Gorleben Castor Resistance in Germany 2011/indymedia article translation

From Nuclear Heritage
(Difference between revisions)
Jump to: navigation, search
m (radiation limit at interim storage Gorleben nearly reached)
(+cat)
 
(13 intermediate revisions by 4 users not shown)
Line 1: Line 1:
 +
{{Translations}}
 +
{{translate|de-en}}
 +
 
'''[[Gorleben Castor Resistance in Germany 2011|« back to Gorleben Castor Resistance in Germany 2011]]'''
 
'''[[Gorleben Castor Resistance in Germany 2011|« back to Gorleben Castor Resistance in Germany 2011]]'''
 
Note: The translation is not finished yet. If you want to help, you can do so by editing this wiki page.
 
<!-- the original text and remarks are put into these brackets -->
 
 
  
 
<!-- bad translation of the title... -->
 
<!-- bad translation of the title... -->
Line 10: Line 9:
 
<!-- Voraussichtlich zwischen dem 25. und 28. November wird wieder ein Castortransport, aus dem französischen La Hague, ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben rollen. Mit dem vorläufigen Aus der Laufzeitverlängerung und der Abschaltung einzelner AKWs, tat die Bundesregierung nach dem Super GAU in Fukushima für ihre Verhältnisse viel, um die erstarkte Anti-AKW-Bewegung zu befrieden. Deutschland stehe vor der „Energiewende“, schallt uns in den Nachrichten und der Werbung für Stromversorger entgegen. Dieser Artikel erläutert politische Hintergründe, für den seit Jahrzehnten und auch heute nicht abflauenden Widerstand im Wendland. Darüberhinaus ein Überblick, über mögliche Aktionsformen und notwendige Informationen zu Repressionsschutz. -->
 
<!-- Voraussichtlich zwischen dem 25. und 28. November wird wieder ein Castortransport, aus dem französischen La Hague, ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben rollen. Mit dem vorläufigen Aus der Laufzeitverlängerung und der Abschaltung einzelner AKWs, tat die Bundesregierung nach dem Super GAU in Fukushima für ihre Verhältnisse viel, um die erstarkte Anti-AKW-Bewegung zu befrieden. Deutschland stehe vor der „Energiewende“, schallt uns in den Nachrichten und der Werbung für Stromversorger entgegen. Dieser Artikel erläutert politische Hintergründe, für den seit Jahrzehnten und auch heute nicht abflauenden Widerstand im Wendland. Darüberhinaus ein Überblick, über mögliche Aktionsformen und notwendige Informationen zu Repressionsschutz. -->
  
Probably between 25 and 28 November 2011 another Castor transport with nuclear waste will be shipped from [[Materials#Other Sites|La Hague]], France to the Lower Saxonian intermediate storage [[Materials#Final Disposal Sites|Gorleben]], Germany. With a preliminary end of the nuclear power plant lifetime extension and the shutdown of some NPPs, the German Federal Government, by their standards, did quite a lot to pacify the [[Anti-nuclear Movement in Germany|German anti-nuclear movement]] that regained strength after the [[Nuclear Disaster in Japan|nuclear disaster in Fukushima]]. Germany is facing a energy turnaround say the news and the advertisements for the energy suppliers. This article explains the political backgrounds of the resistance in the Wendland region that doesn't calm down since decades, neither today. In addition, there will be and overview about possible forms of activism and necessary information about legal protection.
+
Probably between 25 and 28 November 2011 another [[Castor]] transport with nuclear waste will be shipped from [[La Hague]], France to the Lower Saxonian intermediate storage [[Materials#Final Disposal Sites|Gorleben]], Germany. With a preliminary end of the nuclear power plant lifetime extension and the shutdown of some [[NPP]]s, the German Federal Government, by their standards, did quite a lot to pacify the [[Anti-nuclear Movement in Germany|German anti-nuclear movement]] that regained strength after the [[Nuclear Disaster in Japan|nuclear disaster in Fukushima]]. Germany is facing a energy turnaround say the news and the advertisements for the energy suppliers. This article explains the political backgrounds of the resistance in the Wendland region that doesn't calm down since decades, neither today. In addition, there will be and overview about possible forms of activism and necessary information about legal protection.
  
 
=== Political Backgrounds of the Anti-Castor Protests ===
 
=== Political Backgrounds of the Anti-Castor Protests ===
Line 16: Line 15:
 
Wenn Ende November der Castortransport nach Gorleben rollt, werden sich ihm unterschiedlichste Menschen entgegenstellen. Castortransporte ins Wendland haben sich über die letzten Jahrzehnte zu den größten Kristalisationspunkten der Anti-Atom-Bewegung weltweit entwickelt. Sie sind der Ort, wo Atompolitik am leichtesten angreifbar ist, vor allem auch wegen der tiefen Verwurzelung der Protestbewegung im Wendland. Beinahe die gesamte Bevölkerung, Alt und Jung, unterstützt die Bewegung. Der Mangel an Dogmatismus ist eine große Stärke des Widerstandes. Er ist auch eine gute Möglichkeit, den Fokus auf Bereiche der Anti-Atompolitik zu lenken, die nicht direkt mit Gorleben zusammen hängen und sich schwerer angreifen lassen als der Castortransport. Dieser erste Abschnitt erläutert Beweggründe für die Proteste gegen Castortransporte. Sollten wichtige Aspekte vergessen worden sein, einfach ergänzen. -->
 
Wenn Ende November der Castortransport nach Gorleben rollt, werden sich ihm unterschiedlichste Menschen entgegenstellen. Castortransporte ins Wendland haben sich über die letzten Jahrzehnte zu den größten Kristalisationspunkten der Anti-Atom-Bewegung weltweit entwickelt. Sie sind der Ort, wo Atompolitik am leichtesten angreifbar ist, vor allem auch wegen der tiefen Verwurzelung der Protestbewegung im Wendland. Beinahe die gesamte Bevölkerung, Alt und Jung, unterstützt die Bewegung. Der Mangel an Dogmatismus ist eine große Stärke des Widerstandes. Er ist auch eine gute Möglichkeit, den Fokus auf Bereiche der Anti-Atompolitik zu lenken, die nicht direkt mit Gorleben zusammen hängen und sich schwerer angreifen lassen als der Castortransport. Dieser erste Abschnitt erläutert Beweggründe für die Proteste gegen Castortransporte. Sollten wichtige Aspekte vergessen worden sein, einfach ergänzen. -->
  
When the Castor transport is shipped to Gorleben, different kinds of people will stand up against it. Over the last decades, nuclear transports to the Wendland region have turned into the biggest focal point of the anti-nuclear movement worldwide. They are the place where nuclear policy is most easily targetable, particularly because of the deep entrenchment of the protest movement in the Wendland region. Nearly the whole population, young and old, supports the movement. The lack of dogmatism is a very strong point of the resistance. It is also a good opportunity to draw attention to parts of anti-nulear politics that are not directly connected to Gorleben and are harder to attack than the Castor transport.
+
When the Castor transport is shipped to [[Gorleben]], different kinds of people will stand up against it. Over the last decades, nuclear transports to the Wendland region have turned into the biggest focal point of the anti-nuclear movement worldwide. They are the place where nuclear policy is most easily targetable, particularly because of the deep entrenchment of the protest movement in the Wendland region. Nearly the whole population, young and old, supports the movement. The lack of dogmatism is a very strong point of the resistance. It is also a good opportunity to draw attention to parts of anti-nulear politics that are not directly connected to Gorleben and are harder to attack than the Castor transport.
  
 
==== Uranium Mining, NPPS and "Reprocessing" ====
 
==== Uranium Mining, NPPS and "Reprocessing" ====
 
<!-- Uranabbau, AKWs und „Wiederaufbereitung“
 
<!-- Uranabbau, AKWs und „Wiederaufbereitung“
Dafür, dass Kernkraftwerke Energie und Abfall produzieren können ist zunächst ein Rohstoff nötig – Uran. Kanada und Australien fördern die größten Mengen Uranerz, gefolgt von Kasachstan, Russland, Niger und Namibia. Gerade die Urangewinnung stellt ein gravierendes soziales-, gesundheitliches- und ökologisches Problem dar. Beim Uranabbau entstehen riesige Schutthalden aus denen u.A. Radon und CO2 entweicht. Das Sickerwasser und damit die Umgebung wird radioaktiv verseucht. Zum Teil werden Indigena für den Uranabbau aus ihrem Gebiet verdrängt. Zwischen Uranabbau und dem Einsatz im AKW sind viele Prozesse notwendig, die ihrerseits auch wieder massive Gefahren mit sich bringen. Genannt seien die Urananreicherung (Eine Anlage besteht z.B. im westfälischen Gronau.), Urantransporte und die Produktion von Brennelementen. Nur ein geringer Teil des Urans, der in die Produktion geht, kann später als Kernbrennstoff verwendet werden. Zurück bleiben eine Unmenge an radioaktiven und toxischen Abfallprodukten, die meist im Land bleiben, wo das Uranerz abgebaut wurde und dort große Gebiete verseuchen. Doch nun können Kernkraftwerke mit Brennstäben beliefert werden. In jedem AKW findet sich ein radioaktives Inventar, das ausreicht, um große Landstriche für alle Zeit unbewohnbar zu machen. Welche Ausmaße eine Freisetzung des radioaktiven Inventars für Mensch und Tier hat, ist spätestens seit Tschernobyl allgemein bekannt. Fukushima hat nun auch für die Allgemeinheit bewiesen, dass das „Restrisiko“ nicht nur bei maroden Ostblock-Reaktoren existiert. Das Risiko eines Super GAUs ist zwar relativ gering, aber bei der Menge an AKWs, die auf der Welt bestehen, ist es dann doch nicht so unwahrscheinlich, dass das „Restrisiko“ hinundwieder zeigt, dass es existiert. Und jeder einzelne Super GAU hat solch weitreichende Folgen, dass selbst das relativ geringe „Restrisiko“ zu hoch ist. Neben der Gefahr eines Super GAUs führt auch der Normalbetrieb eines AKWs zu einem erhöhten Krebsrisiko in der Umgebung. Kernkraftwerke dürfen in einem bestimmten Umfang radioaktive Substanzen freisetzen. Die Grenzwerte sind im Vergleich zum Super GAU relativ niedrig angesetzt, können aber nicht sicherstellen, dass niemand erkrankt. Ist es relativ gut erforscht, was große Mengen an Radioaktivität im Körper anrichten, ist es noch Forschungsgegenstand wie sich „Niedrigstrahlung“ auf den menschlichen Organismus auswirkt. Unumstritten ist jedoch, dass jede noch so kleine ionisierende Strahlung Krebs auslösen kann. Gestritten wird darüber, wie häufig das geschieht. Zu dem Risiko der Verstrahlung durch Unfall und Normalbetrieb wird in AKWs noch eine Menge Müll produziert. Abgebrannte hochradioaktive Brennelemente werden häufig in eine „Wiederaufbereitungsanlage“ (bzw. Plutoniumfabrik), wie die in La Hague transportiert. Hier wird aus abgebranntem Kernbrennstoff wieder Plutonium gewonnen. Was auf dem ersten Blick wie Recycling aussieht, führt in der Praxis zu viel mehr Müll als vorher. Teilweise dürfen radioaktive Abfallprodukte einfach ins Meer geleitet werden. Das gewonnene Plutonium kann für Kernwaffen und AKWs verwendet werden. AKWs nutzen allerdings wiederaufbereitetes Plutonium ungern, weil es den Reaktor verschmutzt. Bleibt noch die militärische Nutzung. Die Abfallprodukte werden zum Abkühlen in Zwischenlager (wie die „Kartoffelscheune“ in Gorleben) gebracht und sollen danach in ein Endlager kommen, in dem es für alle Zeiten sicher von der Umwelt abgeschottet werden soll. Sofern ein solches Endlager jemals existieren wird. Bis dahin werden ungeheure Mengen an Müll produziert, von denen niemand weiß wohin damit. Und bei den Kosten, die Mensch und Umwelt davon trägt, wird Kernkraft immernoch als günstige Energiegewinnung verkauft. Manchmal sogar als Klimaretter, weil der CO2-Ausstoß auf den Uranabbau, der sowieso kaum ein Thema ist, beschränkt bleibt.
+
Dafür, dass Kernkraftwerke Energie und Abfall produzieren können ist zunächst ein Rohstoff nötig – Uran. Kanada und Australien fördern die größten Mengen Uranerz, gefolgt von Kasachstan, Russland, Niger und Namibia. Gerade die Urangewinnung stellt ein gravierendes soziales-, gesundheitliches- und ökologisches Problem dar. Beim Uranabbau entstehen riesige Schutthalden aus denen u.A. Radon und CO2 entweicht. Das Sickerwasser und damit die Umgebung wird radioaktiv verseucht. Zum Teil werden Indigena für den Uranabbau aus ihrem Gebiet verdrängt. Zwischen Uranabbau und dem Einsatz im AKW sind viele Prozesse notwendig, die ihrerseits auch wieder massive Gefahren mit sich bringen. Genannt seien die Urananreicherung (Eine Anlage besteht z.B. im westfälischen Gronau.), Urantransporte und die Produktion von Brennelementen. Nur ein geringer Teil des Urans, der in die Produktion geht, kann später als Kernbrennstoff verwendet werden. Zurück bleiben eine Unmenge an radioaktiven und toxischen Abfallprodukten, die meist im Land bleiben, wo das Uranerz abgebaut wurde und dort große Gebiete verseuchen. Doch nun können Kernkraftwerke mit Brennstäben beliefert werden. In jedem AKW findet sich ein radioaktives Inventar, das ausreicht, um große Landstriche für alle Zeit unbewohnbar zu machen. Welche Ausmaße eine Freisetzung des radioaktiven Inventars für Mensch und Tier hat, ist spätestens seit Tschernobyl allgemein bekannt. Fukushima hat nun auch für die Allgemeinheit bewiesen, dass das „Restrisiko“ nicht nur bei maroden Ostblock-Reaktoren existiert. Das Risiko eines Super GAUs ist zwar relativ gering, aber bei der Menge an AKWs, die auf der Welt bestehen, ist es dann doch nicht so unwahrscheinlich, dass das „Restrisiko“ hinundwieder zeigt, dass es existiert. Und jeder einzelne Super GAU hat solch weitreichende Folgen, dass selbst das relativ geringe „Restrisiko“ zu hoch ist. Neben der Gefahr eines Super GAUs führt auch der Normalbetrieb eines AKWs zu einem erhöhten Krebsrisiko in der Umgebung. Kernkraftwerke dürfen in einem bestimmten Umfang radioaktive Substanzen freisetzen. Die Grenzwerte sind im Vergleich zum Super GAU relativ niedrig angesetzt, können aber nicht sicherstellen, dass niemand erkrankt. Ist es relativ gut erforscht, was große Mengen an Radioaktivität im Körper anrichten, ist es noch Forschungsgegenstand wie sich „Niedrigstrahlung“ auf den menschlichen Organismus auswirkt. Unumstritten ist jedoch, dass jede noch so kleine ionisierende Strahlung Krebs auslösen kann. Gestritten wird darüber, wie häufig das geschieht. Zu dem Risiko der Verstrahlung durch Unfall und Normalbetrieb wird in AKWs noch eine Menge Müll produziert. Abgebrannte hochradioaktive Brennelemente werden häufig in eine „Wiederaufbereitungsanlage“ (bzw. Plutoniumfabrik), wie die in La Hague transportiert. Hier wird aus abgebranntem Kernbrennstoff wieder Plutonium gewonnen. Was auf dem ersten Blikaick wie Recycling aussieht, führt in der Praxis zu viel mehr Müll als vorher. Teilweise dürfen radioaktive Abfallprodukte einfach ins Meer geleitet werden. Das gewonnene Plutonium kann für Kernwaffen und AKWs verwendet werden. AKWs nutzen allerdings wiederaufbereitetes Plutonium ungern, weil es den Reaktor verschmutzt. Bleibt noch die militärische Nutzung. Die Abfallprodukte werden zum Abkühlen in Zwischenlager (wie die „Kartoffelscheune“ in Gorleben) gebracht und sollen danach in ein Endlager kommen, in dem es für alle Zeiten sicher von der Umwelt abgeschottet werden soll. Sofern ein solches Endlager jemals existieren wird. Bis dahin werden ungeheure Mengen an Müll produziert, von denen niemand weiß wohin damit. Und bei den Kosten, die Mensch und Umwelt davon trägt, wird Kernkraft immernoch als günstige Energiegewinnung verkauft. Manchmal sogar als Klimaretter, weil der CO2-Ausstoß auf den Uranabbau, der sowieso kaum ein Thema ist, beschränkt bleibt.
 
Über Uranabbau:  http://www.umweltinstitut.org/download/flyer/Themenflyer_Uranabbau_download.pdf
 
Über Uranabbau:  http://www.umweltinstitut.org/download/flyer/Themenflyer_Uranabbau_download.pdf
 
Zur „Wiederaufbereitung“:  http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atommuell_wiederaufarbeitung/artikel/wiederaufarbeitung_die_wichtigsten_fakten/ -->
 
Zur „Wiederaufbereitung“:  http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atommuell_wiederaufarbeitung/artikel/wiederaufarbeitung_die_wichtigsten_fakten/ -->
Line 30: Line 29:
  
 
Worldwide, there is no final disposal site for high-level radioactive waste. Likewise, this is hardly possible. Plutonium has a half life of 24,000 years. That means that it would need to be isolated securely from the environment for millions of years. A period of time that is hardly imaginable. No language, no symbol has existed even nearly for this time. To warn generations in 48,000 years, when 25% of the plutonium is still sending out radioactive rays, is very difficult. Not to speak of that for such a period of time, wherever you bury it, it is barely possible to ensure that nothing of the waste is released.  
 
Worldwide, there is no final disposal site for high-level radioactive waste. Likewise, this is hardly possible. Plutonium has a half life of 24,000 years. That means that it would need to be isolated securely from the environment for millions of years. A period of time that is hardly imaginable. No language, no symbol has existed even nearly for this time. To warn generations in 48,000 years, when 25% of the plutonium is still sending out radioactive rays, is very difficult. Not to speak of that for such a period of time, wherever you bury it, it is barely possible to ensure that nothing of the waste is released.  
In the repository [[ASSE]], only a few years where enough for ground water to make its way to the radioactive waste, something that was considered to be unthinkable before. With this background, to produce nuclear waste is irresponsible to all following generations. Gorleben is a good symbol for the problem that there is no secure final repository worldwide. The salt dome in Gorleben was not chosen because it is the best suitable place in Germany for instance, but because of "geopolitical reasons", as they say. In plain language: Gorleben was located near the border to the GDR. In addition to that, the area is sparsely populated and it was not expected that the rather conservative farmers could stand up. Now the farmers have been standing up and the GDR does not exist anymore – Gorleben however is still intended to be "explored" just because it was begun with.  
+
In the repository [[Asse II|ASSE]], only a few years where enough for ground water to make its way to the radioactive waste, something that was considered to be unthinkable before. With this background, to produce nuclear waste is irresponsible to all following generations. Gorleben is a good symbol for the problem that there is no secure final repository worldwide. The salt dome in Gorleben was not chosen because it is the best suitable place in Germany for instance, but because of "geopolitical reasons", as they say. In plain language: Gorleben was located near the border to the GDR. In addition to that, the area is sparsely populated and it was not expected that the rather conservative farmers could stand up. Now the farmers have been standing up and the GDR does not exist anymore – Gorleben however is still intended to be "explored" just because it was begun with.  
 
And in order to create facts, the salt dome is extended within the framework of "exploration" to virtually become a final repository, even though there is no permission for this. More facts are created with every Castor transport to the interim repository. Along the lines of "but the waste has to go somewhere!" the stored Castors shall be buried in the salt dome at some point in the future – despite every concern. But nuclear waste shouldn't be put "somewhere", it has to be isolated from the environment as securely as possible. Since the "exploration" of the salt dome is in progress, an official suitability assessment is under way, but no results have been presented yet. Many independent assessments however came to the conclusion that Gorleben is no way suitable as a secure final repository, that a natural gas deposit could lead to problems and that the salt stock could flood if Gorleben is built as improperly as ASSE. All this doesn't build confidence in the long term storage project Gorleben.  
 
And in order to create facts, the salt dome is extended within the framework of "exploration" to virtually become a final repository, even though there is no permission for this. More facts are created with every Castor transport to the interim repository. Along the lines of "but the waste has to go somewhere!" the stored Castors shall be buried in the salt dome at some point in the future – despite every concern. But nuclear waste shouldn't be put "somewhere", it has to be isolated from the environment as securely as possible. Since the "exploration" of the salt dome is in progress, an official suitability assessment is under way, but no results have been presented yet. Many independent assessments however came to the conclusion that Gorleben is no way suitable as a secure final repository, that a natural gas deposit could lead to problems and that the salt stock could flood if Gorleben is built as improperly as ASSE. All this doesn't build confidence in the long term storage project Gorleben.  
  
Line 39: Line 38:
 
Einen ähnlich konsequenten „Atomausstieg“ wie er uns jetzt vorgegaukelt wird, gab es auch schon mal im Jahr 2000 unter rot-grüner Bundesregierung: der „Atomkonsens“. Er garantierte den deutschen Kernkraftwerken den ungestörten Weiterbetrieb bis zur Schrottreife. Nacheinander sollten ganz langsam die AKWs abgeschaltet werden, jenachdem wielange sie schon am Netz waren. Das letzte AKW wäre nach diesem Vertrag erst nach 2030 abgeschaltet worden. Als wäre dies nicht schon genug Zugeständnis an die Atomlobby, gab es für AKW-Betreiber unter Rot-Grün auch die Möglichkeit, die Restlaufzeit für einzelne AKWs auf andere AKWs anzurechnen. Es konnten AKWs, die laut Ausstiegsvertrag abgeschaltet werden sollten weiterlaufen, weil dafür irgendwann in der Zukunft ein anderes AKW früher als vereinbart heruntergefahren würde. Verständlich, dass sich die Bewegung im Wendland durch diesen „Atomausstieg“ nicht befrieden ließ. Trotz der ungelösten Endsorgungsfrage noch für 20 Jahre Atommüll zu produzieren ist fürs Wendland keine Lösung des Problems. Für die Bewegung ist der sofortige Ausstieg aus der Kernenergie Losung. Dass der rot-grüne Scheinausstieg im Jahr 2010 von Schwarz-Gelb zurückgenommen wurde, trieb natürlich viele Menschen zum Castortransport. Auch die Parteien, die den „Atomkonsens“ mitgetragen hatten, mobilisierten wieder ins Wendland, was an Scheinheiligkeit kaum zu Überbieten war. Aber ob mit oder ohne „Laufzeitverlängerung“ - der Widerstand wäre nicht befriedet. Die wendländische Bevölkerung hat über die Jahrzehnte ein gesundes Misstrauen gegenüber Aussagen der Obrigkeit entwickelt und wird weiter Widerstand leisten, bis das letzte AKW vom Netz ist und die Endsorgungsfrage geklärt ist. Daran ändert auch nicht, dass Schwarz-Gelb nach Fukushima die Notbremse gezogen hat und jetzt von der „Energiewende“ redet. Acht AKWs wurden abgeschaltet und das letzte AKW soll nun doch „schon“ 2022 vom Netz gehen. Es ist schon beinahe komisch, wie Stromversorger im Augenblick für regenerative Energiequellen werben und den angelockten Kunden klammheimlich ihren „Strommix“ andrehen. Besser als der „Atomkonsens“ von Rot-Grün ist das neue Modell von Schwarz-Gelb sicherlich, aber da ginge sicherlich noch mehr. So soll nun noch für 11 Jahre Atommüll produziert werden, von dem keiner weiß, wo er entsorgt werden könnte. Es wird oft das Szenario von einer Stromversorgungslücke herbeigerufen. Dass schon heute Anbieter von Strom aus regenerativen Quellen Probleme haben, ihre Energie ins Netz einzuspeisen, weil das komplette Netz mit Strom aus fossilen Quellen überlastet ist, wird gerne verschwiegen. Dass das Netz für „Ökostrom“ noch stark ausgebaut werden muss, ist sicherlich richtig, aber noch 11 Jahre zu warten, bevor das letzte AKW in Deutschland vom Netz geht, ist wohl auch vor dem Hintergrund eher ein großes Zugeständnis an die Anbieter von Kernenergie. Die „Energiewende“ könnte sicherlich schneller vonstatten gehen, als man uns weismachen will. Es hat sich am Kritisierten wenig geändert und von daher spricht wenig dafür jetzt aufzuhören Widerstand zu leisten. Es wäre geradezu naiv auf die Versprechen und Ausflüchte der Obrigkeit zu hören und darauf zu warten, dass die „Energiewende“ vollzogen wird. In 11 Jahren kann viel geschehen, Mehrheiten können sich ändern, und daher ist es nur konsequent, den Entscheidungsträgern solange auf die Finger zu (sc)hauen, bis der Atomausstieg vollzogen ist ... . -->
 
Einen ähnlich konsequenten „Atomausstieg“ wie er uns jetzt vorgegaukelt wird, gab es auch schon mal im Jahr 2000 unter rot-grüner Bundesregierung: der „Atomkonsens“. Er garantierte den deutschen Kernkraftwerken den ungestörten Weiterbetrieb bis zur Schrottreife. Nacheinander sollten ganz langsam die AKWs abgeschaltet werden, jenachdem wielange sie schon am Netz waren. Das letzte AKW wäre nach diesem Vertrag erst nach 2030 abgeschaltet worden. Als wäre dies nicht schon genug Zugeständnis an die Atomlobby, gab es für AKW-Betreiber unter Rot-Grün auch die Möglichkeit, die Restlaufzeit für einzelne AKWs auf andere AKWs anzurechnen. Es konnten AKWs, die laut Ausstiegsvertrag abgeschaltet werden sollten weiterlaufen, weil dafür irgendwann in der Zukunft ein anderes AKW früher als vereinbart heruntergefahren würde. Verständlich, dass sich die Bewegung im Wendland durch diesen „Atomausstieg“ nicht befrieden ließ. Trotz der ungelösten Endsorgungsfrage noch für 20 Jahre Atommüll zu produzieren ist fürs Wendland keine Lösung des Problems. Für die Bewegung ist der sofortige Ausstieg aus der Kernenergie Losung. Dass der rot-grüne Scheinausstieg im Jahr 2010 von Schwarz-Gelb zurückgenommen wurde, trieb natürlich viele Menschen zum Castortransport. Auch die Parteien, die den „Atomkonsens“ mitgetragen hatten, mobilisierten wieder ins Wendland, was an Scheinheiligkeit kaum zu Überbieten war. Aber ob mit oder ohne „Laufzeitverlängerung“ - der Widerstand wäre nicht befriedet. Die wendländische Bevölkerung hat über die Jahrzehnte ein gesundes Misstrauen gegenüber Aussagen der Obrigkeit entwickelt und wird weiter Widerstand leisten, bis das letzte AKW vom Netz ist und die Endsorgungsfrage geklärt ist. Daran ändert auch nicht, dass Schwarz-Gelb nach Fukushima die Notbremse gezogen hat und jetzt von der „Energiewende“ redet. Acht AKWs wurden abgeschaltet und das letzte AKW soll nun doch „schon“ 2022 vom Netz gehen. Es ist schon beinahe komisch, wie Stromversorger im Augenblick für regenerative Energiequellen werben und den angelockten Kunden klammheimlich ihren „Strommix“ andrehen. Besser als der „Atomkonsens“ von Rot-Grün ist das neue Modell von Schwarz-Gelb sicherlich, aber da ginge sicherlich noch mehr. So soll nun noch für 11 Jahre Atommüll produziert werden, von dem keiner weiß, wo er entsorgt werden könnte. Es wird oft das Szenario von einer Stromversorgungslücke herbeigerufen. Dass schon heute Anbieter von Strom aus regenerativen Quellen Probleme haben, ihre Energie ins Netz einzuspeisen, weil das komplette Netz mit Strom aus fossilen Quellen überlastet ist, wird gerne verschwiegen. Dass das Netz für „Ökostrom“ noch stark ausgebaut werden muss, ist sicherlich richtig, aber noch 11 Jahre zu warten, bevor das letzte AKW in Deutschland vom Netz geht, ist wohl auch vor dem Hintergrund eher ein großes Zugeständnis an die Anbieter von Kernenergie. Die „Energiewende“ könnte sicherlich schneller vonstatten gehen, als man uns weismachen will. Es hat sich am Kritisierten wenig geändert und von daher spricht wenig dafür jetzt aufzuhören Widerstand zu leisten. Es wäre geradezu naiv auf die Versprechen und Ausflüchte der Obrigkeit zu hören und darauf zu warten, dass die „Energiewende“ vollzogen wird. In 11 Jahren kann viel geschehen, Mehrheiten können sich ändern, und daher ist es nur konsequent, den Entscheidungsträgern solange auf die Finger zu (sc)hauen, bis der Atomausstieg vollzogen ist ... . -->
  
=== radiation limit at interim storage Gorleben nearly reached ===
+
==== radiation limit at interim storage Gorleben nearly reached ====
 
<!-- Strahlungsgrenzwert im Zwischenlager Gorleben fast erreicht
 
<!-- Strahlungsgrenzwert im Zwischenlager Gorleben fast erreicht
 
Im Gorlebener Zwischenlager sind die Castorbehälter der einzige Schutz vor Radioaktivität. Und es ist bekannt, dass die Behälter einen Teil der Strahlung entweichen lassen. Aktuell geht durch die Presse, dass in der Umgebung dieser „Kartoffelscheune“ die radioaktive Belastung, vermutlich durch den letzten heißen Transport, stark zugenommen hat. Die gemessenen Werte kommen hochgerechnet dem Jahres-Grenzwert für „strahlenexponierte Personen“ (Arbeiter im AKW,...) sehr nah. Mit dem nächsten Castortransport ist davon auszugehen, dass die radioaktive Belastung über den Grenzwert steigt. Den direkten Anwohnern in Gorleben würde dann eine Strahlenbelastung zugemutet, die über der liegt, der Arbeiter in einem Kernkraftwerk ausgesetzt werden dürfen. Eine logische Folge wäre, deshalb den nächsten Castortransport zu stoppen. Doch aufgrund der Staatsräson wollen die zuständigen Stellen nichts davon wissen. Die Bürgerinitiativen klagen derzeit gegen den Transport, doch es ist davon auszugehen, dass die Gerichte trotz der klaren Fakten im Sinne der Staatsräson handeln werden und die Überschreitung des Grenzwertes beschließen.
 
Im Gorlebener Zwischenlager sind die Castorbehälter der einzige Schutz vor Radioaktivität. Und es ist bekannt, dass die Behälter einen Teil der Strahlung entweichen lassen. Aktuell geht durch die Presse, dass in der Umgebung dieser „Kartoffelscheune“ die radioaktive Belastung, vermutlich durch den letzten heißen Transport, stark zugenommen hat. Die gemessenen Werte kommen hochgerechnet dem Jahres-Grenzwert für „strahlenexponierte Personen“ (Arbeiter im AKW,...) sehr nah. Mit dem nächsten Castortransport ist davon auszugehen, dass die radioaktive Belastung über den Grenzwert steigt. Den direkten Anwohnern in Gorleben würde dann eine Strahlenbelastung zugemutet, die über der liegt, der Arbeiter in einem Kernkraftwerk ausgesetzt werden dürfen. Eine logische Folge wäre, deshalb den nächsten Castortransport zu stoppen. Doch aufgrund der Staatsräson wollen die zuständigen Stellen nichts davon wissen. Die Bürgerinitiativen klagen derzeit gegen den Transport, doch es ist davon auszugehen, dass die Gerichte trotz der klaren Fakten im Sinne der Staatsräson handeln werden und die Überschreitung des Grenzwertes beschließen.
Line 48: Line 47:
 
see also: [http://www.contratom.de/castorticker2011.php?id=37560 Contratom: Meß- und Rechentricks für den Castor] ''<small><small>German</small></small>''
 
see also: [http://www.contratom.de/castorticker2011.php?id=37560 Contratom: Meß- und Rechentricks für den Castor] ''<small><small>German</small></small>''
  
 +
==== Castor transports and power ====
 
<!-- Castortransporte und Herrschaft
 
<!-- Castortransporte und Herrschaft
Castortransporte ins Wendland sind eine große Manifestation staatlicher Herrschaft. Es hätte wohl kein Atommüll in Gorleben eingelagert werden können, wenn nicht prügelnde Polizisten jeden Transport begleiten würden. Die Ablehnung von Castortransporten ist im Wendland flächendeckend und nicht von der politischen Einstellung abhängig. Nach libertären oder auch bloß demokratischen Standards, wäre kein Atomlager im Wendland denkbar. Beinahe die komplette Bevölkerung des Landkreises stemmt sich seit Jahrzehnten gegen Gorleben als Atomstandort. Doch ebensolange werden sie von den zuständigen Behörden ignoriert. Die Durchsetzung der Energiepolitik ist Staatsräson. Und so wird jeder Wendlandcastor von zehntausenden Polizisten begleitet, die den ganzen Landkreis in tagelangen Ausnahmezustand versetzen und den Auftrag haben, im Zweifelsfall auch mit Gewalt den Widerstand zu brechen. Die massive Polizeipräsenz im Landkreis (auch schon in den Monaten vorm Castortransport) führte zu dem, was einige Soziologen mitlerweile das „Lüchow-Dannenberg-Syndrom“ nennen. Dass die „Kriminalitätsstatistik“ steigt, je mehr Polizei an einem Ort gebündelt wird. Erklärt wird das mit einer geringeren Dunkelziffer. Ist mehr Polizei eingesetzt als üblich, verfolgt sie auch „Straftaten“, die sonst ignoriert oder übersehen werden. Meist Lapalien. Das Phänomen trägt den Namen des Landkreises, weil es im Wendland, wo man auf 10 km gut und gerne 5 mal in eine Polizeisperre fahren kann, am offensichtlichsten wahrzunehmen ist. Staatliche Herrschaft ist im Wendland erlebbar, wie kaum woanders in Deutschland. Doch man kann sie dort auch angreifen, wie kaum woanders in Deutschland. Vor allem in der Sabotage des Polizeiapparates. Doch auch Entscheidungsträger (z.B. die Bezirksregierung) und Profiteure (E-on, etc.) können mit Protest bedacht werden. Jenachdem, wer gerade in der Bundesregierung ist, findet man auch verstärkt Politpromis am Rande der Proteste im Wendland. Ihnen geht es vor allem darum, sich als Teil der Bewegung zu inszinieren, um politische Punkte zu sammeln. Auch wenn selbst in der eigenen Regierungszeit der Castortransport von 20000 Polizisten begleitet wurde. Die Herrschaftsinteressen der Parteien unterscheiden sich (nicht nur in Bezug auf Gorleben) kaum. Deshalb können auch Politiker, die an Aktionen teilnehmen wollen, Ziel von ihnen werden.
+
Castortransporte ins Wendland sind eine große Manifestation staatlicher Herrschaft. Es hätte wohl kein Atommüll in Gorleben eingelagert werden können, wenn nicht prügelnde Polizisten jeden Transport begleiten würden. Die Ablehnung von Castortransporten ist im Wendland flächendeckend und nicht von der politischen Einstellung abhängig. Nach libertären oder auch bloß demokratischen Standards, wäre kein Atomlager im Wendland denkbar. Beinahe die komplette Bevölkerung des Landkreises stemmt sich seit Jahrzehnten gegen Gorleben als Atomstandort. Doch ebensolange werden sie von den zuständigen Behörden ignoriert. Die Durchsetzung der Energiepolitik ist Staatsräson. Und so wird jeder Wendlandcastor von zehntausenden Polizisten begleitet, die den ganzen Landkreis in tagelangen Ausnahmezustand versetzen und den Auftrag haben, im Zweifelsfall auch mit Gewalt den Widerstand zu brechen. Die massive Polizeipräsenz im Landkreis (auch schon in den Monaten vorm Castortransport) führte zu dem, was einige Soziologen mitlerweile das „Lüchow-Dannenberg-Syndrom“ nennen. Dass die „Kriminalitätsstatistik“ steigt, je mehr Polizei an einem Ort gebündelt wird. Erklärt wird das mit einer geringeren Dunkelziffer. Ist mehr Polizei eingesetzt als üblich, verfolgt sie auch „Straftaten“, die sonst ignoriert oder übersehen werden. Meist Lapalien. Das Phänomen trägt den Namen des Landkreises, weil es im Wendland, wo man auf 10 km gut und gerne 5 mal in eine Polizeisperre fahren kann, am offensichtlichsten wahrzunehmen ist. Staatliche Herrschaft ist im Wendland erlebbar, wie kaum woanders in Deutschland. Doch man kann sie dort auch angreifen, wie kaum woanders in Deutschland. Vor allem in der Sabotage des Polizeiapparates. Doch auch Entscheidungsträger (z.B. die Bezirksregierung) und Profiteure (E-on, etc.) können mit Protest bedacht werden. Jenachdem, wer gerade in der Bundesregierung ist, findet man auch verstärkt Politpromis am Rande der Proteste im Wendland. Ihnen geht es vor allem darum, sich als Teil der Bewegung zu inszinieren, um politische Punkte zu sammeln. Auch wenn selbst in der eigenen Regierungszeit der Castortransport von 20000 Polizisten begleitet wurde. Die Herrschaftsinteressen der Parteien unterscheiden sich (nicht nur in Bezug auf Gorleben) kaum. Deshalb können auch Politiker, die an Aktionen teilnehmen wollen, Ziel von ihnen werden.-->
  
 +
Castor transports to the Wendland are a huge manifestation of state power. Probably the nuclear waste could not have been stored in Gorleben if there hadn't been violent police forces to accompany each transport. The rejection of Castor transports is widespread in the Wendland and does not depend on political attitude. By libertarian or even just democratic standards a nuclear repository in Wendland would not be possible. Nearly the whole population fights since decades against Gorleben as a nuclear site. But just as long they are ignored by the authorities. The implementation of energy politics is a national interest. And so every Wendland Castor transport is accompanied by tens of thousands of police who put the whole region in an exceptional state and have order to break the resistance - with violence, if necessary. <br/>
 +
The massive police presence in the region (already months before the transport) led to a thing some sociologists call “Lüchow-Dannenberg-Syndrome” by now: The “criminal” statistics rise when there is more police concentrated somewhere. This is explained through a lower number of unreported cases. When more police is deployed than usual, they also pursue “crimes” that usually would be ignored or overlooked. Mostly bagatelles. The phenomenon carries the name of the district Lüchow-Dannenberg because it is most clearly observable in the Wendland, where you can run into a police block 5 times within 10 km. <br/>
 +
In the Wendland, state power can be experienced like almost nowhere else in Germany. But it can also be attacked like almost nowhere else in Germany. Particularly in sabotaging of the police force. But also decision-makers (like e.g. the district council) and profiteers (E-on etc.) can be considered with protests. <br/>
 +
Depending on who is in national power at the moment, prominent politicians can be found on the verge of the protests in the Wendland. They want to present themselves as part of the movement to get political credits, even if the Castor transport was accompanied with 20,000 police under their own rule. The political power interests of the parties are barely different from each other (not only with regard to Gorleben). That's why politicians who want to take part in actions can also become targets of these.
  
 
+
=== Actions against the Castor transport 2011 ===
Aktionen gegen den Castortransport 2011
+
<!-- Aktionen gegen den Castortransport 2011
 
Vorneweg: In diesem Artikel sind auch Aktionen beschrieben, die einen gewissen Grad der Illegalität überschreiten und unangenehme juristische Folgen haben können, wird man von der Polizei dabei aufgegriffen. Ich dokumentiere lediglich die Vielfalt der Aktionsformen, die in der Vergangenheit bereits stattfanden und die der Polizei folglich bekannt sind. (Sollten wichtige Aktionen vergessen worden sein, einfach ergänzen.) Der Polizei liefert dieser Artikel also keine Erkenntnisse, die sie nicht schon hat.
 
Vorneweg: In diesem Artikel sind auch Aktionen beschrieben, die einen gewissen Grad der Illegalität überschreiten und unangenehme juristische Folgen haben können, wird man von der Polizei dabei aufgegriffen. Ich dokumentiere lediglich die Vielfalt der Aktionsformen, die in der Vergangenheit bereits stattfanden und die der Polizei folglich bekannt sind. (Sollten wichtige Aktionen vergessen worden sein, einfach ergänzen.) Der Polizei liefert dieser Artikel also keine Erkenntnisse, die sie nicht schon hat.
Es hängt davon ab, was Einzelne in der nächsten Zeit vorbereiten, welche dieser Aktionsformen letztendlich stattfinden. Die Erwähnung in diesem Artikel ist keine Versicherung, dass die Aktionen auch stattfinden. Es liegt an euch!
+
Es hängt davon ab, was Einzelne in der nächsten Zeit vorbereiten, welche dieser Aktionsformen letztendlich stattfinden. Die Erwähnung in diesem Artikel ist keine Versicherung, dass die Aktionen auch stattfinden. Es liegt an euch!-->
 +
 
 +
First said: This article also describes actions that exceed a certain degree of illegality and can have unpleasant legal consequences if you are getting picked up by the police. This merely documents the diversity of the forms of actions that have already taken place in the past and therefore the police is familiar with. That means that this article doesn't provide insights that police doesn't have yet. <br/>
 +
Which actions will eventually take place depends on what single people prepare. The mentioning in this article is no guarantee that these actions will also take place. It's up to you!
  
Infrastruktur
+
==== Infrastructure ====
 +
<!-- Infrastruktur
 
Im Wendland gibt es eine gute Infrastruktur für Aktionen. Entlang der Castorstrecke gibt es ein dichtes Netz an Infopunkten und Camps. Wo es kein Zeltlager gibt öffnen Bauern ihre Scheunen für die Aktivisten. Für Menschen, die ein Bett brauchen, können auch einige Schlafplätze in Privathäuser vermittelt werden. In Camps wie auf Aktionen gibt es gute Volxküche, die wie es nur geht von Bauern, Bäckereien,... vor Ort unterstützt werden. Für Veganer ist gut gesorgt, aber nicht in jeder wendländischen Gulaschkanone ist Tofu. In den Camps gibt es auch regelmäßige Versammlungen und die Möglichkeit Bezugsgruppen zu bilden. Leute, die keine Bezugsgruppe haben, sollten unbedingt davon Gebrauch machen. Es gibt in der heißen Phase einen Internetticker, über dem alle Entwicklungen verbreitet werden. Zudem sendet das „Radio Freies Wendland“ zur Castorzeit 24 Stunden täglich live und hilft an der Verbreitung von aktuellen Informationen. Auch ohne eigenes Auto ist es problemlos möglich, die teilweise größeren Distanzen von Aktion zu Aktion zu überwinden. Beim Trampen finden sich meist schnell Anwohner, die einen mitnehmen (und auch die besten Schleichwege kennen). Auch wenn ein Auto voll zu sein scheint, passen im Wendland oft noch zwei, drei Leute rein. (  http://www.youtube.com/watch?v=yDP_N5nTIFU )Für die Castortage gibt es einen Ermittlungsausschuss und auch auf Aktionen ehrenamtliche Rechtsanwälte. Zudem gibt es unabhängige Beobachter, die der Polizei auf die Finger schauen und Vorfälle dokumentieren. Nicht zu vergessen sind die „Demosanis“, die von einer zentralen Stelle koordiniert werden, damit bei all den vielen Aktionen auch genug Ersthelfer sind.
 
Im Wendland gibt es eine gute Infrastruktur für Aktionen. Entlang der Castorstrecke gibt es ein dichtes Netz an Infopunkten und Camps. Wo es kein Zeltlager gibt öffnen Bauern ihre Scheunen für die Aktivisten. Für Menschen, die ein Bett brauchen, können auch einige Schlafplätze in Privathäuser vermittelt werden. In Camps wie auf Aktionen gibt es gute Volxküche, die wie es nur geht von Bauern, Bäckereien,... vor Ort unterstützt werden. Für Veganer ist gut gesorgt, aber nicht in jeder wendländischen Gulaschkanone ist Tofu. In den Camps gibt es auch regelmäßige Versammlungen und die Möglichkeit Bezugsgruppen zu bilden. Leute, die keine Bezugsgruppe haben, sollten unbedingt davon Gebrauch machen. Es gibt in der heißen Phase einen Internetticker, über dem alle Entwicklungen verbreitet werden. Zudem sendet das „Radio Freies Wendland“ zur Castorzeit 24 Stunden täglich live und hilft an der Verbreitung von aktuellen Informationen. Auch ohne eigenes Auto ist es problemlos möglich, die teilweise größeren Distanzen von Aktion zu Aktion zu überwinden. Beim Trampen finden sich meist schnell Anwohner, die einen mitnehmen (und auch die besten Schleichwege kennen). Auch wenn ein Auto voll zu sein scheint, passen im Wendland oft noch zwei, drei Leute rein. (  http://www.youtube.com/watch?v=yDP_N5nTIFU )Für die Castortage gibt es einen Ermittlungsausschuss und auch auf Aktionen ehrenamtliche Rechtsanwälte. Zudem gibt es unabhängige Beobachter, die der Polizei auf die Finger schauen und Vorfälle dokumentieren. Nicht zu vergessen sind die „Demosanis“, die von einer zentralen Stelle koordiniert werden, damit bei all den vielen Aktionen auch genug Ersthelfer sind.
  
Line 134: Line 142:
 
[[Category: 2011/11/27]]
 
[[Category: 2011/11/27]]
 
[[Category: 2011/11/28]]
 
[[Category: 2011/11/28]]
 +
[[Category: English]]

Latest revision as of 15:19, 21 December 2015

Languages

EnglishCzechFinnishFrenchGermanLithuanianRussian

Please help to support more languages for this page!

This page is longing for translation: de-en

If the target language is your mother tongue, please help


« back to Gorleben Castor Resistance in Germany 2011

Contents

[edit] Castor 2011? Saw, Remove Ballast, Scoop...!

Probably between 25 and 28 November 2011 another Castor transport with nuclear waste will be shipped from La Hague, France to the Lower Saxonian intermediate storage Gorleben, Germany. With a preliminary end of the nuclear power plant lifetime extension and the shutdown of some NPPs, the German Federal Government, by their standards, did quite a lot to pacify the German anti-nuclear movement that regained strength after the nuclear disaster in Fukushima. Germany is facing a energy turnaround say the news and the advertisements for the energy suppliers. This article explains the political backgrounds of the resistance in the Wendland region that doesn't calm down since decades, neither today. In addition, there will be and overview about possible forms of activism and necessary information about legal protection.

[edit] Political Backgrounds of the Anti-Castor Protests

When the Castor transport is shipped to Gorleben, different kinds of people will stand up against it. Over the last decades, nuclear transports to the Wendland region have turned into the biggest focal point of the anti-nuclear movement worldwide. They are the place where nuclear policy is most easily targetable, particularly because of the deep entrenchment of the protest movement in the Wendland region. Nearly the whole population, young and old, supports the movement. The lack of dogmatism is a very strong point of the resistance. It is also a good opportunity to draw attention to parts of anti-nulear politics that are not directly connected to Gorleben and are harder to attack than the Castor transport.

[edit] Uranium Mining, NPPS and "Reprocessing"

[edit] Final Disposal Issues / Gorleben as a Nuclear Disposal Site

Worldwide, there is no final disposal site for high-level radioactive waste. Likewise, this is hardly possible. Plutonium has a half life of 24,000 years. That means that it would need to be isolated securely from the environment for millions of years. A period of time that is hardly imaginable. No language, no symbol has existed even nearly for this time. To warn generations in 48,000 years, when 25% of the plutonium is still sending out radioactive rays, is very difficult. Not to speak of that for such a period of time, wherever you bury it, it is barely possible to ensure that nothing of the waste is released. In the repository ASSE, only a few years where enough for ground water to make its way to the radioactive waste, something that was considered to be unthinkable before. With this background, to produce nuclear waste is irresponsible to all following generations. Gorleben is a good symbol for the problem that there is no secure final repository worldwide. The salt dome in Gorleben was not chosen because it is the best suitable place in Germany for instance, but because of "geopolitical reasons", as they say. In plain language: Gorleben was located near the border to the GDR. In addition to that, the area is sparsely populated and it was not expected that the rather conservative farmers could stand up. Now the farmers have been standing up and the GDR does not exist anymore – Gorleben however is still intended to be "explored" just because it was begun with. And in order to create facts, the salt dome is extended within the framework of "exploration" to virtually become a final repository, even though there is no permission for this. More facts are created with every Castor transport to the interim repository. Along the lines of "but the waste has to go somewhere!" the stored Castors shall be buried in the salt dome at some point in the future – despite every concern. But nuclear waste shouldn't be put "somewhere", it has to be isolated from the environment as securely as possible. Since the "exploration" of the salt dome is in progress, an official suitability assessment is under way, but no results have been presented yet. Many independent assessments however came to the conclusion that Gorleben is no way suitable as a secure final repository, that a natural gas deposit could lead to problems and that the salt stock could flood if Gorleben is built as improperly as ASSE. All this doesn't build confidence in the long term storage project Gorleben.

A text about the final repository problem: endlager.pdf German


[edit] radiation limit at interim storage Gorleben nearly reached

At the interim repository, the Castor containers are the only protection from radiation. And it is known that the containers let through a part of the radiation. At the moment, press report that the radioactive contamination around this "potato barn" has significantly increased, supposedly because of the last hot transport. The measured values are close to the annual limit values for "persons exposed to radiation" (e.g. NPP workers). It is probable that the radioactive exposure will exceed the limit value after the next Castor transport. The close-by residents will have to endure a radioactive exposure higher than the workers of a nuclear power plant. A logical conclusion would be to stop the next Castor transport. But because of national interests the responsible authorities don't want to know about this. The citizens' initiatives are taking the issue to court, but one can assume that, despite the evident facts, the courts will act along the reason of state and accept the violation of radiation safety limits.

see also: Contratom: Meß- und Rechentricks für den Castor German

[edit] Castor transports and power

Castor transports to the Wendland are a huge manifestation of state power. Probably the nuclear waste could not have been stored in Gorleben if there hadn't been violent police forces to accompany each transport. The rejection of Castor transports is widespread in the Wendland and does not depend on political attitude. By libertarian or even just democratic standards a nuclear repository in Wendland would not be possible. Nearly the whole population fights since decades against Gorleben as a nuclear site. But just as long they are ignored by the authorities. The implementation of energy politics is a national interest. And so every Wendland Castor transport is accompanied by tens of thousands of police who put the whole region in an exceptional state and have order to break the resistance - with violence, if necessary.
The massive police presence in the region (already months before the transport) led to a thing some sociologists call “Lüchow-Dannenberg-Syndrome” by now: The “criminal” statistics rise when there is more police concentrated somewhere. This is explained through a lower number of unreported cases. When more police is deployed than usual, they also pursue “crimes” that usually would be ignored or overlooked. Mostly bagatelles. The phenomenon carries the name of the district Lüchow-Dannenberg because it is most clearly observable in the Wendland, where you can run into a police block 5 times within 10 km.
In the Wendland, state power can be experienced like almost nowhere else in Germany. But it can also be attacked like almost nowhere else in Germany. Particularly in sabotaging of the police force. But also decision-makers (like e.g. the district council) and profiteers (E-on etc.) can be considered with protests.
Depending on who is in national power at the moment, prominent politicians can be found on the verge of the protests in the Wendland. They want to present themselves as part of the movement to get political credits, even if the Castor transport was accompanied with 20,000 police under their own rule. The political power interests of the parties are barely different from each other (not only with regard to Gorleben). That's why politicians who want to take part in actions can also become targets of these.

[edit] Actions against the Castor transport 2011

First said: This article also describes actions that exceed a certain degree of illegality and can have unpleasant legal consequences if you are getting picked up by the police. This merely documents the diversity of the forms of actions that have already taken place in the past and therefore the police is familiar with. That means that this article doesn't provide insights that police doesn't have yet.
Which actions will eventually take place depends on what single people prepare. The mentioning in this article is no guarantee that these actions will also take place. It's up to you!

[edit] Infrastructure

This translation is based upon the article Castor 2011? Sägen, Schottern, Schaufeln...! by "(((A)))" which was released under a creative commons licence on Indymedia Germany. Some small changes have been made to make it more understandable for international readers.

Personal tools
Emergency Alert