PR:Dreifache Atommüll-Bedrohung für Ahaus und Gronau

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Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
BI "Kein Atommüll in Ahaus"
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Gronau/Ahaus/Münster, 27. Juli 2016


Dreifache Atommüll-Bedrohung für Ahaus und Gronau:

"Münsterland darf nicht zur Atommüllkippe werden"

Atomkraftgegner schreiben an NRW-Landesregierung

Die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen sind sehr besorgt: Neben der aktuell erteilten Genehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz zur Einlagerung der 152 Castoren mit hochradioaktiven Brennelementekugeln aus dem Forschungszentrum Jülich ins Atommülllager Ahaus drohen ab 2018 zusätzliche Castor-Transporte aus dem Forschungsreaktor Garching bei München. Und dem benachbarten Gronau droht nach Angaben der NRW-Landesregierung noch in diesem Jahr die Inbetriebnahme eines neuen – zeitlich unbefristeten – Atommülllagers für 60 000 t Uranoxid an der Urananreicherungsanlage Gronau.

"Das ist für das Münsterland eine dreifache Atommüll-Bedrohung. Wir befürchten, dass die Region dauerhaft zu einer Atommüllkippe wird, da weder für die hochradioaktiven Brennelemente aus Jülich und Garching noch für den Atommüll aus der Urananreicherung eine langfristige Entsorgungsmöglichkeit existiert – wir fordern von der NRW-Landesregierung, sowohl die Einlagerung der Castoren wie auch die Inbetriebnahme des Dauerlagers für Uranmüll in Gronau zu verhindern," so Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).


NRW-Wirtschafts- und Atomminister Duin in der Kritik

In diesem Zusammenhang haben die Münsterländer Anti-Atom-Initiativen mit Nachdruck den zuständigen Atomminister in Düsseldorf, Garrelt Duin (SPD), zu Gesprächen nach Gronau und Ahaus eingeladen, um die Atommüllpolitik der NRW-Landesregierung vor Ort zu erklären. Bislang hatte die NRW-Landesregierung z. B. Castor-Transporte von einem Zwischenlager in ein anderes strikt abgelehnt und nur noch einen einzigen Transport, nämlich in ein Endlager, gefordert. Duin war auch Mitglied in der Endlagerkommission des Bundes und konnte sich dort von der ungelösten Entsorgungsfrage für Atommüll aus erster Hand überzeugen. Eine erste – terminlich offene – Einladung nach Gronau hatte der Minister vor wenigen Tagen "aus Termingründen" abgelehnt.

"Es geht nicht an, eine Region mit Atommüll förmlich zu überfluten, diesen vor Ort z. T. sogar zeitlich unbefristet lagern zu wollen, und sich dann nicht einmal dem Gespräch mit den Betroffenen zu stellen. Wenn der Atommüll erstmal in der Region ist, werden Generationen von Menschen hier damit leben müssen. Minister Duin ist der verantwortliche NRW-Minister und muss nun handeln. Oder ist das Münsterland so weit von Düsseldorf entfernt, dass die Atommülllagerung in Ahaus und Gronau in der NRW-Landesregierung niemand interessiert," fragt Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus", Heiner Möllers, ist noch aus einem anderen Grund äußerst besorgt: "Derzeit werden wir ständig vor einer wachsenden Terrorgefahr gewarnt, aber dem Jülicher Forschungszentrum und dem Bundesamt für Strahlenschutz fällt nichts besseres ein, als 152 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll auf eine lange und gefährliche Reise quer durch das Rheinland, das Ruhrgebiet und das Münsterland zu schicken – ohne jeglichen Gewinn bei der langfristigen Entsorgung. Welcher Polizei-Einsatzleiter möchte so einen Transport verantworten, welcher Innenminister dafür geradestehen? Diese Atommüll-Pläne sind blanker Wahnsinn und müssen sofort gestoppt werden."


30./31. Juli: FriedensFahrradtour nach Gronau und Ahaus

Bereits am jetzigen Wochenende gibt es neue Proteste in Gronau und Ahaus. Eine FriedensFahrradtour der DFG-VK wird am Samstag, 30. Juli, von Münster aus kommendgegen 18 Uhr an der Urananreicherungsanlage Gronau ankommen und eine kleine Kundgebung durchführen. Am Sonntag, 31. Juli, wird die Tourgegen 11.30 Uhr am Zwischenlager Ahaus einen Stopp einlegen, um gegen die unverantwortliche Atompolitik in NRW zu demonstrieren. Die Tour führt dannweiter nach Köln. Aktuelle Infos dazu:

Die Anti-Atomkraft-Initiativen kündigen weitere Proteste an.

Weitere Infos:



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