PR:Infoveranstaltung Sicherheitsrisiko Morsleben

From Nuclear Heritage
Jump to: navigation, search

Presseinformation
4. Juni 2012


Infoveranstaltung am Dienstag

Sicherheitsrisiko Morsleben

Döbeln Am Dienstag, den 5. Juni 2012 laden Greenkids e.V. und Grüne Toleranz um 18 Uhr im Rahmen der Ausstellung "Morsleben - Geschichte eines umstrittenen Atomprojekts" zur Infoveranstaltung "Sicherheitsrisiko Morsleben" ins Café Courage, Bahnhofstr. 56 ein. Henning Garbers und Stefanie Schlensog von der Morsleben-Kampagne aus Braunschweig kommen nach Döbeln, um über die katastrophale Sicherheitslage im Atommülllager zu berichten.

Der Infoabend zum "Sicherheitsrisiko Morsleben" bietet Grundlagenwissen zur Geschichte des ERAM (Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben), Genehmigungsverfahren, Widerstand, Gerichtsprozessen und Sicherheitsproblemen und informiert über das Stilllegungskonzept des Betreibers, der den gefährlichen Atommüll in dem Bergwerk lassen will, wo er Wassereinbrüchen, Einstürzen und der Freisetzung des radioaktiven Inventars ausgesetzt ist.

"Wasserzuflüsse und Einsturzgefahr im Morslebener Salzstock waren seit Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre gutachterlich dokumentiert. Entgegen besseren Wissens wurde Morsleben zum zentralen Atommüllendlager der DDR gemacht", erklärt Henning Garbers von der Morsleben-Kampagne. "An anderen Standorten, Schacht Konrad und Gorleben, wiederholt sich die Geschichte."

Die Infoveranstaltung durch zwei Dokumentarfilme abgerundet, die ab 20 Uhr im Rahmen eines Kinofilmabends im Café Courage gezeigt werden. Die erste Dokumentation wurde 1995 von Greenkids e.V. produziert und bildet den frühen Widerstand der Jugend-Umweltorganisation gegen das ERAM ab. Es folgt ein zweiter Dokumentarfilm zur Einsturzgefahr in Morsleben, der vom Betreiber des Atommülllagers, dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), produziert wurde und die zuvor diskutierten Sicherheitsprobleme hervorhebt.

"Sicherheitsrisiko Morsleben" ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung "Morsleben - Geschichte eines umstrittenen Atomprojekts", die vom 1. bis 30. Juni im Café Courage zu besichtigen ist. In den nächsten Wochen folgen der Filmabend "Into Eternity" (12.6.), die Infoveranstaltung "Atommüll-Desaster in der BRD" (19.6.) und der historische Diavortrag "Einblicke in die Tiefen eines Endlagers" (30.6.).

Morsleben ist ein maroder Salzstock in Sachsen-Anhalt nahe der früheren innerdeutschen Grenze. Seit dem Beginn der 1970er Jahre wird er für die Beseitigung von radioaktiven Abfällen genutzt. Ein Großteil des niedrig- und mittelradioaktiven Atommülls der westdeutschen Atomanlagen wurde bis 1998 hier eingelagert. Etwa 37.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle befinden sich heute zusammen mit über 6.000 Strahlenquellen und weiteren als "zwischengelagert" definierten hochradioaktiven Stoffen in dem alten Kali- und Steinsalzbergwerk, das um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert errichtet wurde.

Für die Redaktion:
Gern steht Falk Beyer von Greenkids e.V. für Hintergrundgespräche bereit. Diese lassen sich mit einem Besuch des Morsleben-Archivs im Projekthaus verbinden. Sowohl umfassende Informationen, Einblicke in Stasi-Dokumente zum Atommülllager als auch Bildmaterial können wir Ihnen zur Verfügung stellen. Wir bitten Sie über die Ausstellung und das Rahmenprogramm zu berichten und heißen Sie gern als Gäste willkommen. Telefonische Rücksprachen und Terminvereinbarungen sind unter 03431/5894170 oder per E-Mail an presse AT greenkids.de[1] möglich.


--

Greenkids e.V.

Postanschrift:
Postfach 32 01 19
39040 Magdeburg

Hausanschrift:
Herrenkrug 2
39114 Magdeburg

Projekthaus Mannsdorf
Am Bärental 6
D-04720 Ebersbach OT Mannsdorf

E-Mail: mail AT greenkids.de[1]
Internet: http://greenkids.de
Fon: +49 34 31-589 412 70
Fax: +49 911 30844 77076

Bankverbindung
Kontonummer: 1101 740 600
Bankleitzahl: 430 609 67
Kreditinstitut: GLS Bank
BIC: GENO DE M 1 GLS

IBAN: DE75 4306 0967 1101 7406 00


  1. For protection against automatical email address robots searching for addresses to send spam to them this email address has been made unreadable for them. To get a correct mail address you have to displace "AT" by the @-symbol.

Personal tools
Emergency Alert