PR:Erste Castoren in La Hague gestartet - Aufruf zur Beteiligung an den Castorprotesten

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Medieninformation
Mittwoch, 16. November 2011


Greenkids rufen zur Beteiligung an den Castorprotesten auf

Täglich neuer Atommüll - keine Aussicht auf sicheres Endlager

Magdeburg Die Jugend-Umweltschutzorganisation Greenkids e.V. ruft zur Beteiligung an den Castorprotesten auf. Der Verein hat sich seit Jahren in der Auseinandersetzung um die Entsorgung von Atommüll engagiert. Neun laufende Reaktoren und Atomanlagen in Gronau wie Lingen produzieren täglich mehr radioaktiven Müll. Die Castor-Proteste richten sich nicht nur gegen einen Atomtransport, sondern gegen die unverantwortliche Atomkraftnutzung generell.

Am Montag sind die ersten Castoren aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague Richtung BRD gestartet. Sie werden am Verladebahnhof in Valognes (Frankreich) auf die Schienen gesetzt und sollen dort am 24. November per Zug weiter transportiert werden. Die französisch-deutsche Grenze soll voraussichtlich am Vormittag oder frühen Nachmittag des 25. November passiert werden. Bis spätestens 28. November sollen die hochradioaktiven Behälter mit dem 44fachen Inventar der Fukushima-Katastrophe ins "Zwischen"lager in Gorleben gebracht worden sein.

Auf einer Internetseite informiert Greenkids e.V. die internationale Öffentlichkeit über den Castortransport nach Gorleben. AktivistInnen auch aus anderen Ländern werden eingeladen sich an den Protesten zu beteiligen. Der Castorwiderstand im Wendland ist weltweit einmalig in seiner Vielfalt an Aktionen, Größe und gesellschaftlichen Stützung durch die Bevölkerung vor Ort.
http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Gorleben_Castor_Resistance_in_Germany_2011

In den vergangenen Wochen informierte Greenkids e.V. in verschiedenen Orten über den bevorstehenden Atomtransport. "Wir wollen so die vielfältigen Proteste unterstützen und noch mehr Menschen motivieren Gesicht gegen die verantwortungslose Atompolitik der Bundesregierung zu zeigen", sagt Falk Beyer von Greenkids e.V. "Die radioaktiven Gefahren kennen keine Grenzen, deshalb ist es ein wichtiges Signal, dass Menschen aus verschiedenen Ländern Europas gegen den Castortransport und die weitere Atomkraftnutzung demonstrieren."

Seit 2004 führt Greenkids e.V. ein Forschungsprojekt zur Geschichte des Atommülllagers in Morsleben. Dazu wurde eine Wanderausstellung angefertigt, die derzeit in der Universitätsbibliothek Hildesheim zu besichtigen ist. Mehr als 30.000 BesucherInnen hatte die Ausstellung seit ihrer ersten Präsentation im Jahr 2004. Fachpublikationen zu Sicherheitsaspekten der Morslebener Anlage und ihrer DDR-Geschichte wurden veröffentlicht. Mit dem "Morsleben-Archiv" betreut der Verein außerdem das größte unabhängige Archiv zum Atommülllager Morsleben mit über 4.000 Dokumenten von Behörden, Organisationen, PolitikerInnen und AktivistInnen. Vorträge von Greenkids e.V. zur Endlagerproblematik gab es in großer Zahl in der BRD und seit 2009 auch in anderen europäischen Ländern sowie an mehreren Universitäten Finnlands.

Im Wendland finden ab dem 23. November Großaktionen statt, an der Grenze wird zum zweiten Mal zur "Südblockade" aufgerufen und schon in Frankreich, in Valognes, sind internationale Blockade direkt zum Castorzugstart angekündigt. Zehn Infopunkte und zehn Camps werden derzeit im Wendland zur Unterstützung der CastorgegnerInnen organisiert. Über siebzig Veranstaltungen verschiedener OrganisatorInnen fanden zur Mobilisierung zum Castor bereits statt. Mehr als 50 weitere Veranstaltungen sind bis zum Atomtransport noch geplant. "Wir erwarten bunte und konsequente Proteste; sämtliche Atomanlagen müssen sofort stillgelegt werden", so Beyer.


Liebe Redaktion!
Wir stehen gern für weitere O-Töne sowie zu Nachfragen zur Verfügung. Sie erreichen Falk Beyer per E-Mail an presse AT greenkids.de[1] bzw. unter 03431-5894170. Unsere Internetseite bietet eine große Fülle an Informationen rund um den bevorstehenden Castortransport: http://www.greenkids.de/europas-atomerbe/index.php/Gorleben_Castor_Resistance_in_Germany_2011


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