PR:Historische Diashow: Morsleben - Einblicke in die Tiefen eines Endlagers

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Presseinformation
25. Juni 2012


Historische Diashow im Café Courage:

Morsleben - Einblicke in die Tiefen eines Endlagers

Döbeln Am Samstag, den 30. Juni 2012 endet um 18 Uhr die Ausstellung "Morsleben - Geschichte eines umstrittenen Atomprojekts" im Café Courage, Bahnhofstr. 56, mit der historischen Diashow "Einblicke in die Tiefen eines Endlagers". Veranstaltet wurde die Ausstellung von Greenkids e.V. und Grüner Toleranz. Die Diashow behandelt anhand historischer Fotos und Dokumente die Geschichte und Proteste gegen das zentrale Atommülllager der ehemaligen DDR. Falk Beyer, Initiator der Morsleben-Ausstellung, hält diesen Vortrag.

Bis Samstag besteht die letzte Chance die Ausstellung in Döbeln zu besichtigen. Interessierte Döbelner*innen sind eingeladen diese Möglichkeit zu nutzen. Die Diashow am 30. Juni fasst alle wichtigen Erkenntnis des Forschungsprojekts zur Geschichte der Atomanlage zusammen. "Von Anfang an waren die Sicherheitsprobleme in Morsleben bekannt - das zeigen Dokumente, die wir aus mehr als einem Dutzend Archiven zusammen getragen haben", erläutert Falk Beyer. "Trotzdem wurde die Einlagerung von Gefahrgut nicht nur genehmigt, sondern massiv von den staatlichen Organen vorangetrieben. Die Geschichte wiederholt sich heute wieder, wenn Gorleben entgegen besseren Wissens weiterhin zur Atommüllentsorgung favorisiert wird."

Vom 1. bis 30. Juni wurde die Ausstellung "Morsleben - Geschichte eines umstrittenen Atomprojekts" im Café Courage gezeigt. Sie wurde 2004 erstmals von Greenkids e.V. der Öffentlichkeit präsentiert. In der Zwischenzeit wurde sie nicht nur in der BRD, sondern auch in Finnland an 21 Orten aufgebaut. Etwa 30.000 Menschen informierten sich inzwischen anhand dieser Ausstellung.

Morsleben ist ein maroder Salzstock in Sachsen-Anhalt nahe der früheren innerdeutschen Grenze. Seit dem Beginn der 1970er Jahre wird er für die Beseitigung von radioaktiven Abfällen genutzt. Ein Großteil des niedrig- und mittelradioaktiven Atommülls der westdeutschen Atomanlagen wurde bis 1998 hier eingelagert. Etwa 37.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle befinden sich heute zusammen mit über 6.000 Strahlenquellen und weiteren als "zwischengelagert" definierten hochradioaktiven Stoffen in dem alten Kali- und Steinsalzbergwerk, das um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert errichtet wurde.

Für die Redaktion:
Gern steht Falk Beyer von Greenkids e.V. für Hintergrundgespräche bereit. Diese lassen sich mit einem Besuch des Morsleben-Archivs im Projekthaus verbinden. Sowohl umfassende Informationen, Einblicke in Stasi-Dokumente zum Atommülllager als auch Bildmaterial können wir Ihnen zur Verfügung stellen. Wir bitten Sie über die Ausstellung und das Rahmenprogramm zu berichten und heißen Sie gern als Gäste willkommen. Telefonische Rücksprachen und Terminvereinbarungen sind unter 03431/5894170 oder per E-Mail an presse AT greenkids.de[1] möglich.


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