfilm "Unser gemeinsamer Widerstand" zur bunten Geschichte der Anti-Atom-Proteste in der BRD eine letzte Veranstaltung am 13. November um 20 Uhr im Café Courage statt.

Das Projekthaus Döbeln in Mannsdorf stellt Vereinen und Projekten ein Dach und Raum für Hintergrundarbeit, Kampagnen und Veranstaltungen zur Verfügung. Hier gibt es derzeit ein Projektbüro, die Redaktion des "grünen blatts", Seminarräumlichkeiten, das Archivprojekt "ZWISCHENLAGER für Politik und Geschichte", einen Ökogarten und verschiedene Werkstätten. Im Projekthaus können Interessierte zu (umwelt-)politischen Themen recherchieren, Publikationen erstellen und produzieren und öffentliche Aktivitäten organisieren.


An die Redaktion: Sie sind herzlich eingeladen, unsere Veranstaltung anzukündigen, selbst teilzunehmen und uns auch zwecks O-Tönen anzusprechen. Sie erreichen uns telefonisch unter 03431/5894177 oder per E-Mail an projekthaus AT jugend-umweltbuero DOT info[1].


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Projekthaus
Am Bärental 6
D-04720 Döbeln

E-Mail: projekthaus AT jugend-umweltbuero DOT info[1]
Internet: http://projekthaus-doebeln.info
Fon: +49 34 31-589 41 77

Fax: +49 911 30844 77076


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