NukeNews No. 5 - GERMAN

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NukeNews: Czech | English | Finnish | French | German | Russian


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*            NukeNews #5 - Anti-Atom-Infodienst            *
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0. Vorwort
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Willkommen bei der 5. Ausgabe der NukeNews! Seit dem Start des
mehrsprachigen Newsletter-Angebots im Sommer 2011 ist dies die bisher
umfangreichste Ausgabe. Nach einem Aufruf zur Unterstützung bei den
Übersetzungen vor einem Monat haben einige neue ÜbersetzerInnen das
NukeNews-Team verstärkt. Wir benötigen jedoch dringend weitere
Unterstützung bei den Übersetzungen aus dem Englischen ins Russische,
Finnische und Französische. Wenn ihr selbst helfen wollt oder Menschen
kennt, die uns unterstützen könnten, stellt bitte den Kontakt zu uns
her!   

Der aktuelle Newsletter vermittelt einen Eindruck der Atomkraftthemen
und Aktionen von Anti-Atom-AktivistInnen in vielen Regionen der Welt,
die über das Nuclear Heritage Network miteinander verbunden sind. Wir
freuen uns, künftig noch über viele weitere eurer Aktionen und
Projekte zu berichten - bitte schickt uns dazu eure Nachrichten
(englisch) bis zum 12. August 2012, dem Redaktionsschluss für die 6.
Ausgabe der NukeNews.


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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #5
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0.  Vorwort
1.  2010er Castor-Blockade-AktivistInnen angeklagt - Solidarität nötig
2.  Anmeldeschluss für die Teilnahme am Anti-Atom-Segeltörn
3.  UK: Das "Big six Energy-Bashing"
4.  Frankreich: Hungerstreik als Protest gegen Atomwaffen
5.  30. Juni in Manchester: Ein Kampagnen-Planungstag für
    AktivistInnen
6.  Finnland: Stoppt Sokli! Rettet die Heimat des Weihnachtsmanns
7.  Universtität von der Atomindustrie kontrolliert
8.  Entsorgung bei den Indigenen EinwohnerInnen: die hässliche Fratze
    des Australischen Rassismus
9.  Atomunfall 1978 im Jülich Versuchsreaktor
10. Australisches Uran versorgte das Desaster in Fukushima
11. Walkatjurra Walkabout - Marschieren für das Land
12. Reclaim Hinkley - Massenaktion Zivilen Ungehorsams
13. Königliche niederländische Familie unterstützt Atomkraft
14. Frankreich: Camp gegen Hochspannungsleitungen 22. - 24. Juni
15. Atomkraft ist kein gutes Geschäft mehr
16. Spezialbericht: Management abgebrannter Brennelemente und Atommüll
17. UK: Nein zum Lager für schwach radioaktiven Abfall in Keekle Head
18. Rock Solid? - Hochradioaktiver Atommüll in Cumbria
19. When the water flows - ein anschaulicher Roman
20. 101 Verwendungsmöglichkeiten eines Atomkraftwerks - Möglichkeit
    Nr. 39 - Anheben der Landschaft durch radioaktive Gase
21. Rosatom setzt gefährliche Experimente an AKW-Standorten fort
22. Kritik an Litauens Abkommen mit Hitachi
23. Stoppt das Atomkraftwerk Kola!
24. Petition gegen garantierte Einspeisetarife für Atomstrom
25. "Lessons from Fukushima tour" in Tschechien
26. BBC-Dokumentation: Inside the Meltdown
27. Temelin 3+4 UVP-Verfahren mit über 22.000 Einwänden aus Österreich
28. Österreich: Bundesregierung möchte das Land atomstromfrei machen
29. Öffentliche Gelder nötig, um AKW-Bau rentabel zu machen?
30. Internationales Komitee für Atomgerechtigkeit
31. Beteiligung an AKW-Projekt Visaginas mit negativen Auswirkungen
    für Eesti Energia und Latvenergo
32. Anti-Atom-Sommercamp und Gathering in der BRD
33. AKW Koodankulam
34. Veranstaltungen der nächsten Monate
35. Was sind die NukeNews?


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1.  2010er Castor-Blockade-AktivistInnen angeklagt - Solidarität nötig
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Der 2010er Castrortransport von La Hague (F) nach Gorleben war einer
der teuersten Atommülltransporte in der Geschichte und brachte
vielfältigere Proteste zusammen als je zuvor. Eine der erfolgreichen
Aktionen war die Ankettaktion auf den Castorgleisen in Dalle. Drei
AktivistInnen hatten sich an die Gleise angekettet und verzögerten den
Transport um etwa drei Stunden. Im März wurden Strafverfahren gegen
sie eröffnet. Die AktivistInnen sind nun mit hohen Kosten für die
Gerichtsverfahren und rechtlichen Beistand konfrontiert. Deine Spenden
und Solidarität werden gebraucht!

http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Castor_2010_-_Dalle_lock-on_blockade


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2.  Anmeldeschluss für die Teilnahme am Anti-Atom-Segeltörn
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Da die Kapazitäten auf dem Segelboot begrenzt sind, bitten wir
AktivistInnen und interessierte Menschen, die am Anti-Atom-
Segeltörn von Stockholm nach Greifswald (26. August - 9. September)
dabei sein wollen, sich bis zum 24. Juni zu melden. Wir werden um den
1. Juli dann bescheid geben, wer Platz auf dem Schiff findet.

Wir wollen sicher gehen, dass die Zahl von Menschen aus den
verschiedenen Ländern, die an der Aktion teilnehmen können, ausgewogen
ist und streben außerdem ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis an.
Gleichzeitig mit der Segeltour findet eine Radtour an Land statt.
Leute können teilweise oder die ganze Zeit Fahrrad fahren, wenn sie
möchten, aber es ist auch eine gute Gelegenheit sich an der Anti-Atom-
Tour zu beteiligen, selbst wenn das Schiff überfüllt sein sollte. Es
wird Möglichkeit geben zwischen Schiff und Fahrrad zu wechseln.

Der vorläufige Tourplan und weitere Informationen sind verfügbar auf:
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Anti-nuclear_Sailing_Trip_across_the_Baltic_Sea


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3.  UK: Das "Big six Energy-Bashing"
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Kick Nuclear und Freunde, verkleidet als nuklear-grimmige Sensenmänner
und Liquidatoren, schlossen sich Hunderten von Umwelt- und 
SozialrechtsaktivistInnen beim "Big Six Energy Bash" im Zentrum von
London an, wobei gezielt EDF und die anderen Megakonzerne des UK Energy 
Summit angesprochen wurden.

Die Aktion wurde vom Climate Justice Collective koordiniert und zielte
auf das UK Energy Summit ab, welches im Grange Hotel St. Paul´s in
London stattfand. Dabei sollte die Rolle der großen Energiekonzerne
bei der Schaffung von Energiearmut, der Verschärfung des Klimawechsels
und bei der Unterdrückung von sauberen, leistbaren und demokratischen
Alternativen zum existierenden profitorientierten,
konzernkontrollierten Energiesystem unterstrichen werden.

mehr dazu:
http://stopnuclearpoweruk.net/content/nuclear-grim-reapers-and-liquidators-join-big-six-energy-bash


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4.  Frankreich: Hungerstreik als Protest gegen Atomwaffen
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Fordert, dass der neue Präsident, die neue Regierung und die
ParlamentskandidatInnen in Frankreich in neue Verhandlungen über eine 
Konvention zur Abschaffung aller Atomwaffen eintreten. Dieses Thema ist 
auf der internationalen Agenda und muss der französischen Bevölkerung
vorgelegt werden: "Stimmen Sie zu, dass Frankreich zusammen mit
anderen besorgten Staaten die Atomwaffen unter gegenseitiger Kontrolle
und strengen und internationalen Maßnahmen komplett abschafft?" Für
ein entsprechendes Referendum, welches uns erlauben wird, demokratisch
darüber zu entscheiden, startete Jean-Marie Matagne (68), der
Vorsitzende von ACDN am 15. Mai 2012 einen Hungerstreik.

Die französische Bevölkerung wurde nie zum Thema Atomwaffen, Waffen
für Verbrechen gegen die Menschlichkeit, welche in ihrem Namen gemacht
und mit Subventionen (300 Milliarden €) unterstützt wurden, befragt.

mehr dazu:
http://www.acdn.net


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5.  30. Juni in Manchester: Ein Kampagnen-Planungstag für
    AktivistInnen
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Dieses Treffen wird organisiert, um über den Erfolg von Kampagnen in
anderen Ländern zu lernen, und von vielen Umweltkampagnen im Vereinigten 
Königreich - und wie diese in Gang gehalten werden können. Wir möchten
auf den effektivsten Methoden für Kampagnen aufbauen und von Bewegungen 
wie "Occupy" und "Plane Stupid" und andereren Gruppen lernen. Dies ist 
ein Planungstreffen für ein zukünftiges Kampagnenevent später im Jahr um 
die Bewegung zu stärken, ähnlich wie die Yokohama Konferenz im Februar 
2012 in Japan, die dort Tausende von AktivistInnen zusammengebracht hat.

https://we.riseup.net/assets/95874/Nuclear%20campaigners%2030th%20June%20flyer_pdf.pdf


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6.  Finnland: Stoppt Sokli! Rettet die Heimat des Weihnachtsmanns
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Ermächtigt durch das ärmliche und antiquierte finnische Bergbaugesetz
haben Konzerne begonnen, die jungfräuliche und einzigartig schöne 
finnische Natur anzugreifen, wo auch immer sich im Untergrund Uran 
befindet. Nun wird sogar der Weihnachtsmann von Yaras Plänen für eine
Phosphor-und Uranmine im unweiten Sokli gestört. Bitte schickt einen
höflichen, aber besorgten Brief bezüglich der Sokli-Mine und generell
wegen der Auswirkung der Angriffe der Uranabbaukonzerne auf Finnlands
Natur und Turismus.

Präsident Sauli Niinistö: presidentti@tpk.fi
Premierminister Katainen: jyrki.katainen@eduskunta.fi
Sirpa Pietikäinen, MEP: sirpa.pietikainen@europarl.europa.eu

Finnische Karte:
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Image:Uranium_industry_in_Finland_2012-02_-_Laplands_People_Against_Uranium_Power.jpg

Lies den ganzen Artikel hier:
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/A_nature_catastrophy_is_being_prepared_in_Eastern_Lapland


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7.  Universtität von der Atomindustrie kontrolliert
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Die Universität von Saskatchewan in Kanada wird gerade von Cameco und
ihren nuklearen Helferlein in der Provinzregierung übernommen. Die
Regierung stellte 30 Millionen Dollar bereit, um ein
Atomforschungszentrum an der Universität in Betrieb zu nehmen, während
andere Programme drastisch zusammengestrichen werden.
Fremdsprachenprogrammen wurde das Budget gekürzt und das
Soziologie-Departement ist so weit unterfinanziert, dass einige
StudentInnen ihr Studien nicht planmäßig abschließen können. Der
Historiker D´Arcy Hande erklärt die Situation in einem exzellenten
Artikel im Briarpatch Magazine.

http://briarpatchmagazine.com/articles/view/follow-the-yellowcake-road


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8.  Entsorgung bei den Indigenen EinwohnerInnen: die hässliche Fratze
    des Australischen Rassismus
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Die Atomindustrie ist für einige der schlimmsten rassistischen
Auswüchse der australischen Geschichte verantwortlich. Dieser
Rassismus geht auf die Britischen Atombombentests in den 1950er Jahren
zurück, kann aber auch heute immer noch gesehen werden. Ein giftiges
vergiftetes Geschäft mit Grundleistungen im Gegenzug für die
Atommüllkippe war von Anfang an Teil dieser Geschichte. Regierungen
haben systematisch die Ressourcen für abgelegene
Aborigines-Gemeinschaften zurückgeschraubt und übten Druck auf sie
aus, um Projekte wie die Atommüllkippe zu akzeptieren. Die Situation
ist kaum besser als in den 1950er Jahren, als die Briten Atombomben
auf Aborigines-Land zündeten.

Lies den kompletten Artikel:
http://www.abc.net.au/unleashed/3919296.html


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9.  Atomunfall 1978 im Jülich Versuchsreaktor
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Im Jahre 1978 gab es im Versuchsreaktor Jülich in Westdeutschland
einen schweren Atomunfall. Die höchstverstrahlte ehemalige Atomanlage
in Deutschland muss entsorgt werden. Die Pläne dafür sind absurd.

152 CASTOR-Container mit den alten Brennstäben sollen ohne
Notwendigkeit nach Ahaus in Norddeutschland transportiert werden.
Jülich ist ein Forschungs- und Entwicklungsanlagenstandort für URENCO,
weltweiter Akteur der Urananreicherung und Herstellung von
Kernbrennelementen. Aber der Winderstand wächst!

Eine Infoveranstaltung zu diesem Thema wird am 28. Juni 2012 um 19:30
in der ALTEN FEUERWACHE, Melchiorstr. 3 in Köln stattfinden.

Homepage in deutsch und Kontakt:
antiatomplenumkoeln at gmx.de
http://antiatomplenum.blogsport.de


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10. Australisches Uran versorgte das Desaster in Fukushima
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In den Reaktoren von Fukushima wurde Uran aus Australien verwendet.
Die Bergbaufirmen wollen diese Tatsache nicht eingestehen. Stattdessen
verstecken sie sich hinter vorgeschobenen Argumenten wie 
"Geschäftsgeheimnis" und "Sichherheit". Die Wahrheit ist aber nun ans 
Tageslicht gekommen. Das Australische "Safeguards and
Non-Proliferation Office" gab im Oktober folgendes zu: "Wir
bestätigen, dass mit Australien verbundenes nukleares Material am
Standort Fukushima Daiichi war - und zwar in jedem der Reaktoren -
vielleicht in fünf von sechs, oder es könnten auch alle von ihnen
gewesen sein".

Die ganze Geschichte hier:
http://www.thepunch.com.au/articles/australian-uranium-fuelled-the-fukushima-disaster


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11. Walkatjurra Walkabout - Marschieren für das Land
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Dieser Walkabout ist eine Hommage an die Wangkatja Region
(West-Australien), ein Zeugnis der Kraft einer Gemeinschaft, welche
für mehr als 40 Jahre kämpfte, um den Uran-Abbau in Yeelirrie zu
stoppen und eine Chance, zusammen zu kommen und unseren gemeinsamen
Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft ohne Atomkraft fortzuführen.
Es ist auch eine Chance, wieder Verbindung mit der Erde aufzunehmen
und die Tradition für unser Land zu marschieren neu zu beleben.

Weitere Informationen:
http://walkingforcountry.com


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12. Reclaim Hinkley - Massenaktion Zivilen Ungehorsams
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Internationaler Aufruf: Zum 8. Oktober laden euch ein euch an unserem
Akt von massenhaftem Zivilen Ungehorsams zu beteiligen, wobei wir das
Baugrundstück für den geplanten Reaktor Hinkley C betreten werden.


Erfahre mehr:
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Reclaim_Hinkley_-_Mass_Act_of_Civil_Disobedience


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13. Königliche niederländische Familie unterstützt Atomkraft
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Am 7. Juni wird Willem-Alexander, der als ältester Sohn von Königin
Beatrix als künftiger König der Niederlande angesehen wird, eine neue
Produktionsanlage des Urenco-Urananreicherungskomplexes in Almelo
eröffnen. Niederländische Anti-Atom-Gruppen werden eine Brief-Kampagne
starten, um Willem-Alexander dazu zu bewegen, dies nicht zu tun. Bei
mehreren Anlässen hat er offen erklärt, in Bezug auf die zukünftige 
Nutzung der Atomkraft zurückhaltend und ein großer Unterstützer der 
erneuerbaren Energien zu sein (besonders von Sonne und Wind). Es ist
daher eine Schande, dass er nun in einer klar pro-atomaren
Veranstaltung involviert sein wird.

Kontakt: wiseamster at antenna.nl


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14. Frankreich: Camp gegen Hochspannungsleitungen 22.-24. Juni
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Seit Dezember 2011 wird an den Baustellen der Hochspannungsmasten
gebaut. Dabei wird auch von Seiten des Staates und von RTE mit
spezifischen Formen der Gewalt vorgegangen (erzwungene Unterschriften,
juristisch fragliche Arbeitsverhältnisse bei den Beschäftigen,
usw....). Ausgehend von dieser Situation haben viele Menschen
beschlossen, dass die Zeit reif für direkte Aktionen ist, um diese
"Dampfwalze" zu stoppen zu versuchen. Sie rufen euch, alle und jeden
wo auch immer, dazu auf sich ihnen mit den für euch Sinn machenden
Mitteln anzuschließen, um eine Fortführung der Arbeiten an den
Baustellen zu unterbinden. Die Gründe, die uns zu dieser
Vorgehensweise zwingen, sind u.a. die Tatsache, dass der Widerstand
der Öffentlichkeit gegen dieses Projekt von Anfang an nur mit
Verachtung und Arroganz von Seiten des Staates und von RTE bedacht
wurde. Jeder versteht, dass von diesen Institutionen auch nicht viel
anderes zu erwarten war. Es liegt rein an uns, durch eine gute
Organisation mit unseren Mitteln diese Allmacht des Staates zu
bremsen. 

Deutscher Aufruf:
http://valognesstopcastor.noblogs.org/files/2012/05/Aufruf-des-Chefresnes-4.03-.pdf
auch auf französisch, italienisch, spanisch und englisch:
http://valognesstopcastor.noblogs.org/1087 


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15. Atomkraft ist kein gutes Geschäft mehr
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Die jüngsten Nachrichten zeigen, dass die Atomkraft kein gutes
Geschäft mehr ist. Nach dem Unfall in Fukushima sind rund um die Welt
weitere Projekte storniert worden. Finnland aber scheint unbeirrt mit
neuen AKWs weitermachen zu wollen.

Das Fennovoima-Projekt hat viele Probleme mit der Finanzierung, sagen
ExpertInnen. Der größte Shareholder (E.On mit 34 %) hat bereits
begonnen, sich aus dem Nuklearbereich zurückzuziehen und sagt, sich
auf die erneuerbaren Energien konzentrieren zu wollen. Kleine
Investoren könnten ein Problem haben, falls mit dem Bau begonnen wird.
Die Errichtungskosten sind seit dem Start der Bauarbeiten um etwa 100%
gestiegen. Um mit neuen AKWs Gewinn machen zu können, müssen die
Strompreise steigen.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Nuclear_power_is_not_a_good_business_anymore


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16. Spezialbericht: Management abgebrannter Brennelemente und Atommüll
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Seit Beginn der Nutzung der Atomkraft wird behauptet, dass es bald
eine Lösung für den Atommüll geben würde. Wie die Autoren des
Berichtes "Management of spent fuel and radioactive waste. State of
affair, a worldwide overview" aber beschreiben, hat noch immer keines
der 34 Länder mit abgebrannten Brennelementen aus AKWs (egal ob
wiederaufbereitet oder nicht) ein Endlager, weder in einer
geologischen Tiefenformation oder oberflächennah. Eine sehr große
Mehrheit dieser Länder ist noch nicht einmal nahe an diesem Ziel.
Einige verschieben die Notwendigkeit der Realisierung eines solchen
Lagers deshalb, weil sie langfristige Zwischenlager mit bis zu 100
Jahren Lagerkapazität betreiben. Und wieder andere Länder verwenden
die (zukünftige Möglichkeit einer) Wiederaufbereitung als Alibi, um
diese Entscheidung weiterhin nicht treffen zu müssen.

Lies den kompletten Artikel:
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Special_report:_Management_of_spent_fuel_and_radioactive_waste


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17. UK: Nein zum Lager für schwach radioaktiven Abfall in Keekle Head
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Brenda Grey, Ratsmitglied in Cumbria im Nordwesten Englands, sagte
es sei "falsch, neue Deponien anzulegen und noch mehr Boden zu
kontaminieren. Alle Atomanlagen sollten ihren Abfall vor Ort lagern.
Wir sollten uns dafür einsetzen, dass die Regierung das Gesetz wieder
ändert, damit [schwach radioaktiver Abfall] nicht auf Mülldeponien
gelagert werden kann."

Mehr Informationen:
http://mariannewildart.wordpress.com/2012/05/08/cumbria-county-council-unaminuous-no-to-nuke-landfill-in-keekle-head/
http://www.newsandstar.co.uk/news/nuclear-dump-bid-firm-set-to-appeal-cumbria-council-s-refusal-1.951825?referrerPath=news


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18. Rock Solid? - Hochradioaktiver Atommüll in Cumbria
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Truthähne würde sich nicht für Weihnachten entscheiden. Das ist es
aber, was West Cumbria sich gerade anschickt zu tun. In London hat man
gezielt eine Falle gestellt, damit die politischen Vertretungen von
Cumbria, Copeland und Allerdale die Erkenntnisse der Nirex Inquiry neu
beurteilen, indem sie Argumente verwenden, die exakt das Gegenteil von 
dem behaupten, was vor 15 Jahren zu dieser Untersuchung gesagt wurde.
Es wird kein Zurück mehr geben: falls sie sich in Zukunft noch einmal
anders entscheiden wollten, würden sie gezwungen sein, neue Beweise
für so einen Meinungswechsel vorzulegen.

Ein Vortrag von Dr. Helen Wallace zu diesem Thema ist Teil einer Serie 
von Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Ausstellung "Rock Solid?"
im Kendal Museum.

mehr dazu:
http://www.kendalmuseum.org.uk/news-12-01-23-rock-solid.php
http://virtual-lancaster.blogspot.co.uk/2012/04/rock-solid-expo-set-to-challenge.html


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19. When the water flows - ein anschaulicher Roman
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Dieser anschauliche Roman erzählt die Geschichte der pensionierten
Landwirte Tom, Ellen und des Collies "Blue". Eine Quasi-NGO (im
Auftrag der Regierung) namens "Managing Radioactivity Wastes Safely"
macht sich zu einem sorgfältig geplanten Versuch auf, Tom und Ellen
mit Versprechungen zu ködern, dass sie Unmengen von Geld bekommen und
mit überzeugend klingenden Versicherungen im Falle der "freiwilligen"
Zurverfügungstellung ihres Landes als "atomare Opferungszone".

http://wildartbooks.wordpress.com/2012/02/01/when-the-water-flows/


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20. 101 Verwendungsmöglichkeiten eines Atomkraftwerks - Möglichkeit
    Nr. 39 - Anheben der Landschaft durch radioaktive Gase
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Die halbstaatliche NGO "Managing Radioactive Wastes Safely" bewirbt
Cumbria/The Lake District als nationale geologische Mülldeponie für
radioaktive Abfälle. Professor Stuart Haszeldine sagte dazu aber:
"Heißen Müll hier zu platzieren, wird den Steinuntergrund mit großer
Wahrscheinlichkeit dazu zwingen, sich auszudehnen, sodass neue Risse
entstehen. Diese Risse werden es radioaktiven Gasen ermöglichen, rasch
an die Oberfläche zu gelangen und in die Umwelt zu entweichen.
Landnutzer und Hausbesitzer werden an der Oberfläche werden 'erhoben'
werden." 

http://101-uses-for-a-nuclear-power-station.blogspot.co.uk/2012/04/use-no-39-uplifting-land-with.html


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21. Rosatom setzt gefährliche Experimente an AKW-Standorten fort
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Auf Anti-Atom-Kundgebungen zum Tschernobyl-Tag in Russland forderten
AktivistInnen einen Stopp der Experimente und die Abschaltung von 11
Reaktoren des Tschernobyl-Typs. Anti-Atom-Kundgebungen fanden in
Moskau, Murmansk, Nischni Nowgorod, Tscheljabinsk und weiteren Orten
in Russland statt.

AktivistInnen forderten die Beendigung der gefährlichsten vom
staatlichen Atomkonzern Rosatom durchgeführten "Experimente": 
- Betrieb von 11 extrem gefährlichen Reaktoren des Tschernobyl-Typs
  RBMK-1000
- Laufzeitverlängerung von 18 Reaktoren, darunter 7 Reaktoren des
  Tschernobyl-Typs RBMK-1000
- Steigerung der Wärmekapazität von VVER-Reaktoren
- Bau neuer Versuchsreaktoren VVER-1200 und SVBR-100

Die AktivistInnen forderten den Abbruch dieser Experimente und die
Verlagerung staatlicher Gelder und Programme für die Förderung
erneuerbarer Energien.  


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22. Kritik an Litauens Abkommen mit Hitachi
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Das AKW-Projekt Visaginas scheint nicht profitabel zu werden. Das ist
einer der Gründe, warum die Grüne Partei Litauens die Regierung dazu 
drängt, das Konzessionsabkommen mit der Japanischen Firma Hitachi
nicht zu genehmigen. Die Ursachen werden in einer Stellungnahme der
Grünen Litauens erläutert, die zusammen mit der Litauischen "Enery
Consultants Association" und dem "Green Policy Institute" erarbeitet
wurde. 

mehr dazu:
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Lithuania%27s_agreement_with_Hitachi_criticized


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23. Stoppt das Atomkraftwerk Kola!
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Nature and Youth (Young Friends of the Earth Norway) und eine unserer
Schwesternorganisationen in Russland (Priroda i Molodezh) starteten im
Februar dieses Jahres eine weiterhin laufende Petition zur Schließung
eines alten und gefährlichen AKWs im Nordwesten Russlands. Drei der
vier in Kola laufenden Reaktoren arbeiten bereits länger als die
empfohlene Betriebsdauer von 30 Jahren, was es zusätzlich riskant
macht, die Anlagen weiter am Netz zu haben.

Falls auch ihr unsere Kampagne unterstützen und mehr über das AKW Kola
erfahren möchtet, besucht bitte unsere Homepage
(http://www.stopkolanpp.com) und unterschreibt die Petition.
Verbreitet unseren Link auch auf Facebook und/oder Twitter und macht
noch mehr Menschen auf das AKW Kola aufmerksam. 

mehr dazu:
http://www.stopkolanpp.com
http://www.pim.org.ru


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24. Petition gegen garantierte Einspeisetarife für Atomstrom
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Der oberösterreichische Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) hat
eine Petition mit dem Ziel gestartet, die EU davon abzuhalten, die
Nuklearlobby durch garantierte Atomstrom-Einspeistarife mit
europäischen Steuergeldern zu finanzieren, wie das ähnlich von
Atom-Hardliner-Staaten wie Großbritannien oder Tschechien
vorgeschlagen wurde. Diese Petition kann online auch vom Ausland
unterzeichnet werden.

siehe hier: 
http://openpetition.de/petition/online/nein-zur-subvention-von-atomstrom


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25. "Lessons from Fukushima tour" in Tschechien
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Jan Beránek von Greenpeace International hat eine Infotour durch die
Tschechische Republik unternommen, in deren Rahmen er Erkenntnisse aus
erster Hand darüber vermittelte, was er in Japan sah und hörte,
nachdem er dieses Land besucht hatte, das nicht nur mit den Atombomben
1945 auf Hiroshima und Nagasaki hatte fertig werden müssen, sondern
nun auch mit den Folgen der Katastrophe in Fukushima. Menschen wurden
in Krankenhäusern allein gelassen und starben, Evakuationen fanden in
Regionen statt, welche mehr verstrahlt waren, als das ursprüngliche
Zuhause der Betroffenen, schlicht weil die Windbedingungen nicht
ausreichend berücksichtigt worden waren.

Es gibt eine interessante Broschüre über die "Lessons from Fukushima"
in Englisch. Eine Zusammenfassung ins Slowakische wird vorbereitet.

siehe auch:
http://www.greenpeace.org/international/en/publications/Campaign-reports/Nuclear-reports/Lessons-from-Fukushima/


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26. BBC-Dokumentation: Inside the Meltdown
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Ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima (März 2011) schildert die
einstündige BBC-Dokumentation das Drama, das Japan noch Jahrzehnte 
prägen wird so eindringlich, dass so mancher dramatische Spielfilm,
den es zu ähnlichen Themen gibt, davor verblasst. Die Realität der
Machtlosigkeit der Politik überholt die Fiktion drastisch.

hier die ganze Dokumentation:
http://www.youtube.com/watch?v=IwBELPtVUCA


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27. Temelin 3+4 UVP-Verfahren mit über 22.000 Einwänden aus Österreich
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Die Tschechische Republik plant weitere 2 Reaktoren am Standort des AKWs
Temelín und möglicherweise einen weiteren beim mährischen AKW Dukovany. 
Der technischen Dokumentation des Projekts mangelt es aber an wichtigen 
Details, inklusive der Frage einiger Reaktorparameter. Trotzdem sind 
Tausende Seiten Papier zu studieren und Fragen zu fragen.

Österreichische NGOs haben innerhalb einer relativ kurzen Frist mehr
als 22.000 Unterschriften von Menschen gesammelt, die ihre Rechte als
BügerInnen eines Nachbarstaates in Anspruch nehmen. Weil der gesamte
UVP-Prozess aber auf einer recht wackeligen Basis steht, könnten
einige NGOs letztendlich einen Boykott des Verfahrens in Betracht
ziehen, weil gefürchtet werden muss, dass das zu einer bloßen
öffentlichen Selbstdarstellung des neuen AKW-Projekts samt versteckter
PR für den größten Energiekonzern des Landes ČEZ führen könnte.


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28. Österreich: Bundesregierung möchte das Land atomstromfrei machen
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Nach Konsultationen mit NGOs (z.B. mit www.global2000.at) versucht die
österreichische Regierung nun das Elektrizitätssystem des Landes durch
eine Mischung aus Anreizen und mehr Transparenz atomstromfrei zu
machen. Österreich hat kein eigenes AKW (nach einem Referendum 1978
wurde ein entsprechendes Verbot sogar in die Verfassung aufgenommen),
importiert aber immer noch rund 4 % seines Stromkonsums aus AKWs aus
dem Ausland. Es handelt sich aktuell um einen von der Regierung
unterstützten Versuch, freiwillig auch den Rest des Atomstroms im Netz
wegzubekommen - weil es aus juristischer Sicht kaum gehen würde,
Atomstromhandel als solchen zu verbieten. Es wird sich zeigen, ob
dieser Ansatz funktionieren wird. Österreichs Wirtschaftsminister
Mitterlehner setzt auch große Hoffnungen in ein Gelingen von
Atomausstieg und Energiewende in Deutschland.

mehr hier: http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1069876


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29. Öffentliche Gelder nötig, um AKW-Bau rentabel zu machen?
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Das kontroverse AKW-Temelin bzw. dessen Besitzer die mehrheitlich in
Staatsbesitz befindliche Firma ČEZ warten auf die ersten Angebote für 
den Bau der Blöcke 3+4 dieses Kraftwerks in Südböhmen. Es scheint drei
interessierte Firmen zu geben. Darunter: Atomstrojexport/OKB
Gidropress aus Russland, Areva aus Frankreich und die US-Firma
Westinghouse, die alle drei versprechen, dass tschechische Firmen am
Projekt mitarbeiten könnten. Seit die Börsenpreise für Strom aber als
Ergebnis der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise mit etwa 50
€/MWh statt der nötigen 60 €/MWh zu niedrig ist, versucht ČEZ jetzt
willige Ko-Investoren zu finden und schlug sogar vor, einen staatlich
garantierten Mindesteinspreistarif für Atomstrom einzuführen - ähnlich
dem System der Unterstützung für erneuerbare Energien in der Phase
ihrer Einführung. Generaldirektor David Beneš verwendete als Argument
auch, dass man in England angeblich ein ähnliches System habe, wo der
Staat einen Mindestpreis für Strom aus AKWs garantiere. Lustig, dass
gerade eines der kapitalistischsten Länder die Marktdynamiken aus dem
Nuklearbusiness fernhalten will.

siehe auch:
http://www.praguepost.com/business/12706-temelin-nuclear-tender-deadline-looms.html


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30. Internationales Komitee für Atomgerechtigkeit
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Das Internationales Komitee für Atomgerechtigkeit (International
Committée on Nuclear Justice - ICNJ) und sein wissenschaftlicher
Sekretär Prof. Chris Busby beginnen einen Atomgerechtigkeitsprozess,
indem die Auseinandersetzung um die EURATOM
Sicherheits-Grundstandards-Direktive eröffnet wird, wobei sie sich auf
das Strahlenrisikomodell konzentrieren, das von Regierungen in aller
Welt verwendet wird. Das derzeit benutzte ICRP Modell ist Ursache für
die tragische Unterschätzung der Risiken im japanischen Fukushima.

Die EU-Kommission und die entsprechenden Behörden der Mitgliedsstaaten
sind gesetzlich verpflichtet die Ausrichtung von EURATOM erneut
verhandeln, falls es neue Beweise gibt, dass ihre ursprüngliche
Begründung fehlerhaft war. Seit 1996 hat das European Committée on
Radiation Risk (ECRR) zwei weit verlässlichere Risikomodelle
publiziert, welche jetzt auch von wesentlichen Strahlungsexperten aus
der ganzen Welt empfohlen werden. Es ist höchste Zeit die
Strahlungsrisikomodelle von ICRP und ECRR zu hinterfragen und eine
europaweiter Analyse zu machen.     

Schreibt bei Fragen oder Hilfsangeboten bitte an:

Ditta Rietuma bsr@euradcom.org


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31. Beteiligung an AKW-Projekt Visaginas mit negativen Auswirkungen
    für Eesti Energia und Latvenergo
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Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat einen Bericht
veröffentlicht, wonach die Beteiligung von Estland und Lettland am
AKW-Projekt Visaginas die Bonitätseinstufung der Energieversorger der
beiden Länder negativ beeinflussen könnte.

Weitere Informationen:
http://www.bne.eu/story3584/Lithuanias_slow_slow_quick_quick_slow_nuclear_foxtrot


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32. Anti-Atom-Sommercamp und Gathering in der BRD
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Ihr seid eingeladen zu fünf Tagen voll mit Workshops und
Präsentationen, Skillsharing und Vernetzung, Exkursionen und
öffentlichen Veranstaltungen in Döbeln, Mittelsachsen. Das Camp wird
eine Möglichkeit sein AktivistInnen und interessierte Menschen aus
verschiedenen Regionen Europas zu treffen, Erfahrungen und Ideen
auszutauschen als auch sich für gemeinsame Projekte und Aktionen zu
vernetzen.

JedE kann eigene Workshops oder Präsentationen zu den Themen, an denen
sie arbeiten, anbieten. Fühlt euch auch dazu eingeladen über eure
aktuellen Auseinandersetzungen, anstehende Kampagnen und Aktionen zu
berichten. Das Gathering hat außerdem das Ziel Fähigkeiten in den
Bereichen Aktionen, Kampagnenarbeit, Recherche etc. auszutauschen. Es
wäre großartig, wenn ihr eigene Anliegen habt, die ihr in das Camp
einbringen möchtet.

Camptermin: 30. Juli - 3. August 2012

Erfahre mehr:
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/International_Anti-nuclear_Network_Meeting_in_D%C3%B6beln


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33. AKW Koodankulam
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Das indische AKW Koodankulam Nuclear Power Plant, das nun in Betrieb
genommen werden sollte, dank der Proteste der Anti-Atom-NGO PMANE
(People´s Movement Against Nuclear Energy) aber vorerst nicht
hochgefahren werden konnte, liegt in Koodankulam im südindischen
Bundesstaat Tamil Nadu.

Ein bilaterales Regierungsabkommen zu diesem AKW (2 Reaktoren) wurde
1988 vom indischen Prime Minister Rajiv Gandhi und Präsident Mikhail
Gorbachov (UDSSR), abgeschlossen. Das Projekt ruhte dann aber aufgrund
der politischen und ökonomischen Probleme in Russland nach dem Zerfall
der UDSSR für etwa ein Jahrzehnt.

Das People's Movement Against Nuclear Energy war seit den
Planungsarbeiten in den 80er Jahren gegen das Projekt und leistet
bereits gut 25 Jahre lang Widerstand. 1997 begannen schließlich die
Bauarbeiten. Die Kosten schätzte man 2001 auf etwa 3 Milliarden US
Dollar. Zum Anliefern der großen Reaktorteile wurde 2004 sogar eigens
ein Hafen errichtet.

Die Proteste gegen dieses in manchen Punkten mit Temelín
vergleichbaren AKW haben sich in den letzten Monaten intensiviert.
Dabei kam es zu Massendemos, zu von Gandhi inspirierten
Protestfastenketten, die Ende März 2012 mit einem gut 10-tägigen
Hungerstreik führender AktivistInnen kumulierten. Dann brach unter
anderem S P Udayakumar den bereits seine Gesundheit gefährdenden
Hungerstreik, nachdem er von vielen Sympathisanten darum gebeten
worden war und die Regierung gewisse Zugeständnisse versprochen hatte,
ab. 

Vorher allerdings gab es gegen die AKtivistInnen massive Repression,
Anklagen wegen "Kriegsführung gegen Indien", die Observation von 77
ausländischen NGOs (von den einheimischen ganz zu schweigen) und
gezielt gestreute Falschmeldungen über die angeblich vom Ausland
finanzierten Aktivitäten der Atomgegner. Es wurde sogar ein deutscher
Staatsbürger des Landes verwiesen (Rainer Hermann Sonntag) und das
Haus von S P Udayakumar, der "Seele" des Protestes, stundenlang von
der Polizei durchsucht. Die Proteste sind sicher noch nicht zu Ende
und eine Internationalisierung gerade jetzt wichtig.


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34. Veranstaltungen der nächsten Monate
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(Auszug, teilt uns bitte eure Events für den nächsten Newsletter mit)

14/08/11-13/08/12: "Gorleben 365" Blockade-Kampagne (D)
2012:              Proteste gegen die Castortransporte von Jülich nach
                   Ahaus (D)
22/06/12-24/06/12: Camp gegen Hochspannungsleitungen für die
                   französischen AKW (F)
22/06/12-24/06/12: Tour de Fessenheim (F)
28/06/12-14/07/12: 2. Internationales Uranfilmfestival für eine
                   weltweite atomkraftfreie Zukunft in Rio de Janeiro
                   (Brasilien)
23/07/12-29/07/12: Anti-Atom-Camp in Lubiatowo (PL)
Sommer 2012:       Walk for a Nuclear Free Future von Saskatchewan
                   nach Montreal (CA)
30/07/12-03/08/12: Internationales Anti-Atom-Sommercamp und Gathering
                   in Döbeln (D)
06/08/12-13/08/12: Olkiluoto-Protestcamp und Blockade (FIN)
12/08/12-19/08/12: Klima- und Energie-Camp in Jänschwalde/Lausitz (D)
20/08/12-14/09/12: WALKATJURRA WALKABOUT von Yeelirrie nach Leonora
                   (AUS)
26/08/12-09/09/12: Anti-Atom-Segeltörn von Stockholm (SE) nach
                   Greifswald (D)
29/09/12:          Internationaler Aktionstag zur Schließung der
                   Atomindustrie
19/10/12-23/10/12: Reclaim Hinkley - Massenaktion Zivilen Ungehorsams
                   (UK)
09/12/12-12/12/12: European Nuclear Conference der Atomindustrie in
                   Manchester (UK)


http://www.gorleben365.de
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Nuclear_Waste_Transport_to_Ahaus
http://valognesstopcastor.noblogs.org/1087
http://www.antiatomfreiburg.de/aktuelles.html#TdF
http://www.uraniumfilmfestival.org
http://eyfa.org/activities/projects2/anti_nuclear_camp
http://footprints.footprintsforpeace.net/nffcampaign/NFF2011.htm
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/International_Anti-nuclear_Network_Meeting_in_D%C3%B6beln
http://olkiluotoblockade.info
http://www.lausitzcamp.info/
http://walkingforcountry.com/
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Anti-nuclear_Sailing_Trip_across_the_Baltic_Sea
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Reclaim_Hinkley_-_Mass_Act_of_Civil_Disobedience
http://www.euronuclear.org/events/enc/enc2012/index.htm


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35. Was sind die NukeNews?
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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newsletter-System des Nuclear
Heritage Network und sollen die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der
in dieser internationale Community vernetzten AktivistInnen
widerspiegeln. Die Texte werden von Anti-Atom-AktivistInnen
geschrieben und übersetzt - zusätzlich zu ihren üblichen
Anti-Atom-Aktivitäten. Diese Arbeit wird nicht bezahlt,
weil wir Ressourcen für den Kampf gegen Atomkraft wie dieses
Infosystem so unabhängig wie möglich halten möchten.
Der Newsletter soll sowohl AktivistInnen als auch andere Interessierte
informieren und auf dem Laufenden halten.

Eure Beiträge zur nächsten Ausgabe der NukeNews sind willkommen.
Bitte schickt sie per E-Mail an news AT NukeNews.nuclear-heritage.net.
Es sollte sich um einen kurzen Infotext in englischer Sprache handeln,
nicht länger als ein Absatz, mit einer griffigen Überschrift und
(optional) einem Link zu einer Webseite mit weiteren Informationen.
Die Deadline für die sechste Ausgabe der NukeNews ist der der 12.
August 2012.

Erfahre mehr über die NukeNews und mache sie bekannter:
http://NukeNews.Nuclear-Heritage.NET
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