Nachrichten:Demo gegen EPR in Frankreich

From Nuclear Heritage
Revision as of 18:48, 12 March 2007 by Falk (Talk | contribs)

(diff) ←Older revision | view current revision (diff) | Newer revision→ (diff)
Jump to: navigation, search

E-Mail vom 8. März 2007

KEIN NEUES ATOMKRAFTWERK!

DEMO IN STRASBOURG - AM 17. MÄRZ UM 14h

Bus ab Hannover - ZOB ab 6h

Der französische Stromversorger EDF plant den Neubau eines Atomreaktors (vom Typ EPR) am Standort Flamanville in der Normandie, wo schon zwei Reaktoren stehen. Dies könnte der Einstieg in die Erneuerung der 58 französischen AKWs sein, die in den nächsten Jahren in rascher Folge altersschwach werden (oder, wie das nahe Strasbourg gelegene AKW Fessenheim, schon sind).

Die alten Argumente gegen Atomkraft sind nach wie vor gültig. Es gibt auch keine neuen Gründe dafür, weder die CO2-Problematik und auch nicht der angeblich „billige Atomstrom“:

Gegen den AKW-Neubau demonstrierten am 15.4.2006 in Cherbourg 30.000 Menschen.

Am 17.3.2007 wird in fünf Städten demonstriert, darunter Strasbourg.

  • Atomkraft ist kein Mittel gegen den Klimawandel. Ihr Anteil am Weltenergieverbrauch ist mit weltweit 2% verschwindend gering. Selbst in Frankreich mit 70-80% Atomstromanteil sind es nur 15%. Diesen Anteil massiv auszubauen, würde Tschernobyl zur Gewohnheit werden lassen.
  • Der neue Reaktorbau soll 3,3 Milliarden Euro kosten. Nach aller Erfahrung wird das nicht reichen. Die gleichen Investitionen in Erneuerbare Energien würden 15mal soviel Arbeitsplätze schaffen und Investitionen in Energiesparmaß-nahmen sparen 7mal soviel CO2 für das gleiche Geld.
  • Die Entsorgung von Atommüll ist nach wie vor ungelöst. Die Kosten dafür sind im Strompreis nicht vollständig enthalten.
  • Ebenso wenig sind AKWs vernünftig versichert. Allein eine angemessene Versicherungspflicht würde Atomstrom auf Grund der Prämien so teuer machen, dass das Aus für die Atomkraft sofort besiegelt wäre.

Zudem hat es in Frankreich keine Debatte über neue Atomkraftwerke gegeben, die diesen Namen verdient.

Die Entscheidung für ein neues AKW ist undemokratisch. Solidarisieren wir uns daher mit den FranzösInnen und zeigen gemeinsam auf der Straße:

Es darf keine neuen Atomkraftwerke geben! Abschalten jetzt!

Ein Bus zur Demo in Strasbourg fährt am Samstag, den 17.3.2007, um 6h am ZOB ab.

Die Empfehlung des Hauses: Demo-Fühlingsfahrt in das schöne Frankreich!

Die Fahrkarten kosten 30 Euro und sind erhältlich bei:

  • Wendland Kooperative Linden, Konkordiastr. 2
  • Wendland Kooperative List, Lister Meile 48
  • Bürgerinitiative Umweltschutz, Stephanusstr. 25
  • JANUN e.V. Region Hannover, Seilerstr.12
  • Infoladen, Kornstrasse 28-30

Wer mit nach Strasbourg kommen möchte, sollte die Karten möglichts frühzeitig kaufen, damit wir rechtzeitig sehen ob wir stornieren, einen kleineren oder einen zweiten Bus bestellen müssen.


Kategorie:Nachrichten

Personal tools
Emergency Alert