PR:Vorschlag der finnischen Regierung fuer zwei neue Reaktoren: Wahnsinnig und verantwortungslos

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Medieninformation
Freitag, 23. April 2010


Vorschlag der finnischen Regierung für zwei neue Reaktoren: Wahnsinnig und verantwortungslos

Infotour wird über atomare Gefahren rund um die Ostsee aufklären


Am Mittwoch gab die finnische Regierung bekannt, dass sie dem Parlament empfiehlt für den Bau zweier neuer Atomreaktoren in Finnland zu stimmen: ein zusätzlicher Reaktor in Olkiluoto und ein AKW für "Fennovoima", das deutsche Joint Venture von EON mit mehreren finnischen Unternehmen um einen dritten Atomstandort in Finnland zusätzlich zu Olkiluoto und Loviisa zu etablieren. Niemand außer der Atomindustrie braucht mehr Atomkraft in Finnland. Es ist eine Schande, dass die Finnischen Behörden mit den Atomkonzernen gemeinsame Sache zu machen scheinen.

Helsinki Die unverständliche Entscheidung der finnischen Regierung weitere Atomreaktoren zu unterstützen trifft auf harte Kritik von Anti-Atom-AktivistInnen aus allen Teilen Europas und darüber hinaus. Die finnische Regierung ist offenbar bereit die Gesundheit der Menschen und die Umwelt den Profitinteressen der Atomindustrie zu opfern. Anti-Atom-Gruppen rund um die Ostsee planen eine Informations-Tour im Summer, um über die Auswirkungen von Atomanlagen auf die Umwelt und die Menschen der Region aufzuklären und das Bewusstsein für die Gefahren, die mit der Atomkraft verbunden sind, zu erhöhen.

Campaigner und Aktivist Falk Beyer sagt: "Es ist eine wahnsinnige und verantwortungslose Position mehr Atomanlagen zu fordern, die die Radioaktivitätsfreisetzungen in die Ostsee und das Risiko schwerer Unfälle erhöhen würden. Diese Reaktoren würden außerdem große Mengen Atommüll produzieren - obwohl keine sichere Lösung für die Langzeitlagerung dieses Mülls möglich ist. Das skandinavische Konzept der Endlagerung ist skandalös - giftige und radioaktive Abfälle in Meeresnähe zu entsorgen in der Hoffnung, dass künstliche Maßnahmen die Freisetzung dieses gefährlichen Materials verhindern würden, ist ein Glücksspiel mit der Zukunft der gesamten Region."

Eine Infotour über die negativen Einflüsse von Atomkraftwerken, Atommüll-Verarbeitungsanlagen und Uranabbauen rund um die Ostsee wird zwischen 22. Juni und 21. August 13 Städte in acht Ländern besuchen. Die Tour wird in öffentlichen Informationsveranstaltungen auf die radioaktive Belastung der Ostsee hinweisen, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Gefahren der Atomkraft richten und die Netzwerke von Anti-Atom-Organisationen und AktivistInnen rund um die Ostsee durch regionale Vernetzungstreffen stärken.

Die Infotour "Stop Nuclear Power - Baltic Sea Info Tour 2010" wird auf den Åland-Inseln in Finland beginnen, um die internationale Aufmerksamkeit bezüglich der atomaren Entwicklungen in diesem Land zu betonen. Sie wird die lokalen Anti-Atom-Bewegungen in ihrem Kampf gegen die mächtige globale Atomindustrie, die versucht die sogenannte "Renaissance der Atomkraft" am Beispiel Finnlands voranzutreiben, unterstützen. Die Anti-Atom-Bewegungen werden der finnischen Regierung klar machen, dass sie sich auf einen starken Widerstand gegen ihre atomaren Expansionspläne einzustellen hat.

"Wir starten die Infotour in Finnland am Ende der Parlamentssitzungen bevor die PolitikerInnen in ihren Sommerurlaub gehen. Und wir werden am Ende der 'Stop Nuclear Power - Baltic Sea Info Tour" im späten August wieder zurück sein in Finnland, um deutlich zu machen, dass der Anti-Atom-Widerstand an Ort und Stelle ist, wenn das finnische Parlament wieder seine Sitzungen aufnimmt. Wir werden ihnen keine Zeit lassen, um die atomare Gefahr in Finnland durchzusetzen."

Die Ostsee ist - laut ExpertInnen-Meinungen aus den Ländern rund um das Meer - der am höchsten radioaktiv belastete Wasserkörper der Welt. Neben dem Tschernobyl-Fallout und den Freisetzungen der Atomanlage in Sellafield in Großbritannien sind die Atomkraftwerke in Schweden, Finnland und Russland die Hauptverschmutzer. Die angekündigten neuen AKW, Uranabbaue und Atommüll-Endlager werden die in die Ostsee abgegebene Radioaktivität unverantwortlich erhöhen.


Details zur "Stop Nuclear Power - Baltic Sea Info Tour" sind verfügbar auf http://baltic-tour.nuclear-heritage.net . Hintergrundinformationen über Atomthemen und den Widerstand in mehreren Ländern rund um die Welt werden bereit gestellt auf der Internetseite: http://nuclear-heritage.net .


Liebe Redaktion:
Sie können mit uns per E-Mail an media AT nuclear-heritage.net[1] in Kontakt treten oder Falk Beyer anrufen unter +358 41 7243254.


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Nuclear Heritage Network
Am Bärental 6
D-04720 Ebersbach
GERMANY

WebSite: http://nuclear-heritage.net
E-Mail: contact AT nuclear-heritage.net[1]

Diese Medieninformation wurde vom "Nuclear Heritage Network" bereit gestellt. Es ist ein internationales Netzwerk von Anti-Atom-AktivistInnen. Dieser informelle Zusammenschluss unterstützt weltweite Anti-Atom-Arbeit. Das Nuclear Heritage Network ist kein Label, hat keine Einheitsmeinung und keine StellvertreterInnen. Alle AktivistInnen sprechen für sich selbst oder für die Gruppen, die sie repräsentieren.


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