PR:Uranfabriken: Massive Kritik an Bundestagsbeschluss / Karfreitag wieder Ostermarsch zur Gronauer Uranfabrik

From Nuclear Heritage
Jump to: navigation, search

BBU-Pressemitteilung, 15.03.2019


Uranfabriken: Massive Kritik an Bundestagsbeschluss / Karfreitag wieder Ostermarsch zur Gronauer Uranfabrik

(Berlin, Düsseldorf, Hannover, Bonn, 15.03.2019) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) kritisiert massiv den Bundestagsbeschluss, dass die umstrittenen Uranfabriken in Gronau und Lingen unbefristet weiter laufen sollen. Am Donnerstag (14. März 2019) hat eine große Mehrheit der Bundestagsabgeordneten Stilllegungsanträge der Linksfraktion sowie der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen abgelehnt.

Nach Auffassung des BBU ist der unbefristete Betrieb der Uranfabriken unverantwortlich und nicht hinnehmbar. „Die Anti-Atomkraft-Bewegung wird nicht tatenlos zusehen, wie in Gronau und Lingen weiterhin Nuklearbrennstoffe für Atomkraftwerke in aller Welt, aber auch in großen Mengen Atommüll, produziert werden“, so das Gronauer BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz in einer aktuellen Pressemitteilung des BBU.

Ebenso wie Atomkraftwerke sind auch Uranfabriken mit verschiedensten Gefahren behaftet. Die Anlagen in Gronau und Lingen arbeiten beide mit der hochgefährlichen Substanz Uranhexafluorid. Beide Anlagen sind nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert und in Gronau wird Atommüll in Containern unter dem freien Himmel gelagert. Ende 2018 sorgte die Brennelementefabrik in Lingen für Sorgen und Aufsehen, weil es dort einen Brand gegeben hat. In dessen Folge wurde die ganze Anlage für zwei Monate stillgelegt.

Mit ihrem Abstimmungsverhalten im Bundestag sind die Abgeordneten der Großen Koalition von CDU/CSU und SPD ihrer ehemaligen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in den Rücken gefallen. Gutachten, die noch während ihrer Amtszeit in Auftrag gegeben wurden, belegen, dass durchaus die rechtliche Möglichkeit besteht, den Uranfabriken die Betriebsgenehmigung zu entziehen.

Die Anti-Atomkraft-Bewegung wird sich weiterhin mit Nachdruck für die Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage und der Brennelementefabrik in Lingen einsetzen. Schon jetzt rufen u. a. der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und der BBU zur Teilnahme an einem Ostermarsch auf, der Karfreitag (19.4.19) wieder vom Gronauer Bahnhof zur Urananreicherungsanlage führen wird. Auftakt ist um 13 Uhr am Bahnhof. Zuvor treffen sich bereits am 7. April traditionell Anti-Atomkraft-Initiativen aus verschiedenen Orten zum monatlichen Sonntagsspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage. Und in Lingen wird weiterhin mit der „Lingen-Resolution“ die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik und des AKW Emsland gefordert. Mit dem Elternverein Restrisiko Emsland, weiteren Initiativen aus dem Weser-Ems-Bereich und der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPNW) haben bereits mehr als 350 Initiativen und Verbände die Resolution unterschrieben.

Bei ihren Protesten vernetzt sich die Anti-Atomkraft-Bewegung auch weiterhin international. „Wir setzen uns grenzüberschreitend auch für die Stilllegung der niederländischen Urananreicherungsanlage ein und arbeiten auch gemeinsam mit belgischen Anti-Atomkraft-Initiativen, um die Stilllegung der belgischen AKW zu erreichen“, so Udo Buchholz.


Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, BLZ 37050198, Kontonummer: 19002666 (IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33).

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter http://www.bbu-online.de; telefonisch unter +49 228-214032. Die Facebook-Adresse lautet http://www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V.
Prinz-Albert-Straße 55
53113 Bonn
+49 228-214032
http://www.bbu-online.de   
BBU-Bonn AT t-online DOT de[1]
http://www.facebook.com/BBU72
Anerkannt nach § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz (UmwRG)
Spendenkonto: Sparkasse Bonn, BLZ 37050198, Kontonr.: 1900.2666
IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33
BBU-Aufnahmeantrag: http://www.bbu-online.de/html/antrag.htm 


  1. For protection against automatic email address robots searching for addresses to send spam to them this email address has been made unreadable for them. To get a correct mail address you have to displace "AT" by the @-symbol and "DOT" by the dot-character (".").

Personal tools
Emergency Alert